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Foren > Schellackplatten > Rund um die Platte
Erfahrungen beim Verkauf einer Schellackplattensammlung
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Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, DGAG, Der_Designer
Autor Eintrag
Grammo-Klaus
Mi Mai 27 2020, 21:40
Dabei seit: Mo Jan 27 2014, 11:46
Wohnort: Im sonnigen Westfalenland
Einträge: 376
Hallo Rückkopplung. Aha, also eine Person, wo Geld keine Rolle spielt und der nur nach sog. "Superraritäten" sucht, nur um diese zu haben, um des Habens wollen.??
Hmm, steht dann bei dieser Art Sammler die Musik nicht im Vordergrund, also deren Geschichte, Entwicklung und der Genuss beim Hören.
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Telraphon
Mi Mai 27 2020, 22:18
Dabei seit: Mo Apr 03 2017, 18:57
Einträge: 198
Hmm, steht dann bei dieser Art Sammler die Musik nicht im Vordergrund, also deren Geschichte, Entwicklung und der Genuss beim Hören.


So würde ich es nicht sagen.... Es ist eher der Verlust von gewissen Relationen was den Wert von Geld angeht. Ich erwische mich in der Hinsicht zwar nicht bei Grammophon- wohl aber bei Fahrzeugteilen und selten auch mal bei Platten. Man sieht ein Teil, welches womöglich recht selten ist - und will es dann unbedingt und möglichst sofort haben.
Da man ggf. über ausreichend finanzielle Mittel verfügt, denkt man dann nicht so genau drüber nach, wie man es vielleicht tun würde, wenn man auf ein solches Teil oder eine solche Platte sparen würde - und ist dementsprechend viel schneller bereit, eine in Realität viel zu hohe Summe auszugeben bzw. zu bieten/zahlen.

Doof ist das nur, wenn man sich seines Fehlers dann bewusst wird, bei einem Weiterverkauf viel Verlust macht oder aber glaubte, zu den Verkäufern ein freundschaftliches Verhältnis (gehabt) zu haben.

Es gibt - insofern man viel Geld hat und ein Ding unbedingt will - zwei Arten von Verkäufern. Die einen erkennen den sprichwörtlichen "weißen Elefanten" und bitten dich dann so richtig zur Kasse - nach dem Motto "dem tut´s ja nicht weh" - die anderen sind ehrliche Häute und nehmen nicht viel mehr als den üblichen Preis - ggf halt nur einen kleinen Aufschlag, wenn sie sich normalerweise nicht von besagtem Stück trennen wollten.

Dass aber die Wertschätzung geringer ist, nur, weil man die entsprechenden finanziellen Mittel zur schnellen Beschaffung besitzt, würde ich so nicht sagen.
Zumal ja im Grammophon- und Fahrzeugbereich gewisse Dinge selbst mit ausreichend Geld nicht sofort zu bekommen sind, sondern nur nach intensiver Suche. Das macht ja auch den entscheidenden Teil des Sammelns aus und schafft eine Verbindung zu den eigenen "Schätzen" - wenn man sich jede gewünschte Platte sofort beschaffen könnte, wäre es ja irgendwie kein Hobby mehr.
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DGAG
Mi Mai 27 2020, 22:34
Dabei seit: So Dez 31 2017, 12:30
Wohnort: Berlin
Einträge: 431
Weiße Elefanten sind selten und (geld-)schwer.

Einige mag es geben denen es nur um den Besitz geht. (Warum sind chinesische und koreanische Schallplatten so derart teuer, japanische aber nicht.) Andere sind echte Feinschmecker. Allerdings habe ich bis heute nicht verstanden warum einige klassische Instrumentalaufnahmen so unverhältnismäßig hoch gehandelt werden - oder früher Blues (auffällig oft von Blinden) und Northern Soul.

Es eint weiße Elefanten, dass sie weder Lust noch Geduld haben viele Jahre lang auf ein Schnäppchen zu warten. Für Händler sind sie sehr lukrativ, werden entsprechend umworben und mit Angeboten versorgt. Platten die mit extrem hohem Mindestgebot in den Listen stehen sind praktisch maßgeschneidert für diese Spezies.

Auf eBay hatte ich die Freude über Jahre auf verschiedenen Sammelgebiete immer wieder gegen die gleichen Geldsäcke bieten zu müssen. Besonders frustrierend ist es (eBay), wenn sie auf ein Objekt gleich mehrfach immer höher bieten um eine Art Sperre aufzubauen und Konkurrenten zu demotivieren: "Ich bekomme das Ding sowieso, ganz egal was Du bietest."
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Grammo-Klaus
Mi Mai 27 2020, 22:46
Dabei seit: Mo Jan 27 2014, 11:46
Wohnort: Im sonnigen Westfalenland
Einträge: 376
Hallo Telraphon und DGAG.
Ja, auch irgendwie interessant, da mir der Begriff Weisser Elefant total unbekannt war, in bezug auf Sammler-Leidenschaft.
Ja, Menschen mit zuviel Kohle können einen "kleineren Sammler" dann wohl schnell und oft ausbremsen und der "kleine Sammler" hat dann das Nachsehen.
Normalerweise ist es ja das Spannende am Sammeln, wenn man irgendwann mal auf was "schönes" stolpert, sei es online oder auf den Märkten. Das macht es zumindest für mich ja aus. Ja, wenn man alles vor die Nase gesetzt bekommt, ja, dann fällt der Sammlerreiz ja weg. Mir kommt da die damalige Michael Jackson-Doku in den Sinn, wo er in einem Antik-Laden alles mögliche auf einmal aufgekauft hat. Er lief mit einem Kamerateam einfach so durch den Laden, zeigte mit dem Finger auf diverse Teile, dies, dies und das will ich haben und der Ladenbesitzer tippte 5-6stellige Beträge in einen Taschenrechner. Vielleicht habt ihr diese Doku auch gesehen. Ja, das ist total reiz- und emotionslos. Der Weg ist ja das Ziel, eben um das begehrte Stück irgendwann zu entdecken.
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DGAG
Fr Mai 29 2020, 19:52
Dabei seit: So Dez 31 2017, 12:30
Wohnort: Berlin
Einträge: 431
Grammo-Klaus schrieb ...

Ja, wenn man alles vor die Nase gesetzt bekommt, ja, dann fällt der Sammlerreiz ja weg.

Das stimmt, aber unser Sammelgebiet ist zum Glück so riesig, dass für jeden eine Nische übrig bleibt. Man kann fehlende Geldpolster mit Wissensvorsprung, Gespür, Kontakte und Aktivität ausgleichen. Wer kennt sie nicht, die Rarität, welche unsichtbar unter dem Radar der (Sammler-)Händler auf Entdeckung durch einen Kenner harrt.
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somberrecords
So Mai 31 2020, 10:53
Dabei seit: Fr Mai 01 2020, 14:40
Wohnort: Emden
Einträge: 8
Moin zusammen, hallo Starkton,

verkauft habe ich bisher nur selten etwas. Einmal einen Stapel 50er-Jahre-Schlager bei ebay, die ich für lau bekommen hatte und zwei einzelne Platten, die ein Sammlerkollege UNBEDINGT haben wollte und auch gut bezahlt hat. Trotzdem vermisse ich die Platten immer noch. Schnief!
Generell würde ich sagen, dass umso mehr Geld zu erzielen ist, je mehr Zeit und Mühe man sich nimmt. Mir würde sich zum Verkauf praktisch nur ebay anbieten.
Für Platten, die man dort einzeln anbietet, bekommt man sicher mehr als für ein Konvolut.
Jeder Sammler ist sicher auch irgendwo ein Händler, denn wenn bekannt ist, das man sich für Schellackplatten interessiert, werden einem manchmal Bestände regelrecht aufgedängt oder man bekommt "Grütze", wie es ein Bekannter ausdrückte, als Beiwerk in einem Konvolut, die man auch wieder loswerden möchte.
Als Sammler und Liebhaber freue ich mich, wenn ich hochpreisige Platten günstig bekomme.
Wenn ich Platten abgebe, dann freue ich mich sicher, wenn ich das investierte Geld wieder hereinbekomme, aber erwarten tue ich das nicht. Lieber mache ich einen anderen Sammler glücklich, zur Not auch einen Händler, weil der ja davon leben muss.
So gewaltige Summen habe ich auch nicht investiert, dass ich viel verlieren könnte. Da bin ich genauso relaxed wie joha. Gewisse Sachen bekomme ich halt nie, dafür bekomme ich plötzlich wunderbare Schallplatten, von denen ich noch gar nichts wusste.
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Grammo-Klaus
So Mai 31 2020, 11:26
Dabei seit: Mo Jan 27 2014, 11:46
Wohnort: Im sonnigen Westfalenland
Einträge: 376
Also Geld, welches eben durch diverse Verkäufe von Platten und auch mal von Geräten oder anderem Zeug aus der Sammlung, re-investiere ich dann auch immer in neue Geräte, Teile, interessantes Werbematerial oder auch in für mich interessante Platten. Früher kursierten ja immer die festen Begriffe "Händler" und "Sammler", die Händler und die Sammler. Von der Logik her konnte ich mit dieser Schubladisierung eh nix anfangen, da m.E. ein Sammler automatisch auch ein "Händler" ist und ein Händler auch zwangsläufig ein "Sammler".
Der Händler "sammelt" Waren zusammen, welche er dann verkaufen kann, und der Sammler hat mitunter auch mal Sachen zuviel, doppelt oder anderweitig "über" und bietet diese dann auch wieder an, oder er tauscht mit anderen Kollegen. Wenn der Sammler verkauft, ergo, "handelt" er ja auch. Ist auch alles legitim und in Ordnung, nur ist mir bereits damals dieses Schubladendenken und kategorisieren, wer ist denn nun was, suspekt vorgekommen. Man freut sich immer, ausnahmslos, über gute Funde, welche eben mal günstig sind, besonders wenn man lange auf der Suche war. Für eine Sammlung ist ein "wirtschaftliches Kompensieren" und Re-Investieren nicht falsch oder ehtisch fraglich. Von daher betrachte ich das ganz gelassen und entspannt. Klar ist auch alles wird man eh nie bekommen, egal ob nun mit viel Kohle, wenig Kohle, mit einem langen oder kurzen Atem, mit viel oder keiner Geduld, mit Glück oder Pech usw. Schön ist eben, das man immer wieder auf Entdeckungstour gehen kann, entweder online oder eben auf Märkten usw.
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