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Foren > Firmengeschichte, Labels, Hüllen, und Matrizen > Zeitgenössisches Schriftmaterial > Neuerscheinungen/Nachträge
Telefunken Neuerscheinungen August / September 1940 mit Brief
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, Der_Designer
Autor Eintrag
SchellackFreak
Do Mär 20 2014, 20:08 Druck Ansicht
SchellackFreak

Dabei seit: Mi Sep 16 2009, 22:06
Einträge: 481
Ein schönes Komplettset bestehend aus Brief (gestempelt 19.08.1940), Telefunken Neuerscheinungen Brief und ein Heftchen der Neuerscheinungen August/September 1940


























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Willi-H-411
Do Mär 20 2014, 20:33
Dabei seit: Mi Okt 12 2011, 11:42
Wohnort: Ruhrpott
Einträge: 1365
Interessantes Dokument.

VG Willi
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veritas
Do Mär 20 2014, 21:00
Dabei seit: Do Jun 28 2012, 17:52
Wohnort: Allgäuer Provinzpampa
Einträge: 460
Wirklich sehr interessante Stücke. Den Briekopf ist wirklich außergewöhnlich schön und aufwendig gestaltet.

Beim Lesen des Textes kann einem wahrlich ein kalter Schauer über den Rücken laufen.

Grüße, Norman
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Willi-H-411
Fr Mär 21 2014, 08:14
Dabei seit: Mi Okt 12 2011, 11:42
Wohnort: Ruhrpott
Einträge: 1365
veritas schrieb ...
Beim Lesen des Textes kann einem wahrlich ein kalter Schauer über den Rücken laufen.

So ist das aber wohl generell mit Dokumenten aus bestimmten Zeiten. Bei einem Schriftstück, wie diesem, trifft es uns besonders, da es unsere eigene Vergangenheit betrifft. Man muß solche Dinge aber wohl mit dem nötigen "historischen Abstand" betrachten. Verbrechen an der Menschheit hat es leider zu allen Zeiten und in allen möglichen Ländern gegeben - in Amerika fuhren noch in den 1950er Jahren Taxis mit der Aufschrift "befördere nur Weiße". Und auch heute noch gibt es Länder, in denen die elementarsten Menschenrechte mit Füßen getreten werden.

VG Willi
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joha
Fr Mär 21 2014, 11:37
Dabei seit: Mo Mär 26 2012, 15:45
Wohnort: Dresden/Sachsen
Einträge: 1004
Vielen Dank für das Zeitdokument,vor einiger Zeit haben wir bei der Aufarbeitung-Jazz und Swing im 3.Reich-festgestellt, dass wir uns aus der politischen Diskussion da zurück halten sollten.
Den Fakt ganz nüchtern betrachten und zur Kenntnis nehmen.
Fakt war und ist, dass die Firmen sowie das ganze Reich sich im Siegestaumel des Blitzkrieges befand und sich die hergestellten Platten verkauften und sie heute in fast jeder Sammlung auftauchen.
Der Sprachgebrauch in dieser Zeit so üblich war,und mit Deutschem Gruss unterschrieben wurde.
Wir müssen nicht die deutsche Chronik befragen,wir wissen was in den Jahren von 1933 bis 1945 in Deutschland vor sich ging und das mehr als 50 Millionen Menschen aller Nationen starben.
Wir sollten hier einfach nur den Fakt Werbebrief der Firma Telefunken zur Kenntnis nehmen.
Er ist ein Beleg wie die Telefunken als Mischkonzern in die Zeitspanne agierte.
Gruss Joha



[ Bearbeitet Fr Mär 21 2014, 11:39 ]
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jitterbug
Fr Mär 21 2014, 11:44
Dabei seit: Mi Mär 27 2013, 16:49
Wohnort: Berlin
Einträge: 381
Abgesehen von den Inhalten, die seit langer Zeit öffentlich diskutiert und abwägend analysiert werden, finde ich diese TELEFUNKEN-Briefe sehr spannend, mir liegen aus der Zeit von April 1938 bis Januare 1941 dreizehn solcher Briefe vor.

Sie verändern im Laufe dieser Zeit den Tonfall und auch die Formulierungen: Erst ab August 1938 wurden sie mit "Heil Hitler" unterschrieben.




Andererseits sind etliche Information mehr als interessant: So wird natürlich im Brief vom April 1939 auf das FEMINA-Gastspiel von HAKON VON EICHWALD eingegangen und er wird als "neues Orchester für Deutschland, aber nicht für Telefunken-Freunde" vorgestellt.

Auch TEDDY STAUFFER sendet herzliche Grüße aus dem PALACE HOTEL in St. Moritz. "In den Monaten April=Mai spielen sie übrigens im "Neuen Trocadero" in Hamburg, in den Monaten September, Oktober und November wieder in der "Femina" in Berlin." Dieses zuletzt erwähnte Gastspiel fand in Folge des Krieges nicht mehr statt!

Kurt Hohenberger wird im April ebenfalls in Hamburg spielen. Unsere Freunde können ihn dort im "Faun" besuchen.

Ähnlich wie heutzutage in Blogs oder zu Zeiten der "Bravo" in Printmedien, wird in auf andere Artikel eingegangen: ROSITA SERRANO "in den Rundfunkzeitschriften "Sieben Tage" und "Hier Berlin" vom 19. März 1939. Vielleicht können Sie die Hefte noch bekommen."

Es werden neue Plattenspieler "Concertino 39" und der "Lido" für RM 77,- beworben, um zu guter Letzt noch die Bestseller des Monats aufzuführen:

A 2583 Küß mich. bitte, bitte/Yours and Mine ... (Rosita Serrano)
A 2491 Blues aus "Tänzerische Suite" (Ed. Künneke...)
M 6580 Lambeth Walk/Donkey Serenade (Ad. Lutter mit sienem Tanzorchester)
E 1852 Schwarze Augen/ZWei Gitarren (Don=Kosaken=Chor, Dir. Serge Jaroff)
E 1774 Frühlingsstimmen=Walzer/Draußen in Sievering (Erna Sack)
usw...

Netterweise sind die Briefe immer wieder anders gestaltet, haben von November 1939 bis Februar 1940 zwar farbiges Papier, sind aber nur einfarbig bedruckt. Ab März 1940 bis Dezember 1940 erfolgt wieder der aufwändigere Vierfarbdruck mit wechselnden Briefköpfen, ab Januar 1941 wieder die reduzierte Ausführung.

Exemplarisch untenstehend ein paar Briefköpfe:








Natürlich wird während des Krieges auf "Rohstoffverluste" eingegangen und an den Telefunken-Kunden apelliert, Altmaterial zur Gewinnung abzugeben... Und dort gingen sie dahin, unsere gesuchten Jazz- und Kleinkunstplatten aus den 20er Jahren...

Zu diesen Firmen-Publikationen und der Kundenpflege gibt es noch viel zu entdecken und aufzuarbeiten. Manche Künstler waren absolute Medienstars, so scheint es fast waschkörbeweise Material zu BARNABAS VON GÉCZY zu geben, eber da weiß unser Freund Barnabás sicher viel mehr als ich...

Viele Grüße, yours "swingcerely" Stephan

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