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Foren > Firmengeschichte, Labels, Hüllen, und Matrizen > LABELKUNDE - Deutschsprachige Labels und Firmengeschichte > Labels I-J
International Talking Machine Co.m.b.H. (Odeon-Record)
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, Der_Designer
Autor Eintrag
Starkton
Fr Nov 18 2016, 20:16 Druck Ansicht
Dabei seit: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Einträge: 1927
International Talking Machine Co.m.b.H.

Die International Talking Machine Co.m.b.H. wurde am 27. Oktober 1903 in das Berliner Handelsregister eingetragen. Der in Deutschland lebende Amerikaner Frederick Marion Prescott brachte als Geschäftsführer die ihm gehörenden Aktien der International Zonophone Company, seine Anteile an Patenten, einen Vertrag, betreffend die Ausnutzung von Patenten und seine geheimen Verfahren zur Herstellung von Schallplatten in die Gesellschaft ein. Das Geschäftsbüro befand sich in Berlin Neu-Weissensee, Lehderstraße 22-23.

Bereits am 17. Oktober 1903 wurde das Wortzeichen "Odeon" angemeldet und am 4. Februar 1904 unter Nr. 66576 eingetragen. Das Bildzeichen eines von Säulen getragenen Kuppelbaus folgte erst am 31. Dezember 1904 unter Nr. 75446. Ebenfalls bis zum 31. Dezember 1904 besaß die Kalliope Musikwerke A.G. in Leipzig die Alleinvertretung für die International Talking Machine Co., danach gab es verschiedene nationale und internationale Odeon-Verkaufsstellen.

Im Jahr 1911 wird die Plattenmarke von der Carl Lindström A.G. aufgekauft und unter dem Namen „International Talking Machine Co.m.b.H. Odeon-Werke“ weitergeführt. Weitere Informationen sind hier zu finden: Link - Hier klicken


Im Laufe der Jahre sind viele exotische Labels erschienen. Eines der schönsten ist das abgebildete, welches etwa im Jahr 1907 für den chinesischen Markt eingeführt wurde. Nachpressungen zeigen das Motiv in Golddruck auf rotbraunem Untergrund, siehe weiter unten.


Mit chinesischer Hilfe konnte ich die Schriftzeichen übersetzen. Von rechts nach links gelesen bedeuten die beiden obersten "Odeon (Theater) Record." In der rechten Spalte steht von oben nach unten "Erstklassiger berühmter Sänger," gefolgt von seinem Namen "Jin Xiāng Cui," was "Gold Duft Grün" bedeutet. In der linken Spalte steht "Vorderseite," darunter "Treue, Pietät" und das Zeichen für eine Rhythmusform innerhalb der Oper. Die Worte Treue und Pietät sind sicherlich Bestandteil des Namens des Theaterstücks.

In einer ovalen Kartusche zwischen den Schriftzeichen ist ein sitzender Einheimischer in Braun- und Ockertönen dargestellt, wie er dem Klang eines Trichtergrammophons lauscht. Auffällig ist, dass er sehr einfach gekleidet ist. Vor allem Arbeiter trugen dieses zweiteilige Gewand mit kurzem Ober- und Unterteil. In der Pekingoper waren allerdings auch die Rollen von alten Männern mit Schauspielern besetzt, die sich viel bewegen mussten und deshalb "sportliche" Kleidung benötigten.


Hafenansicht aus der Zeit der Tonaufnahme

Die Matrizennummer dieser Aufnahme lautet xTI 288a (Rückseite xTI 289b). Rainer Lotz identifiziert wegen des Kürzels "TI" den Aufnahmeort Tianjin: Link - Hier klicken Die alte Hafenstadt nahe der Hauptstadt Peking erlangte als "Shanghai des Nordens" ab Mitte des 19. Jahrhunderts eine besondere Bedeutung als Handelszentrum vor allem europäischer Kolonialmächte.

Label der Nachpressung eines Gesangsstücks mit Instrumentalbegleitung vom selben Aufnahmeort


[ Bearbeitet Fr Nov 18 2016, 20:58 ]
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alang
Fr Nov 18 2016, 20:41
Dabei seit: Di Jun 12 2012, 19:52
Wohnort: Delaware, USA
Einträge: 571
Hallo Stephan, vielen Dank fuer die interessanten Details ueber die Odeon Urspruenge.
Viele Gruesse
Andreas
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berauscht
Mo Nov 21 2016, 11:43
"Urgestein" Autor/Moderator

Dabei seit: Mi Jan 06 2010, 21:59
Einträge: 1439
Siehe auch: Link - Hier klicken Hermann Maassen (Gereralvertreter für Österreich-Ungarn und Rumänien)
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