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Foren > Künstler > Sänger und Sängerinnen - Klassik
Feodor Ivanovich Chaliapin
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Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, DGAG, Der_Designer
Autor Eintrag
Telraphon
Fr Mär 06 2020, 18:13
Dabei seit: Mo Apr 03 2017, 18:57
Einträge: 198
Die Händlerhülle ist von Julius Heinrich Zimmermann, einem aus Mecklenburg stammenden, bedeutenden Musikinstrumentenhändler und Verleger. Er war in Deutschland und Russland tätig und zum Beispiel Anfang der 1890er Jahre einer der Investoren in das Grammophon der Firma Kämmer, Reinhardt & Co. Interessant ist, dass die Hülle neben vier russischen Metropolen als Niederlassungen von Julius Heinrich Zimmermann auch ЯРМАРКА (Jahrmärkte) nennt.


Vielen Dank für diese hilfreichen und interessanten Informationen zum Händler - unglaublich, welche Verbindungen in die Grammophon-Geschichte sich bei einer solch einfachen Hülle auftun!
Zum Thema "ЯРМАРКА" - ich habe mich mittlerweile auch wieder etwas eingelesen, und mir eine russische Tastatur besorgt. Mir hat es einfach keine Ruhe gelassen, und ich wollte sehen, ob sich vielleicht ein Bild eines solchen - für Russland in der Zeit ja doch besonderen - Jahrmarktstandes finden lassen würde.
Ich denke aber mittlerweile auch dank der Hilfe eines Bekannten, dass damit in diesem Fall eventuell nicht Jahrmärkte genannt sind, sondern dass (auch, da auf der Hülle statt Kommas an jener Stelle Punkte sind) mit "нижегор. Ярмарка. " die damals recht berühmte Messe von Nischni Nowgorod gemeint sein muss.
Der Ausstellungspalast steht noch heute, und es wäre ja möglich, dass besagter Händler seine Geräte dort ausstellen durfte - und dies dann natürlich in seiner Werbung nannte. Zumindest existiert eine Werbepostkarte aus 1906, auf welcher vorderseitig besagter Messepalast und Rückseitig Werbung für Zimmermann abgebildet ist:









Wer solche Schallplatten von Chaliapin für 50 Cent verscherbelt dem ist nicht zu helfen ... Diese Aufnahmen von 1907 bis 1910 sind natürlich nicht so selten wie diejenigen von 1902, trotzdem bei Kennern immer begehrt und allemal soviel wert wie Caruso-Platten aus der Zeit.


Das war vielleicht etwas überspitzt geschrieben - allerdings sammle ich diese frühen Platten von Chaliapin (noch) nicht aktiv, und meine bisher vorhandenen Exemplare waren Zufallsfunde. Daher hätte ich ihn in diesem Falle persönlich und aufgrund der Tatsache, dass es halt keine ganz frühen Exemplare sind, in das Feld der "günstigeren" Klassikplatten eingeordnet, die ja bei vielen Händlern leider Kistenweise ohne große Beachtung stehen. Dass das eine vorschnelle Fehleinschätzung war, ist mir spätestens seit dem ersten Durchhören klar.

LG



[ Bearbeitet Fr Mär 06 2020, 18:17 ]
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DGAG
Fr Mär 06 2020, 18:53
Dabei seit: So Dez 31 2017, 12:30
Wohnort: Berlin
Einträge: 432
Telraphon schrieb ...

Ich denke aber mittlerweile auch dank der Hilfe eines Bekannten, dass damit in diesem Fall eventuell nicht Jahrmärkte genannt sind, sondern dass (auch, da auf der Hülle statt Kommas an jener Stelle Punkte sind) mit "нижегор. Ярмарка. " die damals recht berühmte Messe von Nischni Nowgorod gemeint sein muss.

Deine Schlussfolgerung macht absolut Sinn, denn ich konnte mir auch keinen Reim auf die "Jahrmärkte" machen und habe es auf mir unbekannte russische Vertriebswege geschoben.
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