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Foren > Grammophone > Reparatur
Reparatur einer Doppelfederdose
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, Der_Designer
Autor Eintrag
Limania
So Apr 23 2017, 09:20 Druck Ansicht
Dabei seit: Mo Mai 21 2012, 15:14
Einträge: 1149
Hallo

Wie man eine Federdose öffnet und reinigt, wird hier Link - Hier klicken ja sehr schön erklärt und beschrieben.
Auch gibt es, zu diesem Thema, inzwischen sehr viele Threads.

Die Dose, die ich Gestern geöffnet und gereinigt habe, möchte ich euch dennoch zeigen, da es sich um eine Doppelfederdose handelt.

Obwohl ich schon einige Federdosen gereinigt habe, war diese doch neu für mich. In einer Dose zwei Federn und Bajonettverschluß, sowas hatte ich noch nie ...

An der großen Zahnradscheibe ist ein hohler Stift mit einem Dorn, der in eine der Federn greift. Durch drehen lies er sich leicht aushaken. An der Achse mit dem kleineren Zahnrad befindet sich der Dorn für die andere Feder.










Wie man hoffentlich erkennen kann, steht auf beiden Dosenteilen jeweils "auf" und "zu".
Mit Hilfe zweier Rohrzangen war die Dose schnell geöffnet..








Zwischen den beiden Federn befindet sich eine dünne Metallscheibe...
Auch sehr schön zu sehen, ist eine der Einkerbungen, in denen (im geschlossenen Zustand) kleine Stifte der anderen Dosenhälfte greifen.





Nach dem Aushaken der Achse, ging es darum, die Federn aus dem Gehäuse zu bekommen, was schwerer ging, als ich erwartet hatte.
Bisher hatte ich immer Federn mit einer Breite von 1,8 bis 2 cm. Diese hier sind aber 2,4 cm breit und diese 4 mm extra hat man gemerkt.
Die Federn saßen wesentlich fester in ihrem Gehäuse und es war beachtlich mehr Kraft dahinter, als ich sie raus holte...







Die erste Feder war ausgehakt und kam mir dann auch ziemlich schnell entgegen

Nach dem reinigen, mussten die Federn wieder zurück in ihre Dosen. Auch hier waren die 4 mm Extrabreite sehr zu spüren. Mit viel Fett, was ich immer während des Einbauens schon mit rein schmiere, viel Kraft und Schweiß, war die erste Feder wieder drin.






Dann überlegte ich, wie rum ich nun eigentlich die ausgehakte Feder wieder einhängen soll. Sie war mir so schnell raus gesprungen, das ich da nicht drauf geachtet hatte... Schnell war klar, sie muss genauso rum rein, wie die andere Feder auch, nämlich entgegen dem Uhrzeigersinn. Beim Zusammenbau der beiden Dosen, wird eine Dose ja automatisch gedreht, sodass die beiden Dorne, die in entgegengesetzte Richtungen zeigen, einhaken können.
Zum Glück klappte das auch wunderbar...
Die Dose war schnell wieder zusammen gesteckt. Man musste nur darauf achten, das die kleinen Stifte der einen Dosenhälfte, in den Einkerbungen der anderen Hälfte waren. Mit etwas Druck war die Dose wieder zu und mit Hilfe der Rohrzangen war sie wieder fest verschlossen.






Bei jeder Reparatur an einer Federdose, immer daran denken: Handschuhe, langärmlige Kleidung und Schutzbrille!
Hinter so einer kleinen Feder steckt mehr Kraft, als man glauben mag!

LG Limania




[ Bearbeitet So Apr 23 2017, 12:36 ]
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krammofoon
So Apr 23 2017, 09:41
Schellack-Gnadenhof
Dabei seit: Mo Jun 27 2011, 20:47
Einträge: 1162
Servus :-)

Chapeau, chapeau... ...

Eine sehr anschaulich dargestellte Dokumentation! Wäre ich nicht so ein Hasenfuß, dann würde ich mich ja auch mal an so eine Federdosenrevision trauen.

Allerdings sollte nach dieser Anleitung ja eigentlich nichts mehr schief gehen. Mal sehen...

Auf alle Fälle vielen Dank für eine weitere uneigennützig erstellte Anleitung für die Forengemeinschaft.

Gruss
Georg
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Nipper
So Apr 23 2017, 10:50
Dabei seit: Fr Feb 24 2017, 09:06
Einträge: 30
Danke für die Mühe des aufschlussreichen Beitrags,sehr hilfreich wenns bei mir mal soweit ist...
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VoxHumana
So Apr 23 2017, 13:07
Dabei seit: Mi Okt 12 2016, 21:13
Wohnort: Baden
Einträge: 159
Vielen Dank auch von mir!
Dein Beitrag kommt wie gerufen, da ich wohl demnächst vor genau dem gleichen Problem stehen werde.
Liebe Grüße Annette
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alang
So Apr 23 2017, 17:52
Dabei seit: Di Jun 12 2012, 19:52
Wohnort: Delaware, USA
Einträge: 572
Gute Beschreibung. Ich kann nur unterstreichen, dass minimal breitere Federn wesentlich mehr Kraft zum Installieren benoetigen. Bei den ganz starken verzichte ich deshalb aufs Fetten während der Installation, weil man um jedes bisschen mehr Griffigkeit froh sein kann. Wenn man hinterher ein paar Mal voll aufzieht und dann ablaufen laesst dann verteilt sich das Fett schon.

Auch von mir Respekt und Gratulation zu dieser sehr schwierigen Arbeit.

Andreas
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Limania
Mo Apr 24 2017, 18:14
Dabei seit: Mo Mai 21 2012, 15:14
Einträge: 1149
Vielen Dank euch, für eure lieben Kommentare


LG Limania
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