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Foren > Schellackplatten > Digitalisierung und Klangrestaurierung
Wie schirme ich Kabel gegen Brummen ab?
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, Der_Designer
Autor Eintrag
alang
Di Sep 09 2014, 04:24 Druck Ansicht
Dabei seit: Di Jun 12 2012, 19:52
Wohnort: Delaware, USA
Einträge: 572
Ich habe folgendes Problem:

Bei einigen meiner Aufnahmen ist ab und an ein merkwuerdiges Surren zu hoeren. Ich habe das jetzt mal verfolgt und galube es liegt daran, dass ich ein Verlaengerungskabel fuer meine Dual verwende. Mein Dual CS5000 hat ein Audiokabel mit zwei Bananensteckern (rot und weiss). Zusaetzlich ist noch ein duenner schwarzer Draht da ohne Stecker. Nachdem mein Plattenspieler zu weit vom PC entfernt steht und weil der PC keinen Bananenstecker Eingang hat muss ich ein Adapter-Verlaengerungskabel verwenden. Ich glaube, dass bei dem Uebergang der Bananenstecker etwas abgeschirmt werden sollte um Stoerungen zu vermeiden. Was koennte ich zweckmaessigerweise dafuer verwenden? Alufolie? Auch weiss ich nicht, was ich mit dem duennen schwarzen Draht machen soll?

Vielleicht sollte ich noch erwaehnen, dass der 220V Dual an einem Trafo haengt, damit er mit den amerikanischen 110V laeuft. Bei etwa 55 von 60 Aufnahmen ging's auch problemlos, nur ein paar haben das Surren. Vielleicht ist das auch mein Handy, das ab und an stoert?

Ich weiss, dass hier auf dem Forum einige Experten fuer das elektrische Zeugs sind. Koennte mir bitte einer in einfachen Worten erklaeren, was ich machen soll?


Andreas
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Starkton
Di Sep 09 2014, 05:55
Dabei seit: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Einträge: 1927
Der dünne schwarze Draht ist das Massekabel. Das muss zum Potentialausgleich und damit zur Unterdrückung des Brummens zwischen elektrisch leitenden Teilen am Plattenspieler und am PC angeschlossen werden.
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Rundfunkonkel
Di Sep 09 2014, 10:39
Dabei seit: So Jul 03 2011, 16:48
Wohnort: Umkreis Köln
Einträge: 1080
Hallo Andreas,

je mehr man weiss, desto weniger weiss man. Brumm-Probleme können dermaßen viele Ursachen haben, von daher nur ein paar Ideen zum Einkreisen des Grundes. Was Starkton schrieb wäre eine Möglichkeit, evtl. reicht auch schon aus, wenn Du den Plattenspieler-Trafo mit Verlängerung in dieselbe Steckdose wie den PC steckst. Es wäre auch möglich, dass sich Brummschleifen bilden. Das beste wäre dann, die Audioleitung mit Koppelkondensatoren galvanisch aufzutrennen. Noch eine Idee: wo steht der Netztrafo? Nicht, dass dieser sein Streufeld in den Tonabnehmer hineinbringt. Kopfhörer am PC anschließen, und ohne Platte mal mit dem Trafo durch Drehen desselben und Verschieben experimentieren.

Mehr fällt mir auf die Schnelle nicht mehr ein.
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alang
Di Sep 09 2014, 15:19
Dabei seit: Di Jun 12 2012, 19:52
Wohnort: Delaware, USA
Einträge: 572
Starkton und RFO, danke fuer die schnellen Antworten. Ich werde auf das jeden Fall alles mal probieren. Trotzdem stellt sich mir noch die Frage, ob ich da wo die Bananenstecker zusammengesteckt sind irgendwie abschirmen kann? Nachdem das Surren nicht permanent ist habe ich externe Stoerungen im Verdacht, wie z.B. mein BlackBerry. Ich weiss, dass es manchmal die Lautsprecher stoert, dashalb frage ich mich, ob das auch die Kabel beeinfussen koennte? Hilft sowas wie Alufolie um die Stecker zu wickeln?

Nochmals Danke
Andreas
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Rundfunkonkel
Di Sep 09 2014, 16:32
Dabei seit: So Jul 03 2011, 16:48
Wohnort: Umkreis Köln
Einträge: 1080
Du meinst mit "rotem und weissen Bananenstecker" die RCA-Stecker (auch Cinch genannt)? Die sind geschirmt, und erhalten die Masseverbindung normal über die Soundkarte und so vom geerdeten PC. Oder ist das ein Laptop ohne Erdung/Schutzleiter?. Gehst Du mit der Tonarmleitung ohne Vorverstärker direkt in den PC? Oder befindet sich die Verlängerung hinter einem Vorverstärker?
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gramofan
Di Sep 09 2014, 21:12
Dabei seit: Sa Okt 01 2011, 20:32
Wohnort: bei Berlin
Einträge: 920
Noch eine banale (trotzdem wahre) Beobachtung: Es kommt gar nicht so selten vor, dass das Brummen auch schon auf der Originaquelle (sprich Platte) vorhanden ist. Offenbar haben die Techniker in historischer Zeit das Problem auch nicht immer im Griff gehabt, gesehen oder wegen der schlechten Übertragungseigenschaften früherer Endverbrauchegeräte schlicht ignoriert. Gerade dann, wenn Dein Problem nur in so wenigen Fällen auftritt, könnte man mal dran denken, den Grund hier zu suchen. Da hilt dann nur eine Soundbearbeitungssoftware.
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Webseite
alang
Mi Sep 10 2014, 02:17
Dabei seit: Di Jun 12 2012, 19:52
Wohnort: Delaware, USA
Einträge: 572
Ja, sorry, ich meine die RCA-Stecker. Ich dachte, die waeren ungeschirmt, weil bei der Verbindung so viel Metall zu sehen ist.
Ich verwende keinen Vorverstaerker, sondern gehe direkt in den Microphoneingang beim Desktop PC. Die Verlaengerung hat RCA Buchsen auf einer Seite und einen kleinen Microphonstecker an der anderen. Ich hatte vorher einen externen kleinen Vorverstaerker, der machte aber immer Probleme mit einer Brummschleife. Im grossen und Ganzen scheint direkt via Microphoneingang besser zu funktionieren.

Ich werde mal versuchen meine Geraete ein wenig umzuordnen und dann dieselben Platten nochmal aufnehmen. Naechstes Wochenende...

Danke fuer die Tips
Andreas
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_-_-_
Mi Sep 10 2014, 09:55
Dabei seit: Do Mai 12 2011, 09:46
Einträge: 270
alang schrieb ...

Zusaetzlich ist noch ein duenner schwarzer Draht da ohne Stecker.


Wie Starkton schon schrieb, sollte dieses Erdungskabel die Lösung des Problems sein.

Es muss an das Gehäuse des Verstärkers, Mischpults oder PCs geschraubt werden.

Verstärker oder Mischpulte haben normalerweise auf der Rückseite eine passende Schraube zur Befestigung gelabelt mit GND für Ground.

[ Bearbeitet Mi Sep 10 2014, 10:00 ]
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krammofoon
Mi Sep 10 2014, 10:18
Schellack-Gnadenhof
Dabei seit: Mo Jun 27 2011, 20:47
Einträge: 1170
Servus :-)

Zur Not bastele Dir an dieses Käbelchen noch ein Stück dran und zwirbele dann das andere Ende an ein geerdetes Metallrohr, z. B. von der Heizung oder Wasserleitung. Oft hilft auch einfach nur den Stecker in der Dose um 180° zu drehen.

Auf diese beiden Methoden habe ich meinen Tefis das Brummen abgewöhnt..... ohne Physik- und Elektrostudium und sonstigen nur verwirrenden Firlefanz........

Gruss
Georg

[ Bearbeitet Mi Sep 10 2014, 10:19 ]
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Formiggini
Mi Sep 10 2014, 12:14
Seitenbetreiber

Dabei seit: Di Dez 28 2010, 19:20
Einträge: 1759
Ich habe mir mal deine Aufnahmen unter dem Aspekt "Brumm" angehört. Es handelt sich definitiv nicht um das typische 50Hz (bzw. in deinem Falle 60Hz) Brummen des Stromnetzes. Auch das nur gelegentliche Auftreten schließt eine Brummschleife aus - sonst wäre es ja immer zu hören.

Das "Brummen" ändert auch leicht Tonhöhe und Stärke. Es hört sich wesentlich eher nach einer Hochfrequenten Störeinstrahlung an. Also - im weitesten Sinne - so was ähnliches wie Radiowellen. Diese können bereits in den Spulen des Tonabnehmers auftreten, aber auch über die Stromleitung kommen - abschirmen bringt da wenig, hier muss mehr der "Übeltäter" gefunden werden. Typische Kandidaten für solche Störgeräusche sind z.B. Handys, (billige) Schaltnetzteile wie z.B. Handy-Ladegeräte, Ladegeräte vom Netbook usw., WLAN-Router, Leuchtstoffröhren, Power-Line (Internet über Stromleitung) usw.

Ich hatte ein fast identisches Problem - die Störgeräusche traten nicht immer auf. Meistens am Abend. Irgendwann versuchte ich der Sache auf den Grund zu gehen - bis mir, im wahrsten Sinne die "Erleuchtung" kam: Verantwortlich für diese Hochfrequenten Störgeräusche war bei mir der Dimmer einer Halogenlampe in c. halb gedimmter Position... Wenn ich die Lampe ausmachte, war auch das Geräusch weg.

Das Erdungskabel solltest du trotzdem (wie oben beschrieben) anschließen, möglicherweise reicht dies schon. Ansonsten eben - Übeltäter suchen...

Grüße
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Webseite
Gast
Mi Sep 10 2014, 15:40
Gast
....und "Sparbirnen" in der Umgebung der Apparaturen können auch die Übeltäter sein, weil sie im Sockel die oben angesprochenen "Schaltnetzteile" haben.

Gruß, Nils
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alang
Mi Sep 10 2014, 15:59
Dabei seit: Di Jun 12 2012, 19:52
Wohnort: Delaware, USA
Einträge: 572
OK, da kommen wir der Sache hoffentlich naeher. Mein Setup ist im Keller und die Beleuchtung sind Halogenroehren. Ich hab auch immer mein BlackBerry dabei, vielleicht stoert das wenn neue eMails kommen? Ich werd mal versuchen, das etwas weiter weg zu lagern.

Nochmals vielen Dank and alle fuer die Tips und Ideen. Ich werd halt nach und nach versuchen per Ausschlussverfahren das Problem zu loesen. Schau ma mal...

Gruss
Andreas
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alang
Fr Sep 12 2014, 04:05
Dabei seit: Di Jun 12 2012, 19:52
Wohnort: Delaware, USA
Einträge: 572
OK, ich hab heut mal ein bisschen umgeraeumt, Netzteile woanders plaziert und das Massekabel zum Potentialausgleich verlaengert und am PC angeschlossen. Bisher zumindest ist das Surren nicht mehr aufgetreten. Ich hoffe, dass damit das Problem behoben ist.

Nochmal vielen Dank Euch allen fuer Eure Hilfe!
Andreas
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