Automatic translation in English

‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾

‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾

‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾

‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾


Grammophone in BildernGrammophongalerie


International Gramophone Board
Participate?

Foren

Foren > Künstler > Refrainsänger
Paul Dorn
Wechsle zur Seite   <<      
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, DGAG, Der_Designer
Autor Eintrag
Formiggini
Di Sep 23 2014, 14:29


Dabei seit: Di Dez 28 2010, 19:20
Einträge: 1759
Ich hatte nun das große Glück, und auch Vergnügen, mit dem Sohn von Paul Dorn sprechen zu können.

Inhalt, Bild oder Datei nur fuer angemeldete Mitglieder


Wir werden in der nächsten Zeit die zahlreichen Dokumente und Bilder die uns der Sohn dankenswerterweise zur Verfügung stellt in einem umfangreicheren Artikel veröffentlichen. Auf die kürze zu unserem "großen Unbekannten":

Paul Kurt Dorn (definitiv nicht Hagedorn - hier lachte der Sohn herzlich...) wurde am 17. März 1905 in Leipzig / Stötteritz geboren. Sein Vater Paul Dorn (Senior) war zunächst Telegraphist, später Beamter bei der Post (Telephon).

Paul Dorn erlernte Geige, spielte aber auch gelegentlich Schlagzeug in Leipziger Kapellen und sang. 1930 heiratete er (in Leipzig) die Musikerin Elisabeth Willmann. Kurz nach der Heirat zog das Ehepaar nach Berlin. Dort lebten sie zunächst in der Stadt, kauften sich dann aber ein Grundstück in Teltow. Hier wuchsen auch seine beiden Kinder auf.

Bereits Anfang 1940 wurde Paul Dorn zur Wehrmacht eingezogen. Er wurde dort in der Truppenbetretung eingesetzt. Der Sohn erinnert sich auch noch an Besuche beim Vater, als dieser (im heutigen Polen) in Gefangenenlagern vor polnischen und russischen Soldaten auftrat. Nach Berlin kam Paul Dorn nur noch zum Heimaturlaub. In diesem Zuge entstanden dann im Juni 1942 die letzten Aufnahmen zusammen mit dem Orchester Fud Candrix.

Im weiteren Kriegsverlauf wurde Paul Dorn nach Russland abgezogen. Seine Familie sah er ab diesem Zeitpunkt nicht mehr. Im Frühjahr 1945 befand sich der Soldat Paul Dorn in Danzig. Hier starb er vermutlich im März 1945 bei der Bombardierung der Stadt. Die Familie wurde von der Wehrmacht nie über den Tod informiert. Nach dem Krieg schrieb der Witwe ein polnischer Pfarrer, dass er den Soldaten Paul Dorn in der Nähe Danzigs beerdigt hat. Die Grabstätte ist der Familie nicht bekannt.

[ Bearbeitet So Sep 28 2014, 12:59 ]
Nach oben
Webseite
Formiggini
Fr Sep 26 2014, 17:47


Dabei seit: Di Dez 28 2010, 19:20
Einträge: 1759


Paul Dorn mit seinem Sohn im Winter 1940
Nach oben
Webseite
Formiggini
So Sep 28 2014, 13:11


Dabei seit: Di Dez 28 2010, 19:20
Einträge: 1759
Der nachträglich (1946) ausgestellte Todesschein gibt den 29. März 1945 als Sterbedatum an. Nach dem Sohn wurde dieses Datum jedoch anhand der Karte des polnischen Pfarrers geschätzt.



"Kurt Paul Dorn... in Gdingen (Gdynia) Regierungsbezirk Danzig seinen Kriegsverletzungen erlegen."

Vermutlich versuchte Paul Dorns Einheit in der Hafenstadt Gdingen (Gdynia) über die Ostesee der Bombardierung zu entkommen.


(Karte 1937)
Nach oben
Webseite
Calle
So Sep 28 2014, 13:33
Dabei seit: Mo Apr 18 2011, 10:57
Wohnort: Emmerich am Rhein
Einträge: 276
Gdingen, auch Gotenhafen genannt, war indertat eine Hafenstadt....
Nach oben
Odeon89
Mo Jan 14 2019, 20:53
Dabei seit: Di Mär 22 2011, 12:19
Einträge: 329
Formiggini schrieb ...

In diesem Zuge entstanden dann im Juni 1942 die letzten Aufnahmen zusammen mit dem Orchester Fud Candrix.


Kleine Korrektur: Die Candrix-Aufnahmen vom 24. Juni 1942 sind nicht Paul Dorns letzte Tätigkeit für die Telefunken geblieben.

Dorns letzte tagesgenau datierbaren Aufnahmen entstanden am 13. Juli 1942 in Berlin mit dem Tanzorchester Adalbert Lutter:




[ Bearbeitet Di Jan 15 2019, 21:08 ]
Nach oben
Wechsle zur Seite   <<       

Forum:     Nach oben