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Foren > Schellackplatten > Diskussionskreis Schellackplatten > Technik
Wann entstanden die letzten akustischen Plattenaufnahmen?
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, DGAG, Der_Designer
Autor Eintrag
Formiggini
Di Feb 07 2012, 00:05 Druck Ansicht


Dabei seit: Di Dez 28 2010, 19:20
Einträge: 1758
Eigentlich kann ich mir diese Frage selbst beantworten , 1926/27 stellten die meisten Plattenfirmen in Deutschland auf das elektrische Aufnahmeverfahren um.
Nur bei billigen Kaufhausmarken oder Kinderplatten kam gelegentlich noch das akustische Verfahren mit Aufnahmetrichter zum Einsatz.

Hier setzt meine Frage an, was sind eure "letzten" akustischen Aufnahmen, bzw. aus welchem Jahr?

Ich stellte mir die Frage, wann in Deutschland das akustische Aufnahmeverfahren verschwand, nach dem ich eine Platte fand, bei der die beiden Verfahren gekoppelt sind.

Eine kleine Rusi Platte:
Auf der "B" Seite ein Walzer, definitiv elektrisch aufgenommen.

Die Aufnahme der A- Seite hat Bässe erst ab c. 150Hz und hört auch schon bei c. 3500Hz auf - definitiv akustisch - und das Anfang 1929!
Gegen Ende hört man sogar das typische pfeifen der Deutschen Grammophon).

Sind euch auch schon Platten in die Hände gefallen, bei denen akustische & elektrische Aufnahmesitzungen gekoppelt sind, bzw. von wann stammen eure jüngsten akustischen Aufnahmen?



[ Bearbeitet Fr Dez 29 2017, 10:35 ]
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Gast
Di Feb 07 2012, 04:09
Gast
Hallo Uli,

vermutlich werden wir hier bei "Artiphon" (oder Untermarken) fündig.

Ich besaß mal die Artiphonplatte "Wenn wieder Frühling ist", gespielt von Edy Walis, Gesang E. Hartung.

Dieser Schlager stammt aus dem Film "Glück über Nacht" und kam 1932 raus.

Die Aufnahme war jedenfalls recht eindeutig noch akustisch aufgenommen und vorallem fehlte auch die sonst stängige Werbung auf dem Etikett "Elektrische Aufnahme" .

Die Platte habe ich mal vertauscht und sie liegt mir leider nicht mehr vor.
Aber sie dürfte ein guter Anwärter auf "letzte akustische Aufnahme" sein.

Gruß, Nils

[ Bearbeitet Di Feb 07 2012, 04:10 ]
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Formiggini
Di Feb 07 2012, 10:52


Dabei seit: Di Dez 28 2010, 19:20
Einträge: 1758
Hallo Nils,

na - 1932 ist wirklich sehr spät für eine akustische Aufnahme!
Weißt du noch ob es sich um eine reguläre Artiphon (also auf dem Hauptlabel) handelte, oder war es ein "billiges" Unterlabel?

Grüße
Uli
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Gast
Di Feb 07 2012, 11:02
Gast
Es war eine rote Artiphon.

Die Platten kamen aus einem Konvolut eines damaligen Schlagertexters, der die Platten als Belege bekommen hat.

Es war zwar ein normal gedrucktes Etikett, aber sehr viele Platten aus dem Konvolut waren "auf dem freien Markt" ausgesprochen selten zu finden, wenn nicht gar unbekannt.

Ich könnte theoretisch die Aufnahme besorgen und das Etikett zeigen, aber das wäre für mich mit einer aufwendigen Fahrt verbunden.

Irgendwann wird das wohl möglich sein.

Also ist mein Hinweis im Monent mehr als begründeter Verdacht zu sehen, den ich zur Zeit nicht akustisch belegen kann.

Gruß, Nils
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Odeon89
So Feb 12 2012, 11:36
Dabei seit: Di Mär 22 2011, 12:19
Einträge: 329
Wurden bei "RUSI" neue Matrizen akustisch aufgenommen oder handelte es sich um eine "Zweitverwertung" alter Aufnahmen, die dann auf 20cm umgeschnitten wurden?

Relativ späte akustische Aufnahmen gibt es meines Erachtens auch auf den "Derby" 25cm-Platten von 1927-1928. Die letzten aus dieser Serie sind, soweit ich es bisher gesehen habe, fast ausschließlich Homocord-Matrizen, die eigens für Derby akustisch aufgenommen wurden.
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Odeon89
Mi Mai 27 2015, 13:41
Dabei seit: Di Mär 22 2011, 12:19
Einträge: 329
Hallo zusammen,

die bisher späteste akustische Aufnahme, die mir untergekommen ist, findet sich auf "Fama", Best. Nr. 824, Matr. 6037/6038 und dürfte von 1931 stammen.

Interessant ist hier, dass das Etikett auf den Schriftzug "Elektrische Aufnahme" - ganz wahrheitsgemäß - verzichtet. Es stellt sich die Frage, aus welchem Grund zwei recht populäre Tonfilmschlager mit dem seit Jahren veralteten akustischen Verfahren aufgenommen wurden, zumal das Positionieren von Orchester und Sänger vor dem Trichter mit wesentlich aufwendigeren Umständen verbunden war, als bei den üblichen Mikofonaufnahmen. Das Orchester wird geleitet von Jack Presburg, der Sänger ist bisher nicht identifiziert, es könnte sich aber um Arno Frank handeln (ein Pseudonym?)

Hat jemand genauere Daten zum Aufnahmedatum?

br]




[ Bearbeitet So Aug 13 2017, 12:56 ]
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Charleston1966
Fr Mai 29 2015, 13:13
Dabei seit: Mo Nov 12 2012, 11:19
Wohnort: Im Schwabenländle
Einträge: 393
Hallo zumindest die Seite A muß eigentlich eine Lindström Matritze sein, siehe das Lindström "L" auf dem Etikett.

LG
Karlheinz
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Grammophonteam
Fr Mai 29 2015, 13:38
Seitenbetreiber

Dabei seit: So Sep 04 2011, 14:54
Wohnort: In den tiefen des Netzes ;)
Einträge: 2092
Hallo,

nicht zwingend - ähnlich wie bei den 20cm Derby und anderen Marken kann dies ebenso bedeuten, dass Lindström nur das ausführende Presswerk war. Das Lindström £ fungiert in diesem Fall als Lizenzvermerk - für die korrekte Abwicklungen der Lizenzen waren aber weitestgehend die jeweiligen Presswerke zuständig, nicht die Firma welche die Matrize ursprünglich aufnahm.

Rusi war ja ein Produkt der Lindström: Link - Hier klicken , arbeitete aber auch vereinzelt mit "Fremd-Matrizen".

Grüße
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