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Tempo Elite
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Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, DGAG, Der_Designer
Autor Eintrag
brillantspecial
Mo Aug 01 2011, 15:29
Gast
Hab die Platte mal eingestellt:





[ Bearbeitet Sa Feb 24 2018, 10:39 ]
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Herold38
Mo Aug 01 2011, 15:46
Gast
Vielen Dank, Frank!

Ja, das ist sehr aufschlußreich. Die Platte ist sehr selten. Mir fehlten bisher ohnehin noch die Angaben zur 4277.
Danke nochmals!

[ Bearbeitet Di Jun 26 2012, 14:14 ]
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Herold38
Mo Aug 01 2011, 16:15
Gast
Hallo, hier noch mal ich und noch etwas zu den...

Tempo-Elite-Platten:

Ja, das sind alles Nachkriegspressungen, egal, ob dort "Elite" mit draufsteht oder nicht und ob das Etikett nun schwarz-weiß oder weiß-schwarz ist.

Ich habe jetzt noch mal nachgelesen:
Nach 1945 durfte der ehem. "Tempo-Chef" Otto Stahmann in seiner eigenen Fabrik in Babelsberg (aus politischen Gründen und weil er nur eine britische Lizenz hatte) nicht mehr produzieren.

Er wich aus in eine Firma Kybarth, die in Ehrenfriedersdorf seit den 20er Jahren Lohnpressungen vornahm und ließ dort seine Tempo-Elite-Platten pressen. Nach kurzer Zeit pachtete er die Fabrik und produzierte noch solange, bis ihm auch dort die Produktionslizenz entzogen wurde. Dann hatte er es im Osten satt, nahm einige Matrizen mit und zog nach München. Dort begann er noch mal neu mit seinen Tempo-Platten und einer Bestellnummern-Serie 3500.
(Für die ersten Platten wurden noch einige Altmatrizen verwendet).

Wo er nun seine ersten "West-Platten" produzieren ließ, weiß ich jetzt auch nicht. Wenn es bei "Pallas" in Diepholz gewesen sein sollte, dann erst ab 1948, denn die Firma wurde erst in dem Jahr gegründet. Es gibt sie auch heute noch - siehe hier:

Link - Hier klicken

((Bitte nicht verwechseln: Die Plattenmarke "Pallas" gab es schon um 1932, auch mit diesem Logo. Diese Marke gehörte aber damals zum sehr unübersichtlichen Clausophon-"Geflecht")).

In seinem ehemals eigenen Werk in Babelsberg wurden gleich nach Kriegsende die Maschinen demontiert und vieles weggeschleppt. Mit dem Rest versuchten dann neue Leute eine neue Produktion anzukurbeln. Hier hing auch Ernst Busch mit seinen "Radiophon"- und "Lied der Zeit"-Platten maßgeblich mit drin.

Die allerersten Amiga-Platten wurden noch mit vorgefundenen alten Tempo- und anderen Matrizen gepresst und hatten das bekannte schmutzig-rot/weiße Etikett. Die Bestellnummern liefen von 1000 bis 1074 und stellten ein totales Chaos dar (Es stand mal dieses mal jenes drauf)
Erst ab Bestellnummer 1100 gab es Amiga-Neuaufnahmen zu hören.

Soviel vielleicht das Wichtigste in Kurzfassung.

[ Bearbeitet Sa Feb 24 2018, 10:41 ]
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brillantspecial
Mo Aug 01 2011, 16:24
Gast
Na, das war doch sehr informativ für mich, danke dir.
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Formiggini
Sa Sep 10 2011, 18:08


Dabei seit: Di Dez 28 2010, 19:20
Einträge: 1758
Hier noch eine interessante Tempo Elite Platte.

Zunächst aber diese AMIGA Platte, eine Brillant Matrize:



Nun fand ich eine Tempo Elite, mit der gleichen Einspielung, allerdings mit dem falschen Etikett - dieses ist auf beiden Seiten gleich!




Hinter dieser "Dolly" versteckt sich wirklich "Wenn ich vergnügt bin" mit Peter Igelhoff. Unter dem Label ist noch die Bestellnr. der Brillant-Special 522 mit Mx 1084 zu sehen:





Auf der anderen Seite ist dann auch "Ich tanz mit Fräulein Dolly Swing"
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Webseite
Gast
Sa Okt 29 2011, 17:09
Gast
Hier wie angekündigt eine Muster- oder Testplatte der TEMPO/Stahmann aus den Kriegsjahren.

Musikalisch kann ich keinen Unterschied zu der veröffentlichten Platte feststellen.

Im Klang ist die Testplatte etwas "präsenter", als ob mit höherem Pegel aufgenommen wurde. Mindestens klingt sie gut.

Ein Unterschied zu der Platte mit dem Violett-Etikett kann ich nur an der Matrizennummer erkennen. Die weiße Scheibe hat 1637...1 als Matr.-Nr, bei der Violetten findet sich nur 1637 (ohne ...1)
Die Rückseite (Für eine Nacht oller Seligkeit) zeigt gar keine Matr.-Nr, weder am Rand noch unter dem Etikett.

Vielleicht kann ja jemand von Euch mal mit dem Bestand vergleichen ?

Gruß, Nils


[ Bearbeitet Sa Okt 29 2011, 17:44 ]
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Rundfunkonkel
So Okt 30 2011, 21:36
Dabei seit: So Jul 03 2011, 16:48
Wohnort: Umkreis Köln
Einträge: 1088
Hallo zusammen,

kurz ein Zitat: "Die allerersten Amiga-Platten wurden noch mit vorgefundenen alten Tempo- und anderen Matrizen gepresst und hatten das bekannte schmutzig-rot/weiße Etikett. Die Bestellnummern liefen von 1000 bis 1074 und stellten ein totales Chaos dar (Es stand mal dieses, mal jenes drauf)
Erst ab Bestellnummer 1100 gab es Amiga-Neuaufnahmen zu hören."

Hierzu mal eine herausgekramte Platte:



<div class='spacer'></div>

<div class='spacer'></div>


Ist dies eine Nachpressung von alten Matrizen? Wenn ja, wer hat die originale Platte hiervon?

Grüße

Rundfunkonkel
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snookerbee
So Okt 30 2011, 22:21
"Urgestein"

Dabei seit: Fr Apr 15 2011, 20:12
Einträge: 1787

@Rundfunkonkel: Das ist definitiv eine Amiga-Eigenaufnahme. Erfolgt ca. Sommer 1948. Die Künstlernamen entsprechen den tatsächlich an der Aufnahme beteidigten Musikern.

Die Fremdmatrizen aus Altmaterial gab es NUR von Bestell-Nr. Am 1001 bis Am 1075, soweit bisher nachgewiesen.


[ Bearbeitet Mo Mär 26 2012, 21:54 ]
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Rundfunkonkel
Mo Okt 31 2011, 09:02
Dabei seit: So Jul 03 2011, 16:48
Wohnort: Umkreis Köln
Einträge: 1088
Hallo Snookerbee,

deswegen auch meine Frage; die Platte liegt nämlich mit AM1066/AM1067 darunter!

Grüße,

Rundfunkonkel
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Gast
Mo Okt 31 2011, 10:47
Gast
Bitte nicht die BESTELLNUMMER mit der MATRIZENNUMMER verwechseln.

Pressungen aus Tempoaltbestand haben 1000er BESTELLNUMMERN.

Die rote Amiga hat aber (zufällig) MATRIZENNUMMERN mit tausendund...

Gruß, Nils
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snookerbee
Mo Okt 31 2011, 10:48
"Urgestein"

Dabei seit: Fr Apr 15 2011, 20:12
Einträge: 1787

In der Diskografie, die mir vorliegt, werden die Bestellnummern immer mit der Bezeichnung "Am" angegeben, was natürlich zur Verwechslung mit der Matrizennummer "AM" führen kann. Diese Erlärung hatte ich vergessen.

Bitte verwechsle in vorliegenden Fall also nicht Matrizennummer und Bestellnummer. Die Zeichenfolge (mit großgeschriebenen Buchstaben) AM1066 ist nicht die Bestellnummer. Das ist die Matrizennummer und sie steht auch so im Plattenauslauf.

Aber bei Amiga wird immer das Wort "BESTELL-NR." extra auf der rechten Seite des Labels angegeben. Und nur die Zeichen darunter sind für die Identifizierung als Fremdmaterial von TEMPO u.a. ausschlaggebend. Die Fremdmatrizen aus Altmaterial gab es nur von Bestell-Nr. 1001 bis 1075.

Zu denEtiketten von AMIGA hier noch Ergänzungen:

Link - Hier klicken

Zum Bestellnummernsystem:

Link - Hier klicken

[ Bearbeitet Mo Mär 26 2012, 21:48 ]
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Rundfunkonkel
Mo Okt 31 2011, 11:40
Dabei seit: So Jul 03 2011, 16:48
Wohnort: Umkreis Köln
Einträge: 1088
Schade... :). Das ist aber auch verwirrend bei gleicher Benennung. Hat denn 40/1A bzw. 40/1B etwas zu bedeuten? 1 heisst für mich etwas frühes...

Edit: habe unter AMIGA/ETERNA die Tabelle mit den Nummerierungen gefunden, welche mir weiterhilft. Danke!

Gruß

Rundfunkonkel

[ Bearbeitet Mo Okt 31 2011, 11:51 ]
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snookerbee
Mo Okt 31 2011, 12:43
"Urgestein"

Dabei seit: Fr Apr 15 2011, 20:12
Einträge: 1787

@Rundfunkonkel: Wir kommen hier ganz schön in den Off-Topic-Bereich. Ich werde einen Vermerk an geeigneter Stelle zum hiesigen Eintrag anbringen.

40/1 ist einfach die erste Platte der 40er-Serie. Die Buchstaben A und B bedeuten wohl Vorder- und Rückseite. Die 40er und 1 40 000er Serie (rotes Etikett) enthielt mehr konzertante Unterhaltungsmusik und Folklore. Das schließt auch den Tango ein, wie in Deinem Fall. Die 50er und 1 50 000er Serie (blaugrün) ist mehr von swingender Tanzmusik und Schlager geprägt.

Die Zuordnung einzelner Musikstile zu bestimmten Nummernserien ist allerdings bei Amiga schlecht nachvollziehbar, ja manchmal willkürlich. Aufnahmen des Amiga-Tango-Orchester sind beispielsweise in der 900er Serie ebenso zu finden wie in der 40er, 50er und 1 50 000er Serie. Ich bin da einfach noch nicht durchgestiegen!

Einige wichtige Künstler erhielten von Amiga ab 1952 bestimmte Bestellnummernbereiche zugeordnet. Da aber bald die Nummern nicht mehr ausreichten, wurde diese Vergabepraxis wieder eingestellt.

Die hier aufgelisteten Bestellnummernserien sind schwer zeitlich konkret einzuordnen. Das geht leider nur über die Matrizennummer. Die Amiga-Diskografie gibt als Faustregel an.

Übergang von Serie 1100 zu 50/x im April 1952
40/x lief wohl parallel zu 50/x.
Übergang von Serie 50/x zu 1 50 000 im Laufe des Jahres 1956
1 40 000 lief wohl parallel zu 1 50 000.


[ Bearbeitet Mo Mär 26 2012, 21:47 ]
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snookerbee
So Mai 13 2012, 15:52
"Urgestein"

Dabei seit: Fr Apr 15 2011, 20:12
Einträge: 1787

Ist das eine Nachkriegspressung mit alten Etiketten oder der Restbestand einer älteren Pressung? Der Schellack jedenfalls glänzt ganz frisch im Gegensatz zu mancher Kriegs-Tempo.


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Gast
So Mai 13 2012, 16:42
Gast
Hallo,
ob die Platte aus Altbestand ist, kann man natrlich schwer sagen, aber es steht fest, daß das Etikett aus den alten Beständen ist.
Diese "Elite" entstanden ja für eine kurze Weile in der Nachkriegszeit und waren angeblich hauptsächlich für die Besatzer.

Selbstverständlich kann auch die Platte aus der Kriegszeit sein und wurde mit dem Elite-Aufkleber versehen. (Wie oft geschehen bei Grammophon oder Electrola)

Es gibt ein hellbraunes Tempo-Eliteetikett. Da ist das Pressmaterial auffallend und besonders schlecht.

Am besten ist das Material bei den weißen Tempo-Eliteetiketten.
Bei Schwarzetikett so mittelmäßig.

Das sind subjektive Beobachtungen von mir. Offenbar fallen die Etikettenfarben bei Elite in unterschiedliche Herstellungszeiten.
Bei den Hellbraunen habe ich den Eindruck, als ob wahllos Altmaterial zerschreddert wurde, sein es Titel, die man nach Mai 1945 nicht mehr verkaufen konnte, aber noch im Lager hatte.

Bei Deiner Platte hier würde ich sagen: Alter Lagerbestand !

Gruß, Nils
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snookerbee
So Mai 13 2012, 16:58
"Urgestein"

Dabei seit: Fr Apr 15 2011, 20:12
Einträge: 1787

Ich denke auch, daß es eine Platte aus dem Lager war. Komisch, daß der ELITE-Aufkleber keine Zensurnummer hat, wie es z.B. bei Electrola-Altplatten gemacht wurde, die nach 1945 mit Klebezettel erschienen.

Was ich hier noch interessant finde, ist, daß hier eine Sängerin mit recht charakteristischer Stimme singt, die nicht erwähnt wird. Es klingt etwas nach Zahra Leander. Gloria Astor ist es glaube ich nicht. Ich werde die Platte mal fürs Tagebuch präparieren.

Gruß
Claus

[ Bearbeitet So Mai 13 2012, 17:00 ]
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WalterSchwanzer
So Nov 15 2015, 15:22
Dabei seit: Mo Dez 08 2014, 12:34
Wohnort: Rohrendorf
Einträge: 441
hier eine Tempo Platte mit Datum 21.05.54, also eine Nachkriegsplatte

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