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Foren > Firmengeschichte, Labels, Hüllen, und Matrizen > LABELKUNDE - Deutschsprachige Labels und Firmengeschichte > Labels C-D
Colorit Electro Record
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Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, DGAG, Der_Designer
Autor Eintrag
Grammophonteam
Do Apr 23 2015, 15:24 Druck Ansicht
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Dabei seit: So Sep 04 2011, 14:54
Wohnort: In den tiefen des Netzes ;)
Einträge: 2108
Colorit - Label aus Österreich mit Aufnahmen (Matrizen) von Tri Ergon (Berlin). Die flexible Schallplatte aus einem frühen Kunststoff (vermutlich eine Art Zelluloseester) in unterschiedlichsten Farben wurde etwa zwischen 1930 und 1932 in Österreich produziert und vertrieben.






Leider schrumpft das Material recht stark - häufig haben Colorit - Platten heute Risse und Ausbrüche am Rand. Dieser Schaden ist irreversibel.



Entgegen der landläufigen Annahme war Colorit kein direktes Unterlabel von Tri Ergon (auch wenn viele Colorit - Schallplatten den Schriftzug der Tri - Ergon tragen). Die Colorit Schallplatten GmbH war eine eigenständige Firma in Wien.

Erstmals findet man die Firma im Wiener Branchenbuch im Jahr 1931; Schallplatten gepresst mit Matrizen der Tri Ergon werden aber seit mindestens 1930 verkauft. Die Firma (als GmbH mit Gesellschaftern als reine Geldgeber) wechselt häufiger die Adresse in Wien.







Bereits 1932 befindet sich die Firma in Abwicklung (Liquidation) aufgrund von Zahlungsschwierigkeiten. Im Jahr darauf firmiert unter der Geschäftsadresse die Novaphon. Beide Firmen sind sich in der Strukturierung im Grunde gleich.




Im Branchenbuch ist die Colorit Schallplatte letztmals 1933 aufgeführt.



Auf späteren Etiketten fehlt der Vermerk "Tri Ergon"



Interessantes Detail am Rande, auf den Etiketten ist zu lesen: Pat. - Ang. = Patent zwar angemeldet, aber (noch) nicht erteilt. Wichtig hierbei, es heist nur Pat. (Patent), nicht, wie in Deutschland üblich, DRP (Deutsches Reichs Patent). Dies kann eigentlich nur bedeuten: Die Entwicklung und Erfinder dieser flexiblen Schallplatten sind in Österreich zu suchen. Die bereits fast in Konkurs befindliche Tri - Ergon stellte (gegen Bezahlung?) nur die Matrizen.

[ Bearbeitet So Dez 20 2015, 20:51 ]
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Grammophonteam
So Dez 20 2015, 21:08
Seitenbetreiber

Dabei seit: So Sep 04 2011, 14:54
Wohnort: In den tiefen des Netzes ;)
Einträge: 2108
Die Colorit Schallplatten GmbH wurde am 24. Juni 1930 gegründet. Geschäftsführer Fritz Reitler und Moritz Bodenstein. Diese waren ab 1932 auch die Teilhaber der > Novaphon Schallplatte < welche als Nachfolger der Colorit betrachtet werden kann.


Der Absatz geschah wohl über den Versandhandel / Postweg.


Am 24. Juni 1931 löste sich die Gesellschaft auf.

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Grammo
Sa Okt 20 2018, 16:05
Dabei seit: Mo Nov 23 2015, 21:53
Wohnort: Hannover
Einträge: 39




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Grammo
Sa Okt 20 2018, 16:21
Dabei seit: Mo Nov 23 2015, 21:53
Wohnort: Hannover
Einträge: 39
Eine blaue Colorit ohne Label, auf einer Seite ein unbekannter Gesangstitel im Stil von Zarah Leander, auf der anderen Seite ein klassischer Instrumentaltitel.

Beide wollen auf diese Platte nicht so richtig zusammenpassen







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berauscht
Sa Okt 20 2018, 19:09
"Urgestein" Autor/Moderator

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02739 Zug der Gnomen, Orchester Geza Komor
02887 Ich muß dich lieben, Orchester Manuel Romeo, Wilhelm Gombert voc.
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Grammo
Sa Okt 20 2018, 20:11
Dabei seit: Mo Nov 23 2015, 21:53
Wohnort: Hannover
Einträge: 39
oh danke! ... das ging ja mal schnell
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Telraphon
Fr Dez 27 2019, 02:36
Dabei seit: Mo Apr 03 2017, 18:57
Einträge: 209
Colorit schreibt ihren Gesellschaftsvertrag am 24.5.1930 aus. Das Stammkapital beträgt 20.000 Schilling, wobei die Geschäftsführer Fritz Reitler und Moritz Bodenstein sind.

Colorit-Schallplatten deutlich vergünstigt: Der Einführungspreis betrug 3 Schilling. Belaphon nutzte die selben Aufnahmen der Tri-Ergon, wird aber noch preiswerter angeboten.

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berauscht
Fr Dez 27 2019, 13:19
"Urgestein" Autor/Moderator

Dabei seit: Mi Jan 06 2010, 21:59
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Telraphon schrieb ...




Diese Preise sind die Abverkaufspreise. Bellaphon war da schon über ein Jahr nicht mehr am Markt. Colorit war auch schon eingestellt zum Zeitpunkt dieser Anzeige (28. August 1931)
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Remirus
Mo Dez 30 2019, 16:47
Dabei seit: Mi Jul 12 2017, 16:12
Wohnort: Heide (Holstein)
Einträge: 64
Kurze Frage: Stand "Colorit" eigentlich in irgendeinem direkten Zusammenhang mit "Phonycord Flexible"? Gemeinsam zu sein scheint eine Verbindung zu "Tri-Ergon". Aber das Trägermaterial der Platten ist wohl ein anderes, denn das Risseproblem kenne ich von "Phonycord" bisher nicht.

[ Bearbeitet Mo Dez 30 2019, 16:50 ]
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Webseite
berauscht
Mo Dez 30 2019, 22:16
"Urgestein" Autor/Moderator

Dabei seit: Mi Jan 06 2010, 21:59
Einträge: 1588
Es gab überhaupt keine Verbindung zwischen den Firmen. Mir ist auch keine zwischen Tri-Ergon und Phonycord bekannt.
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_-_-_
Di Dez 31 2019, 18:32
Dabei seit: Do Mai 12 2011, 09:46
Einträge: 273
Das Tri-Ergon Logo auf den Colorit Labels lässt vermuten dass eine Verbindung bestand. Dies scheint aber nicht der Fall zu sein. Colorit verwendete nur Matrizen von Tri-Ergon.

[ Bearbeitet Di Dez 31 2019, 18:34 ]
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berauscht
Di Dez 31 2019, 20:59
"Urgestein" Autor/Moderator

Dabei seit: Mi Jan 06 2010, 21:59
Einträge: 1588
_-_-_ schrieb ...

Das Tri-Ergon Logo auf den Colorit Labels lässt vermuten dass eine Verbindung bestand. Dies scheint aber nicht der Fall zu sein. Colorit verwendete nur Matrizen von Tri-Ergon.

Tri-Ergon besaß einen fast fünfzigprozentigen Geschäftsanteil an Colorit.

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Pinetop
Mi Jan 01 2020, 07:38
Dabei seit: Di Okt 23 2012, 14:04
Einträge: 73
Phonycord verwendete Artiphon-Matrizen, stand somit in keiner Verbindung mit Colorit (Tri Ergon)

LG
Herbert
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Remirus
So Jan 05 2020, 15:43
Dabei seit: Mi Jul 12 2017, 16:12
Wohnort: Heide (Holstein)
Einträge: 64
Nee, nee, nach meinen Informationen hat es auf "Phonycord Flexible" auch ehemalige Tri-Ergon-Aufnahmen gegeben. Ich habe z. B. zwei Platten mit dem Tenor Salvati, die sehr wahrscheinlich daher stammen. Deshalb bin ich ja überhaupt auf die Frage gekommen.
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Webseite
berauscht
So Jan 05 2020, 15:47
"Urgestein" Autor/Moderator

Dabei seit: Mi Jan 06 2010, 21:59
Einträge: 1588
Remirus schrieb ...

Nee, nee, nach meinen Informationen hat es auf "Phonycord Flexible" auch ehemalige Tri-Ergon-Aufnahmen gegeben. Ich habe z. B. zwei Platten mit dem Tenor Salvati, die sehr wahrscheinlich daher stammen. Deshalb bin ich ja überhaupt auf die Frage gekommen.

Wie sind denn die Matriznummern?
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Konezni
So Jan 05 2020, 22:03
Dabei seit: Do Aug 20 2015, 18:23
Wohnort: Berlin
Einträge: 195
Die Salvatis auf Phonycord stammen von Artiphon-Matrizen. Allerdings hat nach dem Konkurs der Tri-Ergon Artiphon einige Aufnahmen dieser Firma übernommen, welche dann durchaus auch auf Phonycord gelangt sein könnten...
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berauscht
So Jan 05 2020, 22:30
"Urgestein" Autor/Moderator

Dabei seit: Mi Jan 06 2010, 21:59
Einträge: 1588
Konezni schrieb ...

Allerdings hat nach dem Konkurs der Tri-Ergon Artiphon einige Aufnahmen dieser Firma übernommen, welche dann durchaus auch auf Phonycord gelangt sein könnten...

Phonycord hat schon einige Zeit vor Tri-Ergon schlapp gemacht. Daher ist es unwahrscheinlich.
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Konezni
Mo Jan 06 2020, 23:06
Dabei seit: Do Aug 20 2015, 18:23
Wohnort: Berlin
Einträge: 195
Die spätesten mir bekannten Tri-Ergon-Platten stammen von 1932. Phonycord presste jedoch noch 1934 Artiphon-Matrizen, etwa unter der Nummer 24 Fred Bird & sein Orchester, Refr Paul Erdtmann: FRL HOFFMANN’S ERZAEHLUNGEN "Bei der blonden Kathrein!" (12934, aufgenommen am 04. 12. 1933).
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berauscht
Mo Jan 06 2020, 23:50
"Urgestein" Autor/Moderator

Dabei seit: Mi Jan 06 2010, 21:59
Einträge: 1588
Liegt dir die Platte vor? Sie wäre sehr interessant.
Die Phonycord GmbH bestand formal bis 6. November 1933. Jedoch schon ab Sommer 1931 schien die "Interessengemeinschaft" zu zerfallen. Zunächst entstand Printophon. Dann löste sich Electromophon auf. Miraton und Electromusik wurden gegründet.
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