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HMV 5A Schalldose Membran gerissen
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Ffp996
Di Jan 17 2023, 18:42 Druck Ansicht
⇒ Mitglied seit ⇐: Mo Jan 09 2023, 17:38
Beiträge: 5
Hallo,

ich bin neu auf diesem Gebiet und habe eine Frage.

Lässt sich eine Alumembran, die zwei kleine Risse/Löcher hat noch reparieren?

Wenn ja, wie?
Könnte man die Risse zum Beispiel mit Wachs verschließen?

Foto ist anbei.

Vielen Dank.

[ Bearbeitet Di Jan 17 2023, 18:45 ]
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Ffp996
Di Jan 17 2023, 18:47
⇒ Mitglied seit ⇐: Mo Jan 09 2023, 17:38
Beiträge: 5
Ffp996 schrieb ...

Hallo,

ich bin neu auf diesem Gebiet und habe eine Frage.

Lässt sich eine Alumembran, die zwei kleine Risse/Löcher hat noch reparieren?

Wenn ja, wie?
Könnte man die Risse zum Beispiel mit Wachs verschließen?

Foto ist anbei.

Vielen Dank.



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gramofan
Di Jan 17 2023, 19:04
⇒ Mitglied seit ⇐: Sa Okt 01 2011, 20:32
Wohnort: bei Berlin
Beiträge: 1211
Nach meiner Erfahrung ist jeder Reparaturversuch aussichtslos - ich könnte mir aber vorstellen, dass der gezeigte Schaden klanglich gar nicht sehr ins Gewicht fällt (?). Dann würde ich das Ganze so lassen. Ansonsten könntest du mal bei ebay UK auf die Suche gehen, ob da gelegentlich eine Membran (diaphragm) für eine HMV 5A angeboten wird. Habe sowas da schon mal gesehen. In D dürfte sowas eher nicht auftauchen, obwohl die Electrola 5A-Schalldose baugleich ist.
Viel Glück

[ Bearbeitet Di Jan 17 2023, 19:06 ]
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PONOPHON
Mi Jan 18 2023, 06:51
⇒ Mitglied seit ⇐: Sa Dez 12 2015, 17:45
Wohnort: Österreich
Beiträge: 281
Ich würde die Membrane nur mit einem weichen Pinsel entstauben und die Risse mit Sekundenkleber auffüllen und verkleben. Den Kleber nicht direkt auftragen, sondern mit einer Stecknadel etwas Kleber aufnehmen und in die Risse streifen, so lange bis sie geschlossen und die Seiten miteinander verklebt sind. Ggf. dazwischen trocknen lassen. Wachs halte ich für nicht geeignet, da es nicht wirklich gut klebt. Es könnte sein, dass es sich bei bestimmten Frequenzen löst und die Kanten der Risse aneinander reiben, so dass sich Störgeräusche entwickeln könnten.
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Orthophonix
Fr Apr 24 2026, 23:04
⇒ Mitglied seit ⇐: Mi Jun 04 2025, 13:02
Wohnort: Altstätten SG, Schweiz
Beiträge: 24
Hallo zusammen

Ich finde das auch ein sehr interessantes Thema und sehe, dass es den Anderen da auch nicht anders geht als mir... Auch wenn ich den Thread etwas spät entdeckt habe, möchte ich hier meine Erfahrungen und Ansichten einmal einbringen.

Bei den HMV No. 5A und 5B Schalldosen würde ich auch am ehesten nichts machen. Reinigen und schauen, ob es nicht doch ohne Reparatur einen brauchbaren Klang hat. Hintergrund wäre hier für mich, dass diese Schalldosen im Gegensatz zu den meisten anderen nicht luftdicht abgedichtet sind, sondern mit Filzdichtungen, die immer und gewollt etwas luftdurchlässig sind. Deswegen sollte etwas zusätzlicher Duchzug in der Membran hier nicht allzusehr stören. So habe ich solche kleineren Schäden auch mit gutem (klanglichem) Erfolg so belassen.

Wenn der Klang mässig ist und die Zinkguss-Rückseite noch nicht verquollen ist und sich also noch abmontieren lässt, kann man die Filzdichtungen einmal vorsichtig durchwalken so dass sie wieder fluffig werden, denn diese können, vermutlich durch Staubeinlagerung und Feuchtigkeit im Wechsel, verhärten, was den Klang mehr beeinträchtigen kann als die kleinen Löcher oder Einrisse in der Membran. Jedenfalls war die Schalldose, bei der ich es so gemacht hatte, danach klanglich erheblich besser. Im äusseren Bereich der Membran können dabei auch Defekte in derselben auftreten, die wenn man die oxidierten bröseligen Stellen entfernt hat, recht gross werden können und den gesamten Dichtungsbereich lokal betreffen können. Hierzu hatte ich an andere Stelle gelesen, dass man das auch oft ohne Klangveruste so belassen kann, was ich vollkommen bestätigen kann.

Sollten die Defekte grösser sein, habe ich sie mit verschiedenen Methoden und nicht immer guten Ergebnissen behandelt:

Kleinere Defekte habe ich öfters mit wenig dünnem Bienenwachs von einer Kerze behandelt. Die Membran und das Wachs werden hierbei wie bei der Versiegelung der Mittellochschraube mit einem Lötkolben erhitzt, das Wachs verteilt sich dann mehr oder weniger schön, evtl. muss man es wiederholen. Das funktioniert recht gut, denn das Bienenwachs ist recht zäh, klebrig und elastisch und macht sich bei Wärme ausreichend dünn, um nicht zu schwer zu werden. Kleinere Risse lassen sich so überbrückend abdichten, und auch ein Reiben der Enden aneinander würde so verhindert, sofern das überhaupt Klangprobleme auslösen sollte.

Bei grösseren Defekten habe ich nach einem Membranersatz gesucht, um hier die Dichtheit wieder herzustellen. Ich habe hier im Temporärprogramm der deutschstämmigen Discounter ein selbstklebendes dünnes Aluminiumklebeband ("Duct Tape") gefunden und eingesetzt. Das klappt bei zentralen Problemen (Loch ausgerissen, oftmals bei Columbia No. 9 und 15) recht gut, da die Membran zentral möglichst nicht sehr verformbar sein sollte, um mehr Luft bewegen zu können. Peripher sollte sie aber möglichst dünn und elastisch sein, weshalb diese Methode hier auch nicht immer brauchbare Ergebnisse liefert, insbesonder bei grösseren Defekten. Der Klang wird dabei oftmals dumpfer und leiser, so dass man dann doch eine neue Membran suchen sollte. Aber einen Versuch ist es immer wert, und bei kleineren Defekten, die so mit wenig Materialauftrag repariert sind, kann es durchaus einen guten Klang zur Folge haben.

Bei beiden Verfahren ist unklar, wie lange sie halten. Selbstklebendes Material löst sich erfahrungsgemäss mit der Zeit, und das Bienenwachs verliert seine Eigenschaften auch mit der Zeit.

Sekundenkleber hatte ich auch probiert, war aber da mit den Abdichtungseigenschaften nicht so glücklich. Ausserdem ist der absolut unelastisch wenn ausgehärtet. Dann eher Weissleim ("Bastelkleber"), denn der bleibt etwas elastisch, ist aber meinem Meinung nach an dieser Stelle ebenfalls der Bienenwachsreparatur unterlegen und wird auch nicht länger halten.

So, jetzt habe ich wieder viel mehr geschrieben als ich vor hatte, aber vielleicht helfen die Betrachtungen dem einen oder andern...

Beste Grüsse aus dem Rheintal
Alex
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