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Foren > Firmengeschichte, Labels, Hüllen, und Matrizen > LABELKUNDE - Internationale Labels > Labels E-F
Edison Record
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, DGAG, Der_Designer
Autor Eintrag
krammofoon
Fr Nov 25 2016, 20:50 Druck Ansicht
Schellack-Gnadenhof
Dabei seit: Mo Jun 27 2011, 20:47
Einträge: 1178
Servus :-)

Eine Platte, welche mich heute in einem kleinen Konvolut EDISON DIAMOND DISCS erreichte und mich aber sofort elektrisiert zusammenzucken ließ.....

eine DIAMOND-DISC-Variante, welche nur ein Jahr lang hergestellt wurde, nämlich von 1926 bis 1927 und welche in der mir vorliegenden Ausführung bis zu 24 Minuten Aufnahme wiedergeben konnte!

Leider waren hier die Tonausbeute und die Lautstärke gegenüber den üblichen DIAMOND DISCS um einiges geringer, da bei gleichem Durchmesser mit einer wesentlich höheren Rillendichte gearbeitet wurde, um diese hohe Laufzeit zu erzielen. Das ging selbstverständlich zu Lasten der Qualität.

Was diese Platten hier so rar macht, ist ihre sehr kurze Produktionszeit von nur einem Jahr, Dann wurde - aufgrund der zuvor beschriebenen Fakten - dieses Format auch schon wieder verworfen.

Übrigens gab es auch noch eine 12"-Variante, welche bis 40 Minuten Aufnahme wiedergeben konnte!

Gruss
Georg


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snookerbee
Fr Nov 25 2016, 21:03
"Urgestein"

Dabei seit: Fr Apr 15 2011, 20:12
Einträge: 1757

THIS RECORD CAN BE PLAYED ONLY WITH EDISON LONG PLAYING REPRODUCER

... das heißt, dass der normale Stylus dafür ungeeignet ist und die vermutlich geringere Rillenbreite noch speziellere Abtastung erfordert, als Diamond Disc ohnehin schon? Ein möglicher Grund, warum sich das nicht durchgesetzt hat?
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Charleston1966
Sa Nov 26 2016, 23:12
Dabei seit: Mo Nov 12 2012, 11:19
Wohnort: Im Schwabenländle
Einträge: 387
Herzlichen Glückwunsch Georg, da haste ja ne tolle Rarität geangelt. Allein der andere Reproducer hätte nicht ausgereicht auch brauchte man ein Gerät mit einer umschaltbaren Gearbox, die es allerdings wohl auch zum Nachrüsten gab, sonst wäre der Tonarm zu schnell über die Platte gefführt worden, damit hat man die Umdrehungsgeschwindigkeit der Gewindestange womit der Arm angetrieben wurde verlangsamt. Siehe hier Link - Hier klicken

LG Karlheinz

[ Bearbeitet Sa Nov 26 2016, 23:13 ]
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Starkton
So Nov 27 2016, 18:25
Dabei seit: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Einträge: 1927
Einiges an Potential blieb bei diesem neuen Tonträger ungenutzt: Bei keiner "Edison Long Playing Record" wurde die Spieldauer nämlich dazu verwendet, längere Stücke aufzunehmen, die zum Beispiel eine ganze Plattenseite einnehmen. Gerade im Opernbereich hätte vieles (erstmals) ungekürzt veröffentlicht werden können.
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veritas
So Nov 27 2016, 20:00
Dabei seit: Do Jun 28 2012, 17:52
Wohnort: Allgäuer Provinzpampa
Einträge: 461
Die geringere Lautstärke hast Du absolut treffend beobachtet. Qualitativ war dieses Format aber in der Tat eine schlechte Umsetzung. Das lag, wen überrascht es, vorwiegend an Mr. Edisons Hang zur falschen Sparsamkeit:

Die Künstler wurden damals nur nach Studiositzung bezahlt und nicht an den Einnahmen der Verkäufe beteiligt. Und deshalb sind alle Edison-LPs akustisch hergestellte Zusammenschnitte, von normalen Diamond Discs. Die Kopien wurden nach den gängigen Trichter-in-Trichter-Methode hergestellt. Dadurch mußten für diese Platten keine Extra Studioaufnahmen geschnitten werden und man konnte sich einfach aus dem vorhandenen Repartoire bedienen.

Das ging natürlich direkt auf die Lautstärke und allgemeine Tonqualität. Selbst mit dieser irrwitzig feinen Rille hätte man mit einer Direktaufnahme eine ungleich bessere Qualität erzielen können. Aber man wollte lieber Geld sparen.
Hinzu kam noch das Problem, daß diese Rille sehr schnell beschädigt werden konnte, z.B. schon durch ein Rumpeln des Motors, bei dem der Diamand hüpfte.

Hier mal einige feste Rillendichten zum Vergleich (tpi = tracks per inch):

2-Minuten-Walze: 100 tpi
Diamond Disc: 150 tpi
4-Minuten-Walze: 200 tpi
Diamond Disc LP: 450 tpi

Zu meiner Überraschung hatte ich vor Jahren mal eine Edison-LP in der Hand mit einem Sticker auf dem Label von einem Händler aus Berlin. In der Weimarer Republik waren diese Platten also tatsächlich auch mal hier in Deutschland zu erwerben. Entsprechend muß es auch das eine oder andere passende Gerät gegeben haben. Ein Verkaufsschlager wird es hierzulande aber ebenso wenig gewesen sein, wie auf der anderen Seite des Atlantiks.

Dennoch ist es meiner Meinung nach die wirklich erste Langspielplatte (mind. 10 Minuten/Seite) und schon deshalb ungemein interessant.
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