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Foren > Firmengeschichte, Labels, Hüllen, und Matrizen > Im Studio/Aufnahmeorte
VOX
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, DGAG, Der_Designer
Autor Eintrag
Grammophonteam
So Aug 04 2013, 11:42 Druck Ansicht
Seitenbetreiber

Dabei seit: So Sep 04 2011, 14:54
Wohnort: In den tiefen des Netzes ;)
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Ette im Aufnahmestudio der VOX



Hinter Ette ist eine Rahmenantenne sowie ein (unbekanntes) elektrisches Messgerät zu erahnen (Es könnte sich aber auch um eine Uhr handeln). Möglicherweise sieht man hier nicht das Bild einer Aufnahmesitzung, sondern eine Radiosendung aus dem VOX-Haus.
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Rundfunkonkel
So Aug 04 2013, 15:26
Dabei seit: So Jul 03 2011, 16:48
Wohnort: Umkreis Köln
Einträge: 1080
Das sieht mir aus wie so ein Instrument:


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jitterbug
Mo Jun 22 2015, 20:03
Dabei seit: Mi Mär 27 2013, 16:49
Wohnort: Berlin
Einträge: 381
"...das zeigt unser Bild des neuen Aufnahmeraumes der VOX im Hause Potsdamer Straße 39a..."
(VOX-Nachrichten, 3. Jahrgang / 3. Heft März 1928)



Es wird in dem Text auf einen zweiten Aufnahmeraum in der Steglitzer Straße 27 hingewiesen. Dabei handelt es sich sicherlich um die heutige Pohlstraße in Tiergarten, in deren Nachbarschaft, der parallelen Lützowstraße, bereits zwei Aufnahmeräume der Deutschen Grammophon lagen: das eine Gebäude in der Nähe des Magdeburger Platzes steht heute noch, das andere an der Flottwellstraße, ist im Kreg zerstört worden.

Hier eine Bildausschnitt-Vergrößerung des Mikrophons, das auf einem Ständer schräg hinter dem Klavier platziert ist



[ Bearbeitet Mo Jun 22 2015, 20:10 ]
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Grammophonteam
Mo Jun 22 2015, 20:46
Seitenbetreiber

Dabei seit: So Sep 04 2011, 14:54
Wohnort: In den tiefen des Netzes ;)
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Aufnahme bei Vox.
(1927)

Aufnahme bei Vox. Nicht in einem der eigens konstruierten Aufnahmeräume, sondern in einem akustisch geeigneten Saal in der Potsdamer Straße. Die Schallplatte unterliegt, wie die Musik, Geschmacksrichtungen. Man wünscht heute einen großen, einen hallenden Ton. Einen Ton, der echt und kultiviert, nicht laut und doch klar wirken soll. Dies zu erreichen, wendet man sich, bei Orchesterausnahmen dem Saal zu. Es ist schwer, zweckdienliche Räume zu finden. Der Vox ist dies gelungen. Jeder Saal aber muß den Anforderungen entsprechend „frisiert" werden. Da, wo das Orchester sitzt, hat man den Saal künstlich durch eine Überspannung erniedrigt. Unter dieser Überdachung, die nicht lückenlos ist, sitzt das Orchester. In einem angrenzenden Raum steht der Aufnahmeapparat.


Es ist etwas Geheimnisvolles um die Schallplatte. Da steht ein merkwürdig einfach und doch wieder merkwürdig verzwickt aussehender Apparat, der mir einem Schalltrichter verbunden ist. Das Orchester probt die Begleitmusik zu dem Film „Weltkrieg". Marc Roland, der Komponist, der seinerzeit auch die Musik zum „Fridericus Rex" geschrieben hat dirigiert persönlich. In einer seltsam eindringlichen Weise. Temperamentvoll. Mit Fingerspitzengefühl. Er unterbricht, nimmt nochmals durch, verbessert, feilt. Dann kommt eine Probeaufnahme. Absolutes Schweigen herrscht. Der Mann im weißen Kittel am Aufnahmeapparat gibt das Zeichen. Das Orchester setzt ein. Und während auf dem Aufnahmeapparat die Wachsplatte kreist, gräbt die Steinnadel Linien und Kurven in das geschmeidige Wachs, gibt jeder leichten Schwingung der Töne nach und spinnt dabei ganz feine Wachsfäden, so fein, daß sie bei leiser Berührung zerfallen. Der Aufnahmevorgang sieht denkbar einfach aus. Technisch. Aber wenn sich auch technisch aller so leicht erklären läßt, daß es selbst dem Laien leicht begreiflich ist — ein Wunder bleibt es doch.


Die Probeaufnahme ist vorbei. Sofort erfolgt, unmittelbar von der Wachsplatte, die Probewiedergabe. Der Komponist steht am Schalltrichter, der Aufnahmeleiter der Vox, ferner Professor Karpilowski, der große Geiger und sympathische Mensch. Es hat nicht alles geklappt. Der Komponist ist nicht ganz zufrieden. Hier herrscht die Geige zu sehr vor, an jener Stelle klinge die Hörner zu schrill. Es wird wieder geprobt. Endlich erfolgt die endgültige Aufnahme. Die Musik setzt ein. Eine Musik, die mehr ist als die Vertonung eines Schlachtengemäldes, eine Musik, die eine Schicksalstragödie gibt. Die Aufnahme ist geglückt, ist musikalisch und technisch einwandfrei. Eine neue hervorragend Voxplatte ist geschaffen, die viele Freunde finden wird.






1926/27



Der kritische Moment: Das Etté - Orchester, zum Einsatz für die Tanzaufnahme bereit.
Scherl´s Magazin, März 1927, S. 295


[ Bearbeitet Di Jun 23 2015, 18:46 ]
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Arto
Mo Jun 22 2015, 22:18
Dabei seit: Di Jan 07 2014, 01:33
Wohnort: z.Z. Dänemark
Einträge: 186
Ach, wie schön: zwei Bilder von derselben Etté-Sitzung: vor und während?
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