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Electrolakoffer Modell 106
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Gast
Sa Feb 15 2014, 08:42
Gast
Richtig, Wolfgang.

Hier wäre die Überschrift " Electrolakoffer der Reihe 106" viel sinnvoller!

Admin hilf .:-)

Gruß, Nils
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Hedensö
Sa Mai 10 2014, 22:01

⇒ Mitglied seit ⇐: Fr Jan 06 2012, 11:09
Beiträge: 918
Hier eine Gegenüberstellung der Motorboards der beiden 106 Dual-Modelle "U" und "UP".




Die "UP"-Version hat eine Automatikbremse, die das An- und Ausschalten des Elektromotors durch die Bewegung des Tonarms ermöglicht (gleicher Mechanismus wie Autobreak bei späten 101 und den 102-Modellen).

Bei der Variante "U" funktioniert dies über die mechanische Bewegung des Tonarms, welcher einen Riegel (rot) bis zu einem Auslösepunkt schiebt und dann den Motor bei Plattenende anhält. Das anschalten erfolgt dadurch, dass man den Bolzen in Richtung Tonarm drückt (blau).


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Klangwolke
Do Sep 04 2014, 14:11
⇒ Mitglied seit ⇐: Sa Jan 04 2014, 13:54
Wohnort: 4150 Rohrbach Österreich
Beiträge: 244
Die vollautomatische Bremse des UP dürfte erst bei späteren Geräten eingeführt worden sein!
Hier mein C106UP mit der App.Nr.894 - wie man sieht, hat es die gleiche Bremse wie auch die U-Serie. (Also automatisches Aus-, aber manuelles Einschalten)








Interessant wäre zu wissen, ob die späten U-Geräte auch die Bremse wechselten, oder beim alten System blieben...

Zum elektrischen Tonabnehmer: In den unendlichen Weiten des Internet habe ich schon mal die original Nachrüstdose für die U-Serie gesehen (finde den Eintrag natürlich nicht mehr ). Sieht eigentlich genau wie die UP-Version aus, nur hat sie eine externe Verkabelung, die direkt aus der Dose geht und zum Verstärker hin angeschlossen wird.
Sollte jemand so eine wissen oder haben - ich wäre sehr daran interessiert!
Auch ein Photo davon hier zu posten wäre sicherlich sehr aufschlußreich.

Zum Abschluß noch ein Blick auf meine 106er Sammlung:

von links nach rechts: C106, LB106, V106U und C106UP

"Kleines" Detail am Rande: Nur die Geräte mit dem Dual-Motor (U und UP) hatten die Kurbel (zum schrauben) an der Vorderseite. Die "gewöhnlichen" 106er hatten eine Steckkurbel an der Seite (exakt wie die 102er).

Grüße Wolfgang
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Hedensö
Do Sep 04 2014, 16:26

⇒ Mitglied seit ⇐: Fr Jan 06 2012, 11:09
Beiträge: 918
Hallo Wolfgang,
danke für die Aufklärung. Ich habe mal bei meinem geschaut. Es hat folgendes Typenschild:
Die 40 steht für das Baujahr.



Hier nochmal die Automatikbremse meines 106 UP.


Deines scheint ein sehr frühes UP zu sein. Es hat ja auch nicht diese prägnante Beizung des Motorboards und den bläulichen Tellerpfilz...

Sehr schöne Gesamtpräsentation deiner 106er Reihe übrigens! Das haben wir hier selten und sollten wir viel öfter tun!
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Klangwolke
Fr Sep 05 2014, 08:09
⇒ Mitglied seit ⇐: Sa Jan 04 2014, 13:54
Wohnort: 4150 Rohrbach Österreich
Beiträge: 244
Ein faszinierendes "Technikmonster", diese späte Bremse!
Sehe ich das richtig? Sie greift 1. an der Tellernabe, 2. am Tellerrand und 3. mittels Schalter am Motor????? *Hmm)

...die möchte ich nicht reparieren müssen - ich glaube da bräuchte ich einen diplomierten Techniker an meiner Seite! *basteln
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HMV163
Fr Jan 14 2022, 19:52
⇒ Mitglied seit ⇐: Di Dez 22 2015, 23:38
Wohnort: 55283 Nierstein
Beiträge: 42
Hallo in die Runde der 106er Experten,

kann mir jemand Ersatzteile für die 3 Kondensatoren am Elektromotor nennen? Bei einem Bekannten sind diese alle defekt bzw. unkenntlich bezüglich des Wertes.

Besten Dank im voraus!
Gruss Michael
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Synthesewerk
Mo Jan 17 2022, 12:02
⇒ Mitglied seit ⇐: Di Mär 10 2020, 07:16
Wohnort: Salzwedel
Beiträge: 25
Hallo Michael,
diese Kondensatoren sind reine Entstörkondensatoren.
Link - Hier klicken
Einfach raus damit und das wars.
Der Motor läuft trotzdem.
Es gibt aber auch fertige Entstörkondensatoren zu kaufen.

Grüße, Thomas.
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Hedensö
Fr Aug 22 2025, 12:03

⇒ Mitglied seit ⇐: Fr Jan 06 2012, 11:09
Beiträge: 918
Hallo zusammen,

das Modell 106 gab es nach hiesiger Diskussion seit dem Frühjahr 1935 bis irgendwo vor Kriegsbeginn. Sofern aber - wie beim UP - ab 1939 eine Jahreszahl hinter der Modellbezeichnung hinzugefügt wurde, so wäre nach bisherigen Erkenntnissen 1940 Ende gewesen (Annahme, da kein weiteres Modell mit Verweis auf Produktionsdatum > 1940 bekannt ist). Somit wäre es so, dass alle Seriennummern ohne Zusatz nach der Modellbezeichnung irgendwo zwischen 1935 und 1938 produziert wurden.

Zu den konkreten Seriennummern:
Ich habe mal aus den Threads die bekannten Modellvarianten, Ausstattungsmerkmale, Seriennummern und - wo vorhanden - herausgesucht und hoffe, dass wir davon die Logik der Verwendung der Seriennummern ableiten können

Modell 106 (Mit Federmotor und Glimmermembranschalldose)
C106 # 446 - Gerät von Formiggini
C106 #7466 - Gerät von Odeon89
C106 #8506 - Gerät von Jan)

Modell 106 U (Mit Kombimotor für händischen und Elektrobetrieb, mit Glimmermembranschalldose)
C106U #1717 - Gerät von Jan
LB106U # 611 - Gerät von Peter Pan

Modell 106 UP (Mit Dualmotor für händischen und Elektrobetrieb, mit Glimmermembranschalldose und elektrischem Tonabnehmer)
Klassisches Motorboard in braun und brauner Pfilz
C106UP # 721 - Gerät von Jan
C106UP # 894 - Gerät von User Klangwolke

Grünlich gebeiztes Motorboard mit blauem Pfilz
C106UP # 352 - Gerät von Jan - gekennzeichnet als C106UP/39 - also mutmaßlich von 1939
C106UP #4516 - Gerät von Jan - gekennzeichnet als C106UP/39 - also mutmaßlich von 1939
C106UP #4827 - Gerät von Gast - gekennzeichnet als C106UP/40 - also mutmaßlich von 1940
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Grammophon-Mini
Mi Feb 18 2026, 17:21
⇒ Mitglied seit ⇐: So Jan 18 2026, 14:55
Wohnort: Ettlingen
Beiträge: 118
Gast schrieb ...

Hallo Jungs,

ich könnte euch ein wenig helfen was das Geheimnis der Schalldose des Electrola 106UP/40 angeht, denn ich habe das Gerät. Gast schrieb darüber. Die Schalldose mit der schwarzen Abdeckung, innen verbaut eine Aluminiummembran.
Ich erlaube mir mal das Gerät hier etwas vorzustellen. Wobei ich sagen muss, dass ich nicht der absolute
Grammophontechniker bin, der hier mit allen möglichen Dosennamen um sich schmeisst, auf meiner Dose steht
nämlich gar nix drauf :-)
Dennoch ist es ein Original.

Hier ein paar Impressionen:

















Detailfragen beantworte ich sehr gerne.

Wer noch ein Video von diesem Gerät anschauen möchte, bitte schön:


Wird die Pickupschalldose an einen Röhrenradio angeschlossen? Ich habe nämlich kein Kabel von der Schalldose wegführend gesehen.
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LoopingLoui
Mi Feb 18 2026, 20:04
"Moderator"

⇒ Mitglied seit ⇐: So Sep 26 2021, 19:14
Wohnort: Altkreis Bersenbrück
Beiträge: 957
In dem Bakelit-Ring an der Öffnung des Tonarms stecken Kontakte, ein Kabel verläuft von dort durch den Trichter bis zum Anschluss an der linken Seite des Gehäuses. Original zu jedem UP gehört ein kleiner grauer Stoffsack indem ein externes Kabel verstaut wird. Damit wird es dann direkt an´s Radio angeschlossen. Ein beinahe vollständiges Exemplar:

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Webseite
Grammophon-Mini
Do Feb 19 2026, 11:50
⇒ Mitglied seit ⇐: So Jan 18 2026, 14:55
Wohnort: Ettlingen
Beiträge: 118
Danke für die Info. Du hast ja einen wirklich schönes Modell. Dieser Karton für die Schalldose muss aber relativ selten sein. Hast du dass alles aufeinmal erworben oder Stück für Stück zusammengesucht?
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Wolfgang
Do Feb 19 2026, 18:15
⇒ Mitglied seit ⇐: Fr Dez 30 2022, 13:36
Beiträge: 3
Hallo zusammen,

ich habe in meiner Sammlung ein Elektrola C 106 UP, Gerätenummer 1533. Farbe schwarz

Es ist das Gerät mit dem besten Zustand aller meiner Koffer. Ich denke fast mint.
Dabei sind die 4A, der elektrische Originaltonabnehmer, der Plattentelleraufsatz ,
der graue Sack und die Schachtel für die 4A sowie der originale Schlüssel
Kabel wurden mit stoffummantelten erneueurt. Das Stromkabel ist geerdet.
Das Werk läuft sowohl elektrisch als auch mit Federaufzug sehr leise.

Mal sehen ob ich es schaffe Fotos einzustellen
VG Wolfgang
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Bruno1902
So Feb 22 2026, 00:06
⇒ Mitglied seit ⇐: Di Sep 02 2025, 12:28
Wohnort: Niederrhein
Beiträge: 26
Hallo zusammen

Hier mein C106/40

Außer ein bißchen abstauben und den Griff nähen war glücklicherweise nichts zu tun. Evtl muss das Gegenlager des Tonarms und der Hebel für die Automatische Bremse eingestellt werden. Hab aber keine Ahnung wie das geht. Tips werden gerne entgegengenommen.

Eigentlich wollte ich das Gerät der Farbe und der vermeintlich falschen Schalldose wegen gar nicht nehmen, der Zustand und die Tatsache, daß es quasi vom Erstbesitzer kam und um die Ecke abzuholen war, hat mich schwach werden lassen. Nachdem ich den Thread hier gelesen habe war ich aber doch froh, meiner Schwäche nachgegeben zu haben, denn der Klang der Schalldose ist erstaunlich gut.
Was mich bei der NoName Dose überrascht hat war ,daß die eine dreieckige Nadelaufnahme hat, wo doch in Deutschland die Bambusnadeln überhaupt nicht so gebräuchlich waren. Mich freut es natürlich, kann ich mir den lästigen Adapter sparen.

Eine Hörprobe gibt es hier
Link - Hier klicken




















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Bruno1902
So Feb 22 2026, 09:04
⇒ Mitglied seit ⇐: Di Sep 02 2025, 12:28
Wohnort: Niederrhein
Beiträge: 26
Wolfgang schrieb ...

Hallo zusammen,

ich habe in meiner Sammlung ein Elektrola C 106 UP, Gerätenummer 1533. Farbe schwarz

Es ist das Gerät mit dem besten Zustand aller meiner Koffer. Ich denke fast mint.
Dabei sind die 4A, der elektrische Originaltonabnehmer, der Plattentelleraufsatz ,
der graue Sack und die Schachtel für die 4A sowie der originale Schlüssel
Kabel wurden mit stoffummantelten erneueurt. Das Stromkabel ist geerdet.
Das Werk läuft sowohl elektrisch als auch mit Federaufzug sehr leise.

Mal sehen ob ich es schaffe Fotos einzustellen
VG Wolfgang



Hallo Wolfgang,
Bin sehr gespannt auf die Bilder. So vollständig ist meines leider nicht. Ich hätte da gern mal ein paar Fragen, wenn ich darf.

Funktioniert der Pickup aufsatz bei Deinem? Welchen Kabelquerschnitt hat Du für das Tonabnehmer Kabel genommen? Wie hast Du das Gerät geerdet?

Grüsse!
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Wolfgang
So Feb 22 2026, 11:54
⇒ Mitglied seit ⇐: Fr Dez 30 2022, 13:36
Beiträge: 3
Hallo Bruno,
fragen darf man immer. Ich hoffe die Antworten entäuschen dich nicht.

Ob der Pickup funktioniert kann ich nicht sagen, mangels passendem Radio. Da er offensichtlich (Schrauben) unberührt ist befürchte ich er ginge altersbedingt nicht mehr. Die interne Verbindung zwischen Tonarm und seitlichem Anschluss ist jedenfalls durchgängig

Um optisch so nahe wie möglich an das Original für das Verbindungskabel zu kommen habe ich damals stoffumanteltes Kabel besorgt, mit drei einzelnen in einander verdrehten Adern. 2x Pickup, 1x Erde. Zugegeben, über den Kabelquerschnitt habe ich mir keine Gedanken gemacht.

VG und einen schönen Sonntag
Wolfgang
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Bruno1902
So Feb 22 2026, 18:26
⇒ Mitglied seit ⇐: Di Sep 02 2025, 12:28
Wohnort: Niederrhein
Beiträge: 26
Danke!
Ich muss zugeben, ich habe nicht mal Ahnung wie man den Durchlaß prüfen kann bzw wie ich genau an das Radio anschließen. Ich habe die Erde, die an der Seite des Gerätes ist, mit der Erde des Radios verbunden und dann zwei Stecker jeweils mit dem Radio und dem Grammophon verbunden. Es kam nix beim Radio an. Hätte ich die Erde des Grammophones, also die Buchse nahe des Tonarmes, noch irgendwie verbinden müssen?
Bei den Kabeln habebich es wie du gehalten. Wegen des Querschnittes fragte ich mich nur, ob der noch dünner als 0.5mm sein müsste, damit überhaupt etwas am Radio ankommt. An meinem alltagspickup sind nur hauchdünne Drähtchen die Verbindung zum Radio...
Aber wie gesagt. Ich bin nur Anwender und habe überhaupt keine Ahnung von der Technik.
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