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Foren > Grammophone > Schalldosen
offenes Bild einer HMV No.4 Schalldose
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Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, Der_Designer
Autor Eintrag
Hedensö
Sa Nov 19 2016, 07:59

Dabei seit: Fr Jan 06 2012, 11:09
Einträge: 903
So, ich habe mal eine alte ausgewechselte Originaldichtung gemessen. Es ist eine zusammenhängende Dichtung in Form eines U, wo die Membran eingeschoben wird.

Die Orignaldichtung ist max. 4mm stark. Das bedeutet, deine verwendeten Dichtungen mit jeweils 2,5 mm sind zu dick.
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Shellady
Sa Nov 19 2016, 23:11
Dabei seit: So Sep 11 2016, 10:34
Wohnort: München
Einträge: 108
Vielen Dank. Ich war heute in einem Bastelladen und habe mir 2mm starken Moosgummi gekauft. Werde dann morgen mal versuchen daraus eine Dichtung zu basteln und über das Ergebnis berichten.

LG Janka.
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krammofoon
So Nov 20 2016, 08:10
Schellack-Gnadenhof
Dabei seit: Mo Jun 27 2011, 20:47
Einträge: 1153
Moosgummi in Plattenform wird immer noch zu unnachgiebig sein.....

Ich verwende/meine sowas hier:

Link - Hier klicken

Material für unendlich viele Schalldosen, bei etwas mehr Recherche auch andersfarbig erhältlich und natürlich auch in anderen Dicken.

Ich habe diese Schnur z. B. in elfenbeinfarben/hellbeige und in dunkelgrau.... allerdings in 3 mm.

Georg
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veritas
So Nov 20 2016, 09:22
Dabei seit: Do Jun 28 2012, 17:52
Wohnort: Allgäuer Provinzpampa
Einträge: 457
Ich habe die Fotos mal mit meiner No. 4 verglichen. Bei den Dichtungen bin ich zwar auch der Meinung, daß 2,5mm zu dick sind, diesen Problemeffekt dürften sie aber nicht verursachen. Wird die Dichtung auf beiden Seiten verwenden und von der Schalldosenfassung zusammengedrückt, dann müssen sich beide Dichtungsseiten wieder in der Mitte treffen. Allerdings ist die Membran dann mehr festgeklemmt und gibt die unteren Frequenzen nicht mehr so gut wieder. Es wird "quäkender".

Auf den Fotos bin ich der Meinung, zu erkennen, daß der Steg am Arm Post (6), von welchem der Needle Arm (5) ausgeht, etwas verbogen ist - und zwar nach unten in Richtung der Rändelschraube.
Das verändert dann die gesamte Geometrie zur Nadel weg, sobal der Needle Arm mit der Membran verbunden ist.

Bei meiner No. 4 ist dieser Steg absolut gerade:


Ein sehr ähnliches Problem hatte ich erst kürzlich bei einer Exhibition, die ich für einen Freund repariert habe. Das Metall ist weich genug, daß es sich mit Gefühl (!!) und einer Zange nach Augenmaß wieder ausrichten läßt. Am besten ein Stück dünnes Leder oder normales Papier zwischen Zange und Stück legen, damit es nicht verkratzt.

Speziell für die No. 4 gibt es seit Jahren auch einen neuen Dichtungsring zu kaufen:
Inhalt, Bild oder Datei nur fuer angemeldete Mitglieder


Dieser sieht exakt aus wie das Original und wird um die Membran herumgelegt, da er ja aus einem Stück ist. Optisch sieht das nachher wirklich klasse aus.

Bessere Klangergebnisse habe ich allerdings mit einer Schaumgummi-Schnur gemacht. Sie hat genau die richtige Stärke um der Membran mehr Bewegungsfreiheit zu lassen. Ich war selbst überrascht, wie gut eine No. 4 klingen kann. Wenn Dich die mausgraue Farbe nicht stört, dann kann ich gern etwas davon im Briefumschlag zuschicken, einfach anmailen.

Deine No. 4 ist übrigens auch die wesentlich begehrtere Version aus Messing, die nur Anfangs für einige Zeit hergestellt wurde. Die meisten sind leider aus Zink und entsprechend aufgeblüht.
Die Rückseite scheint jemand mal im Übereifer blankpoliert zu haben. Die müßte eigentlich schwarz lackiert und die Schrift mit Goldfarbe ausgelegt sein:



[ Bearbeitet So Nov 20 2016, 09:25 ]
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veritas
So Nov 20 2016, 11:22
Dabei seit: Do Jun 28 2012, 17:52
Wohnort: Allgäuer Provinzpampa
Einträge: 457
Ich habe mir gerade den Link zur Moosgummi-Rundschnur angesehen. Das sieht exakt nach dem Material aus, das ich in meiner No. 4 mit exzellenten Ergebnissen verbaut habe.
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Shellady
So Nov 20 2016, 17:23
Dabei seit: So Sep 11 2016, 10:34
Wohnort: München
Einträge: 108
Nungut. Dann werde ich es wohl doch erstmal mit der Moosgummi-Schnur probieren. Für die Moosgummi-Platte findet sich eine andere Verwendung. Wenn die neue Dichtung dann drin ist, werde ich sehen, wieviel die Nadel dann noch schief steht und wieviel ich noch durch biegen ausgleichen muss.

Jetzt wo ich weiß, dass die Dose lackiert war, ärgert mich das noch mehr, dass sie so poliert ist. Und ich dachte der Verbrecher hätte 'nur' eine schöne alte Patina wegpoliert. Wenigstens sieht man dadurch das Messing besser ;) Irgendwie kommt mir es aber auch blöd vor die wieder neu zu lackieren und die Buchstaben nachzumalen. Insofern werde ich sie wohl so lassen wie sie ist.
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veritas
So Nov 20 2016, 19:51
Dabei seit: Do Jun 28 2012, 17:52
Wohnort: Allgäuer Provinzpampa
Einträge: 457
Gut, das ist jetzt Geschmackssache, aber ich würde das Rückteil wieder schwarz lackieren. Bei diesem einfach geformten Stück ist das denkbar simpel und schnell erledigt. Die Goldfarbe kann man auch weglassen. Bei sehr viele No. 4-Exemplaren ist davon auch nichts mehr zu sehen.

Das blanke Messing wird schnell anlaufen, besonders dort, wo man es angefaßt hat. Und dann schaut es leider nicht mehr schick aus. Aber wie gesagt, alles Geschmackssache.
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Shellady
Sa Nov 26 2016, 19:51
Dabei seit: So Sep 11 2016, 10:34
Wohnort: München
Einträge: 108
Hallo,
die Dichtungen sind angekommen. Vielen, vielen Dank Norman. Habe sie soeben eingebaut. Erst war ich skeptisch, da sie nicht viel dünner aussehen, als dievon mir gekauften, aber sie sind viel weicher und komprimierbarer, deswegen gehen sie viel besser rein und die Dose lässt sich ohne viel Gewalt gut dicht zusammenschrauben.

Die Nadel steht leider immernoch schief und mein erster Versuch den Nadelträger an der von dir markierten Stelle geradezubiegen ist leider erfolglos. Das bewegt sich keinen Millimeter. Zum weiteren Biegeversuch müsste ich den Nadelträger wohl ausbauen, weil ich sonst Angst habe die Dose/Membran kaputt zu machen. Geht der denn auszubauen? Oder könnte man mit Temperatur dasMetall weicher machen? (ich weiß, heikle Sache)

Grüße,
Janka.

[ Bearbeitet Sa Nov 26 2016, 19:52 ]
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veritas
So Nov 27 2016, 19:40
Dabei seit: Do Jun 28 2012, 17:52
Wohnort: Allgäuer Provinzpampa
Einträge: 457
Schön, daß die Dichtungen gut angekommen sind. Zu hartes Material habe ich leider schon recht oft gesehen. Das wird auch hin- und wieder sogar von einigen Händlern angeboten. Wenn es überhaupt paßt, dann nur mit klanglichen Abstrichen. Gegenüber dem steinharten Originalgummi hat man dann aber nichts gewonnen.

Ja, der Nadelträger muß dafür unbedingt ausgebaut werden. Das war auch bei der Exhibition so. Sonst riskierst Du auf jeden Fall eine Beschädigung. Bei den No. 4ern aus Zink ist das ggf. eine heikle Sache, bei Deiner Messing-Version ist das aber eine recht sichere Sache.

Die Schrauben lassen sich von beiden Seiten lösen, nachdem die Sicherungsmuttern auf der Innenseite gelöst hast. Dafür habe ich mir mal einen Satz kleiner Feinmechanikerschlüssel für kleines Geld gekauft. Das ganze müßte ein Stiftlager sein, wenn ich mich recht erinnere.

Nach dem Wiedereinbau müssen diese Lager so leichtgängig wie möglich sein, aber nicht locker. Ideal ist eine Freigängigkeit ähnlich eine mechanischen Feinwaage, ohne daß der Träger sich mit der Hand gegen die Lager bewegen läßt. Mit etwas harzfreiem Öl sollte man nachhelfen.

Und wie gesagt, klanglich habe ich damit wirklich hervorragende Ergebnisse.
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Shellady
Sa Dez 24 2016, 11:05
Dabei seit: So Sep 11 2016, 10:34
Wohnort: München
Einträge: 108
Pünktlich vor Weihnachten habe ich es endlich geschafft. Den Nadelträger auszubauen war kein Problem. Trotzdem habe ich es nicht geschafft ihn an der markierten Stelle zurechtzubiegen. Es hat sich einfach keinen Millimeter bewegt. Da ich nicht mit noch mehr Gewalt rangehen wollte, weil ich Angst hatte, dass dann etwas abbricht, habe ich den Nadelträger jetzt weiter vorn in Richtung Membranmitte gebogen. Sieht zwar nicht sehr professionell aus, aber die Nadel steht jetzt gerade und ist mir lieber als das was kaputt geht.



Der Klang hat sich dadurch enorm verbessert. Die klingt jetzt richtig gut :) Gerade noch pünktlich, denn heute nachmittag unternimmt mein Grammo samt überarbeiteter Schalldose eine Reise zu meinen Eltern, denn ich habe irgendwo auf dem Trödel eine "Oh du fröhliche"-Platte ausgegraben.

In diesem Sinne frohe Weihnacht und nochmal vielen Dank für die Tips und besonders Norman für die Dichtungen.
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