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Columbia Dictaphone: Wer kann mir weiterhelfen?
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, Der_Designer
Autor Eintrag
Da_Anda
So Sep 30 2018, 18:30 Druck Ansicht
Dabei seit: Fr Jan 06 2017, 19:24
Wohnort: Starnberger See
Einträge: 102
Servus Beinand,
ich habe vor geraumer Zeit dieses elektrische Dictaphone von Columbia bekommen. Neben dem Gerät inkl. Deckel ist noch ein Kopfhörer, ein Sprechtrichter und sogar ein noch funktionierender Druckluftfußschalter zum Starten und Stoppen dabei. Angeblich stammt das Dictaphone aus dem österreichischen Finanzministerium.









Nun habe ich trotz gewisser Recherche nichts über dieses Dictaphone im Internet finden können.
Da ich mir nun vorgenommen habe, dieses Gerät über den Winter zu restaurieren (wenn es sich überhaupt noch restaurieren lässt), bräuchte ich ein paar Informationen. Vor allem müsste ich zunächst mal wissen, um welchen Motor es sich da handelt, also Gleichstrom oder Wechselstrom und welche Spannung?





Welches Baujahr hat das Dictaphone?
Für Eure Hilfe und Infos bedanke ich mich jetzt schon sehr herzlich. Gerne werde ich das Dictaphone dann einstellen, sobald es fertig restauriert ist und funktioniert.
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DGAG
So Sep 30 2018, 19:40
Dabei seit: So Dez 31 2017, 12:30
Wohnort: Berlin
Einträge: 172
Diktiergeräte dieser Art wurden als "Commercial Graphophone" Ende 1906 der Öffentlichkeit vorgestellt und im Mai 1908 in "Dictaphone" umbenannt. Die Version mit Motorgehäuse aus Holz ist früher und auch seltener als diejenige mit Blechgehäuse.

Leider kann man damit keine kommerziell bespielten Walzen abspielen, da das Gewinde der Leitspindel 150, eine andere Quelle sagt 160, Zähne pro Zoll hat.

Hier sind einige Informationen über das "Commercial Graphophone". Darin heißt es, dass dieses Gerät damals mit 110 Volt Gleichstrom betrieben wurde:
dictaphone.pdf
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Da_Anda
Mo Okt 01 2018, 12:56
Dabei seit: Fr Jan 06 2017, 19:24
Wohnort: Starnberger See
Einträge: 102
Vielen herzlichen Dank für die Infos an DGAG. Hat mir sehr weitergeholfen.
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DGAG
Mo Okt 01 2018, 13:13
Dabei seit: So Dez 31 2017, 12:30
Wohnort: Berlin
Einträge: 172
Ich habe in dem Beitrag zu dem ich oben verlinkt habe etwas wichtiges überlesen, nämlich, dass man beim Kauf eines "Commercial Graphophone" bzw. "The Dictaphone" zwischen zwei Versionen wählen konnte. Eine arbeitete mit Gleich-, die andere mit Wechselstrom.
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berauscht
Mo Okt 01 2018, 19:25
"Urgestein" Autor/Moderator

Dabei seit: Mi Jan 06 2010, 21:59
Einträge: 1340



Den Generalvertrieb für Österreich hatte die Firma A. Thallmayer & Co. in Wien.

Adalbert Thallmayer war vermutlich mit Robert E. Thallmayer verwandt, welcher Direktor der Columbia Graphophon Ltd. war.
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Da_Anda
Mi Okt 03 2018, 17:42
Dabei seit: Fr Jan 06 2017, 19:24
Wohnort: Starnberger See
Einträge: 102
So, Problem gelöst :-)
Ich habe heute das Teil mal so richtig auseinander genommen, vor allem um erstens die Funktionsweise zu verstehen und zweitens mit der Reinigung zu beginnen.
Dabei hab ich an dem Motor ziemlich versteckt ein kleines fast unleserliches Schild gefunden, auf dem ich glaube, folgenden Text entziffert zu haben:

"WESTINGHOUSE ELECTRIC & MFG Co.
Pittsburg, PA, U.S.A.
This Motor with proper resistance may be used on circuits carrying
Direct current or Alternating current of any frequency up.
- Cycles
Style No 123374
Serial No 355441
Patented Aug 17, 97, June 29, 09"

Es handelt sich somit um einen Universalmotor, der sowohl mit DC als auch mit AC betrieben werden kann. Freudig erregt habe ich zunächst mal den Kommutator abgeschliffen und gereinigt, den Ein-/Auschalter gereinigt (also das Kupferoxid von den Federn gekratzt), das Dictaphone ohne weitere Reinigung weitestgehend wieder zusammengebaut und einfach mal an 110V AC hingehängt. Und siehe da: Der Motor lief ohne Probleme an. Ich habe ihn etwa 15 Minuten laufen lassen, dabei wurde er gerade mal gut handwarm.
Ich werde nun die kommenden Wochen das Dictaphone komplett reinigen, defekte Teile wie das Gehäuse und die Dichtung der Schalldose reparieren bzw. ersetzen, alles zusammenbauen und hoffentlich in Betrieb nehmen.

Sobald ich fertig bin, werde ich das Dictaphone dann gerne im entsprechenden Forum vorstellen.
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Da_Anda
Di Okt 23 2018, 08:21
Dabei seit: Fr Jan 06 2017, 19:24
Wohnort: Starnberger See
Einträge: 102
Nach Wochen des Dictaphon-bezogenen Nichtstuns, hab' ich nun begonnen, mich mit dem Recorder/Reproducer zu beschäftigen. Da der Dichtungsring oder Distanzring zerbröselt war, habe ich die Membran entfernt, die Brösel rausgeräumt und die harte Dichtungsmasse auf der Oberseite der Membran ganz vorsichtig entfernt. Nun muss ich das ganze wieder zusammenbauen. Deshalb folgende Fragen:
1.) Ich vermute einmal, dass die verharzte Dichtungsmasse, Wachs ist. Liege ich damit richtig?
2.) Ferner vermute ich, dass es sich bei dem Ring um einen Distanzring ohne große Dichtungsfunktion sonder nur als Abstandshalter zum Gehäuse handelt. Ist das richtig?
3.) Kann ich den Distanzring dennoch mit Sekundenkleber im Gehäuse festpappen und die Membran anschließend auch mit Sekundenkleber auf dem Distanzring festpappen? Ich scheu mich nämlich etwas davor, mit flüssigem Wachs zu arbeiten. Da bin ich mit meinen Wurstfingern etwas ungeschickt :-)

Vielen Dank schon mal für Eure Antworten.





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alang
Di Okt 23 2018, 18:06
Dabei seit: Di Jun 12 2012, 19:52
Wohnort: Delaware, USA
Einträge: 560
Also Sekundenkleber wuerde ich nicht nehmen. Wenn du ohne Wachs kleben willst, nimm doch einen Tropfen Schellack, der ist mit Alkohol gleich wieder entfernt wenn noetig.
Soviel ich weiss sollte unten ein Gummiring sein, der nicht nur Abstand haelt sonder auch abdichtet. Oben dann mit einer duennen Wachsrolle rund herum hindruecken und dann mit einem Foen vorsichtig warm machen zum Abdichten. Einfach etwas Kerzenwachs mit den Fingern zu einer Schnur rollen sollte ganz einfach sein.

Andreas
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berauscht
Di Okt 23 2018, 19:55
"Urgestein" Autor/Moderator

Dabei seit: Mi Jan 06 2010, 21:59
Einträge: 1340
alang schrieb ...

Einfach etwas Kerzenwachs mit den Fingern zu einer Schnur rollen sollte ganz einfach sein.

Andreas

Oder einen Steifen aus einer schwarzen Wachsplatte (gibts im Bastelgeschäft) schneiden. So lang erwärmen bis der Steifen beim biegen nicht mehr bricht.
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Da_Anda
So Okt 28 2018, 17:34
Dabei seit: Fr Jan 06 2017, 19:24
Wohnort: Starnberger See
Einträge: 102
berauscht schrieb ...

alang schrieb ...

Einfach etwas Kerzenwachs mit den Fingern zu einer Schnur rollen sollte ganz einfach sein.

Andreas

Oder einen Steifen aus einer schwarzen Wachsplatte (gibts im Bastelgeschäft) schneiden. So lang erwärmen bis der Steifen beim biegen nicht mehr bricht.

Vielen Dank für die Tipps. Ich hab mir gleich so eine Wachsplatte besorgt und einen Streifen davon hingepappt. Ist zwar bei Zimmertemeratur etwas weich, hält die Membran aber sehr gut in der Dose und ist vor allem druckdicht.


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