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Foren > Firmengeschichte, Labels, Hüllen, und Matrizen > LABELKUNDE - Internationale Labels > Labels E-F
Fonotipia Label Italien Milano Schellack 27cm
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Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, Der_Designer
Autor Eintrag
Grammophonteam
Sa Nov 28 2015, 13:20
Seitenbetreiber

Dabei seit: So Sep 04 2011, 14:54
Wohnort: In den tiefen des Netzes ;)
Einträge: 2077




Fonotipia - Platten
(August 1906)

Vor einiger Zeit brachten wir unter der Rubrik "Phonokritik" eine Rezession der neuen ganz einzig in ihrer Art dastehenden Fonotipia-Orchester-Platten, welche von einer 90 Mann starken italienischen Marine-Kapelle erzielt sind. Unsere Leser finden nebenstehend die Gruppen - Aufnahme dieser Kapelle, welche zum ersten Mail in einer solchen Stärke es unternommen hat, Platten zu bespielen.

Wenn man bedenkt, daß in einer einzigen Wellenlinie auf der Platte jeder einzelne Ton der neunzig Instrumente enthalten ist und durch die Schalldose tatsächlich wieder zu Gehör gebracht wird, so wird man nicht umhin können diese Wellenlinien auf der Sprechmaschinen-Platte als eine höchst wunderbare Eigenschaft zu bezeichnen, welche der Menschengeist der Natur abgezwungen hat.

Aber auch daß der Fonotipia-Gesellschaft die Überwindung der Schwierigkeiten, welche eine solche Aufnahme mit sich bringt, so außerordentlich gut gelungen ist, verdient höchstes Lob.
PZ 1906, No. 35, S. 758




.


Juni 1906

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Formiggini
Fr Jan 01 2016, 14:56
Seitenbetreiber

Dabei seit: Di Dez 28 2010, 19:20
Einträge: 1759
Der Dirigent der königlichen Marine-Kapelle auf Fonotipia, Seba Matacena.


PZ 1909, 10 Jg., No. 10, S. 299
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Starkton
Do Okt 13 2016, 18:21
Dabei seit: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Einträge: 1927


Abgebildet ist das Label der einseitigen Testpressung einer unveröffentlichten Aufnahme vom 19. Februar 1906, Matrizennummer xPh 1625, von zwei bedeutenden Künstlern, dem Bariton Riccardo Stracciari und der Sopranistin Rosina Storchio. Drei Teile des Duetts aus dem 5. Akt von Verdis La Traviata sangen sie damals in Mailand auf drei Schallplattenseiten für den Musikverlag Societa Italiana di Fonotipia. Davon hat nur die Aufnahme des ersten Teils, und diese auch nur in einem einzigen Exemplar, die Zeit überdauert. Hier kann man sie anhören:


Der Toningenieur der International Talking Machine Co. m. b. H. schickte die bespielten Wachsplatten seinerzeit an die Pressfabrik in Berlin-Weissensee. Dort stellte man fest, dass das Wachsmaster des zweiten Teils (mx. xPH 1626) zerbrochen war. Vielleicht war das der Grund, warum der vorzüglich gesungene erste Teil und der heute verschollene dritte Teil (mx. xPh 1627) unveröffentlicht blieben.

Es war üblich, dass zumindest bedeutende Interpreten Testpressungen ihrer Aufnahmen erhielten um sie "abzusegnen." Künstlernachlässe sind deshalb heute noch eine wichtige Quelle für unbekannte Tonaufnahmen. Auch Riccardo Stracciari bekam die wertvollen Platten mit den beiden übrigen Teilen seines Duetts mit Rosina Storchio und verwahrte sie sicher.

Der damals noch sehr junge Buchhändler und Plattensammler Luciano Di Cave besuchte Stracciari Jahrzehnte später und hörte bei ihm das Traviata Duett. Auf dem Foto mit Stracciari in der Mitte steht Di Cave links, der Bariton Otello Borgonovo rechts. Di Cave starb, neunzigjährig, vor wenigen Monaten.


Als das obige Foto um 1950 enstand war Riccardo Stracciari bereits in Geldnöten und musste sich von seinen Testpressungen trennen. Neuer Besitzer war, laut Di Cave, ein bereits hochbetagter Plattensammler aus Rom. Danach reißt die Spur des dritten Teils des Duetts ab. Irgendwann ging zumindest der erste Teil an einen Sammler namens Alessandro Bruscoli aus Florenz. Von diesem erwarb die Platte Dr. Harold Wayne. Vorletzte Station war dann John Paul Getty Jr., dessen unvergleichliche Sammlung nach seinem Tod in mehreren Auktionen versteigert wurde.

Fonotipia-Testpressungen mit ihrem auffälligen rosa Label werden ziemlich häufig angeboten. Bei 99,9% davon handelt es sich aber um später veröffentlichtes Material, welches in vielen hundert Exemplaren als Muster an die Vertragshändler geschickt wurde. Dennoch sollte man immer einen Blick auf die Matrizennummer solcher Pressungen werfen um nicht Outtakes oder, wie in diesem Fall, sogar völlig unveröffentlichte Aufnahmen zu verpassen.
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Verena
Di Jun 13 2017, 17:53
Dabei seit: Mi Sep 09 2015, 11:24
Wohnort: Bad Freienwalde
Einträge: 18
Hier mal noch ein schönes Fonotipia Label - Platte 30 cm

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