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Eine Caruso-Platte und eine Frage
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Autor Eintrag
juliuskalliope
Sa Apr 16 2022, 17:33 Druck Ansicht
⇒ Mitglied seit ⇐: Sa Nov 27 2021, 10:11
Wohnort: Stuttgart
Beiträge: 34
Hallo Allerseits!
Vor ein paar Monaten habe ich diese sehr alte Schellackplatte gekauft:

Diese ist wahrscheinlich zwischen 1905 und 1910 entstanden. Was ich interessant finde, ist das man auf der Rückseite Lizenzhinweise und Preise sehen kann. Da sieht man Mal wie teuer so eine Platte war (3$ in 1905 sind in heutigem Geld fast 100$):

Meine Frage zu dieser Platte klingt vielleicht etwas komisch: Ist das Label aus Papier oder aufgemalt?
Es sieht aufgemalt beziehungsweise aufgedruckt aus, aber warum ist es dann rot?
Ich freue mich auf Antworten
Grüße
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gramofan
Sa Apr 16 2022, 18:19
⇒ Mitglied seit ⇐: Sa Okt 01 2011, 20:32
Wohnort: bei Berlin
Beiträge: 1098
Das ist (wie auch der Zettel auf der Rückseite) ein Papierlabel. Es wurde vor dem Pressen in die Presse eingelegt und beim Pressvorgang mit der Schellackmasse verbacken. Nur in seltenen Fällen wurden Etiketten nachträgllich aufgeklebt. Meist, wenn beim Pressen ein falsches Etikett verwandt wurde oder man die Informationen auf dem Etikett ändern wollte. Auf die Platte aufgedruckte Label sind mir persönlich nicht bekannt, mag es aber gegeben haben. Das Bruchrisiko dabei dürfte zu hoch gegwesen sein. Bei frühen Berliner-Platten gibt es "Label"-Informationen, die in das Aufnahme-Wachs eingeprägt wurden und daher bei der fertigen Platte erhaben hochstehen. Die sind aber nicht farbig hervorgehoben worden.

[ Bearbeitet So Apr 17 2022, 13:14 ]
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shellackotto
Sa Apr 16 2022, 22:19
⇒ Mitglied seit ⇐: Di Feb 15 2022, 21:53
Wohnort: USA
Beiträge: 54
Diese Aufnahme hat Caruso am 11. Februar 1906 in New York gemacht (Link-Hier klicken!), und dies ist die Originalausgabe von 1906 auf Victor Patents-Etikett.
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DGAG
So Apr 17 2022, 23:18

⇒ Mitglied seit ⇐: So Dez 31 2017, 12:30
Wohnort: Berlin
Beiträge: 566
gramofan schrieb ...

Bei frühen Berliner-Platten gibt es "Label"-Informationen, die in das Aufnahme-Wachs eingeprägt wurden und daher bei der fertigen Platte erhaben hochstehen.

Diese bei der fertigen Platte erhaben hochstehenden Informationen wurden ab Mai 1900 nicht in das Wachsoriginal sondern in den Pressstempel spiegelverkehrt eingeschlagen, bzw. mittels eines Pantographen eingraviert.
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