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Foren > Schellackplatten > Diskussionskreis Schellackplatten
Unterschiedliche Labels auf einer Platte
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Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, DGAG, Der_Designer
Autor Eintrag
Museum
Di Mär 01 2016, 16:08
Gast
vor allem kann man das fast als eigenes Sammelgebiet aufmachen... na mal sehen, wie viele mir da noch unterkommen... scheint ja wohl doch kein Einzelfehler zu sein... wessen Opa war bei Parlophon beschäftigt und kann uns was dazu erzählen? ;-)
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Arto
Do Mär 03 2016, 00:46
Dabei seit: Di Jan 07 2014, 01:33
Wohnort: z.Z. Dänemark
Einträge: 189
Erstens: meistens wurde das Label nicht auf der gepressten Platte geklebt, aber in der Pressmasse während der Pressung eingeschmolzen, bei Temperaturen um 140 Grad. Labels waren teuer: die wurden auf hitzebeständigem Papier mit hitzebeständigen Druckfarben gemacht und mussten kreisrund gestaltet werden -- d.h. mit grossem Materialverlust. Die wurden daher sorgfältig trocken und einsatzbereit auf der Dauer aufbewahrt. Bei den frühen Gramophone Co.-Labels wurde die Banknoten-Druckerei De La Rue als Ratgeber wegen Papier und Druckfarben eingeschaltet, obwohl die Labels letztendlich in Hannover gedruckt wurden. Ein De La Rue war Vorstandsmitglied von Gramophone Co.

Späte akustische Pathé-Platten verwendeten u.U. eingeschmolzene Altpapier-Zirkeln und hatten darauf geklebte Labels. Bei Gramophone Co. verwendete man die Labelfarbe als Preisindikator, und beispeilsweise findet man alte Gramophone Concert Record-Platten (grünes Billiglabel von Gramophone Co.), die mit dem neuen blauen His Master's Voice-Label überklebt waren (und auch eine andere Katalognummer hatten). So wurde mit Restauflagen umgegangen, die auf dieser Weise "modern" verkauft werden konnten. Löst man das neue Label auf der einen Seite ab, hat man schon eine Platte mit unterschiedlichen Labels!

Zweitens: doppelseitige Platten gab es unterschiedlich gekoppelt, und dazu gab es auch einsetige Platten. Daher war es gar nicht selten, dass ein Titel häufiger gepresst wurde als die andere. Solange es Vorrat an Labels gab, hat man einfach bis zu Erschöpfung des Vorrats Platten gepresst, und (hoffentlich rechtzeitig!) neue bestellt. Aber 10 Jahre später hatten sich die Typen geändert, und die Label-Informationen wurden kopiert mit neuer Gestaltung. Daher sind unterschiedliche Labels auf Platten recht gut bekannt und nicht besonders eigentümlich.

Bestens,
Arto
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_-_-_
Fr Mär 25 2016, 15:17
Dabei seit: Do Mai 12 2011, 09:46
Einträge: 270
Beispiel der Deutschen Grammophon: Link - Hier klicken

[ Bearbeitet Fr Mär 25 2016, 15:17 ]
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