Automatic translation in English

‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾

‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾

‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾

‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾


Grammophone in BildernGrammophongalerie


International Gramophone Board
Participate?

Foren

Foren > Schellackplatten > Diskussionskreis Schellackplatten
BIEM, CHAPELL und andere Vervielfältigungslizenzen
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, Der_Designer
Autor Eintrag
krammofoon
So Apr 28 2013, 16:50 Druck Ansicht
Schellack-Gnadenhof
Dabei seit: Mo Jun 27 2011, 20:47
Einträge: 1099
Servus :-)

beim Platten-Einsortieren fiel mir heute mittag dieses seltsame DECCA-Etikett auf.

2/3 CHAPELL und 1/3 BIEM........

Habe ich so bisher noch nicht gehabt und auch noch nie gesehen. Geschweige denn, weiß ich um die Bedeutung...... kann hier jemand mit fachlichem Wissen weiter helfen?

Die Platte ist sicher nix rares, aber auffällig war es schon.

Danke schon mal vorab.

Gruss
Georg





[ Bearbeitet So Apr 28 2013, 16:59 ]
Nach oben
Grammophonteam
So Apr 28 2013, 16:58
Seitenbetreiber

Dabei seit: So Sep 04 2011, 14:54
Wohnort: In den tiefen des Netzes ;)
Einträge: 2062
Die Suche brachte dann dieses: ...alle, die sich für Vervielfältigungslizenzen interessieren

*BIEM = "Bureau International des Sociétés Gérant les Droits d’Enregistrement et de Reproduction Mécanique" / kurz: "Bureau International de l'Edition Mecanique" (F)

*Ansonsten tauchen an gleicher Stelle auf den Etiketten die entsprechenden Verlage auf: "Feldman", "Francis, Day & Hunter", "Chappell" u. s. w.

2/3 CHAPELL und 1/3 BIEM wird wohl die Aufteilung zwischen den beiden Lizenzen sein.

Grüße




BIEM = "Bureau International des Sociétés Gérant les Droits d’Enregistrement et de Reproduction Mécanique" / kurz: "Bureau International de l'Edition Mecanique" (F)




Mecolico = "The Mechanical Copyright Licences Company Ltd." (UK) (auch MEC)







Telico = "Technology Licensing Company" (USA) heute: TLC

N.C.B. = "Nordidk Copyright Bureau" (DK)




AMMRE = "Anstalt für mechanisch-musikalische Rechte" (d),
ab 1938:
Stagma = "Staatlich genehmigte Gesellschaft zur Verwertung musikalischer Aufführungsrechte"
nach 1945 AMRE, ab 1963:
GEMA = "Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte"

A.C.L. = "Annual Copyright License"




"Keep Account" ist ein Platzhalter, wenn sich der Verlag nicht klären ließ.




Ansonsten tauchen an gleicher Stelle auf den Etiketten die entsprechenden Verlage auf: "Feldman", "Francis, Day & Hunter", "Chappell" u. s. w.













Ich hoffe, damit die "geliebten" Verwertungsgesellschaften und ihre Abkürzungen ins richtige Licht gerückt zu haben.

Viele Grüße!



[ Bearbeitet So Apr 28 2013, 17:00 ]
Nach oben
krammofoon
So Apr 28 2013, 17:04
Schellack-Gnadenhof
Dabei seit: Mo Jun 27 2011, 20:47
Einträge: 1099
Servus :-)

oh..., bitte nicht missverstehen. Ich bemühe gern und viel die Suche.
Ich hatte hier vllt. etwas missverständlich formuliert. Was BIEM und CHAPELL sind, war mir bewusst..... ich wollte eigentlich nur bzgl. der seltsamen Aufteilung 2/3 zu 1/3 anfragen. Quasi eruieren, ob da eine Art Joint-Venture vorlag ;-)

Gruss
Georg

[ Bearbeitet So Apr 28 2013, 17:05 ]
Nach oben
WalterSchwanzer
Do Jul 05 2018, 20:45
Dabei seit: Mo Dez 08 2014, 12:34
Wohnort: Rohrendorf
Einträge: 390
hier auf eine meiner Platten ein Aufkleber "Genossenschaft der Tonsetzer"

Nach oben
Webseite
RF-Musiker
So Jul 29 2018, 23:58
Dabei seit: Do Sep 15 2011, 11:21
Wohnort: Berlin
Einträge: 359
Was ist Resco?
Nach oben
Polyfar41
Mo Jul 30 2018, 08:03
Dabei seit: Fr Feb 24 2017, 11:27
Wohnort: Frankfurt am Main
Einträge: 9
Resco ist die Abkürzung für Reserved Copyright.
Ähnlich wie auch Contr. Copyr. (Controlled Copyright) findet sich der Vermerk auf Platten mit geschützten Werken von Autoren, deren Rechte nicht stellvertretend durch eine der Verwertungsgesellschaften wahrgenommen werden.

Gruß
Klaus
Nach oben
gramofan
Mo Jul 30 2018, 16:45
Dabei seit: Sa Okt 01 2011, 20:32
Wohnort: bei Berlin
Einträge: 884
krammofoon schrieb ...

ich wollte eigentlich nur bzgl. der seltsamen Aufteilung 2/3 zu 1/3 anfragen. Quasi eruieren, ob da eine Art Joint-Venture vorlag ;-)


Das Nahleliegendste scheint mir, dass Komponist und Texter nicht durch dieselbe Urheberrechtsgesellschaft vertreten wurden und daher entsprechend gequotelt wurde.
Nach oben
Webseite
Polyfar41
Di Jul 31 2018, 10:51
Dabei seit: Fr Feb 24 2017, 11:27
Wohnort: Frankfurt am Main
Einträge: 9
Hallo Georg,
ich bin der Aufnahme mit den Ink Spots mal nachgestiegen und habe dabei folgende Details gefunden:

1. "To each his own" stammt (siehe Etikett) von dem Autorenteam Jay Livingston und Ray Evans. Sie standen von 1945 bis 1955 bei der Filmfirma Paramount in Hollywood unter Vertrag und schrieben das Lied 1946 als Titelmelodie für einen gleichnamigen Film mit Olivia de Havilland.

2. Der Rechteinhaber des Liedes ist die Paramount Music Corporation, vertreten durch die ASCAP (= American Society of Composers, Authors and Publishers) in New York, also eine Organisation vergleichbar z.B. mit BIEM oder GEMA.
Das scheint allerdings nur für die USA zu gelten, denn:

3. Die originale 78er US-Decca 23615 ( Mx. L4226) zeigt auf dem Etikett kein Copyright, die spätere 45er US-Decca 9-23615 (Mx 45-L4226) nennt Paramount Music Corp. / ASCAP.

4. Die engliche Brunswick 78er 03757 (Mx. WL.4226) dagegen nennt die englische Viktoria Music Publ. Co. Ltd. auf dem Etikett.

5. Auf Deiner oben abgebildeten niederländischen Decca M-32404 (Mx. WL 4226) teilen sich offenbar der Musikverlag Chappell und BIEM die Rechte.Wo aber nun genau der Grund für das Splitting zu suchen ist, kann ich leider auch nicht beantworten.

Der Fall beweist nur eines: dass die Urheberrechte für einen Titel nicht weltweit durchgängig von einer Organisation oder einem Musikverlag gehalten werden, sondern von Land zu Land in anderen Verlagen oder Abrechnungs-Gesellschaften beheimatet sein können.

Viele Grüße
Klaus

Nach oben
 

Forum:     Nach oben