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Foren > Firmengeschichte, Labels, Hüllen, und Matrizen > Hüllen > Hüllen W-Z
Wuton
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, Der_Designer
Autor Eintrag
bavariola
Mo Dez 23 2013, 17:18 Druck Ansicht
Dabei seit: Sa Jan 12 2013, 00:38
Einträge: 130
Hallo miteinander!

Als Huellen-Liebhaber freue ich mich naturgemaess jedes Mal, wenn mir etwas Ungewoehnliches in die Hand faellt. Neulich war es diese Huelle: Wuton.
Inhalt, Bild oder Datei nur fuer angemeldete Mitglieder

Eine Platte war nicht mehr darin, aber das ist kein Drama, denn ein gesprochener Brief enthielte mit Sicherheit ohnehin nichts, was mich auch nur am Rande interessieren wuerde. Erfreulicherweise weist die Huelle so gut wie keine Gebrauchsspuren auf, und insbesondere wurde sie als Briefumschlag, als der sie konzpiert wurde, nicht genutzt (uebriggebliebener Lagerbestand?). Auf der Rueckseite ist die Huelle unbedruckt, hier hat sie eine grosse Lasche zum Zukleben, auch dies nach Art eines Briefumschlages, jedoch ohne Gummierung. Die Groesse ist passend fuer 25-cm-Platten.

Zur Beachtung: Ich habe bisher darauf verzichtet, meine Bilddateien mit einem Wasserzeichen zu schuetzen, denn dadurch werden sie in aesthetischer Hinsicht unansehnlich bis unbrauchbar, und ich wuerde auch weiterhin gerne so verfahren. Umso mehr bitte ich die werten Leser/Nutzer, sollten sie beabsichtigen, meine Bilddateien weiterzuverwenden (gleichgueltig ob gewerblich oder nicht), zuvor mit mir Ruecksprache zu nehmen (PN), zumal ich, sollte ich erstmalig meine Arbeiten an anderer Stelle (Dissertation, Chronik, Fachbuch oder was auch immer) wiederfinden, augenblicklich die unschoene Wasserzeichen-Methode verwenden oder - was wahrscheinlicher ist - meine Arbeit konsequent ganz einstellen wuerde, und das ginge dann zu Lasten aller. Ich bitte um Verstaendnis und Beachtung. Herzlichen Dank!

Beste Gruesse an alle!
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Limania
Mo Dez 23 2013, 17:25
Dabei seit: Mo Mai 21 2012, 15:14
Einträge: 1093
bavariola schrieb ...


Eine Platte war nicht mehr darin, aber das ist kein Drama, denn ein gesprochener Brief enthielte mit Sicherheit ohnehin nichts, was mich auch nur am Rande interessieren wuerde.


Mich hätte nun gerade das interessiert
Tolle Hülle für's zeigen

LG Limania
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Tulipan
Mo Dez 23 2013, 18:18
Dabei seit: Mi Nov 09 2011, 13:18
Einträge: 7
Gratulation zur der schönen Hülle!
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berauscht
Mo Dez 23 2013, 20:14
"Urgestein" Autor/Moderator

Dabei seit: Mi Jan 06 2010, 21:59
Einträge: 1331
Inhalt, Bild oder Datei nur fuer angemeldete Mitglieder
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Limania
Mo Dez 23 2013, 20:38
Dabei seit: Mo Mai 21 2012, 15:14
Einträge: 1093
@berauscht, danke für den Link :-)

LG Limania
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jitterbug
Di Dez 24 2013, 13:26
Dabei seit: Mi Mär 27 2013, 16:49
Wohnort: Berlin
Einträge: 356
Sehr schön bavariola, danke für die Hüllenabbildung als Weihnachtsgeschenk!

Ich vermute, dass die Hüllen regional unterschiedlich gestaltet waren, ähnlich wie bei Metallophon, handelt es sich um Folien zur Selbstaufnahme.

Diese wuton-Folien waren aus gelblichem, transparentem Material, gerne auch von Zeitzeugen als "Gelatine" bezeichnet, was ich aber bei den mir vorliegenden Exemplaren nicht vermute. Meine Platten stammen aus der Kriegszeit und sind Umschnitte skandinavischer Swingaufnahmen, die in Deutschland nicht erhältlich waren.

Zu einem späteren Zeitpunkt fand ich auf einem Berliner Trödelmarkt noch drei weitere Folien, von denen zwei mit Etiketten versehen sind, die neben den Titeln "American Patrol"/"High Tide" und "Abends, wenn ich schlafen geh'"/"Die Männer sind schon die Liebe wert" die Bezeichnung "5 Swing-sters" tragen.

Die dritte - unbeschriftete - Folie brachte dann die Lösung dank einer Ansage:
"Sie hören Alexander Spychalski, Piano, Lothar Noack, Klarinette und Saxophon, Johannes Rediske, Gitarre, Georg Tuffner, Bass und Lothar Bremer, Schlagzeug, mit 'Sent For You Yesterday'..." Und dann wird vom besten gejammt! In Reclams Jazz-Lexikon wird übrigens angegeben, dass das Rediske-Quintett zunächst unter dem Namen "5 Swingsters" auftrat.

Ein Anruf bei Lothar Noack, der damals noch als aktiver Musiker in Berlin lebte, brachte die Aufklärung: Im November 1947 hatte das Johannes-Rediske-Quintett sein erstes Engagement für die US-Truppen in München, Mit einem Holzvergaserbus begann die beschwerliche 3-Tage-Reise, die bei den Eltern von Georg Tuffner in Stuttgart unterbrochen wurde und zu einer Aufnahmesession im elterlichen Schlafzimmer führte, da dort ein Aufnahmegerät und ein paar Folien vorhanden waren. Man wollte kontrollieren, ob man auch anständig genug für die anspruchsvollen Amerikaner spielte...

Lothar Noack war sehr überrascht, diese Aufnahmen, die ich ihm auf Cassette überspielt hatte, zu hören: Weniger die Aufnahmequalität als der historische Wert dieser allerersten Aufnahmen, die das Rediske-Quintett je machen konnte, beeindruckten ihn.

Der Titel "High Tide" von Count Basie wurde - ebenso wie "American Patrol" - ein paar Jahre auf Industrieschallplatte Brunswick, bzw. Odeon, in modernisiertem Arrangement wiederholt, dann mit dem amerikanischen Schlagzeuger Joe Glaser.

Unten eine wuton-Platte, das Etikett zu einer der Rediske-Aufnahmen, Schneidstichel-Briefe vom Musikhaus Walter Talbot in der Leipziger Straße, Berlin, und leere Etiketten, die hier allerdings anders als die auf den Platten benutzten aussehen.



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