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Foren > Künstler > Refrainsänger
Austin Egen
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Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, DGAG, Der_Designer
Autor Eintrag
joha
Do Sep 27 2012, 14:10
Dabei seit: Mo Mär 26 2012, 15:45
Wohnort: Dresden/Sachsen
Einträge: 1004
Versuchs mal über die Sterberegister und Geburtenregister der Kirchenbüchern da hast du vieleicht eine Chance.
Gruss joha
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hortig78rpm
Mi Okt 03 2012, 12:54
Gast
jetzt hab ich zumindest seine letzte adresse, mal sehen ob das haus noch steht. verwandte hats scheinbar keine gegeben.

gruß aus graz
michael
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berauscht
Do Nov 15 2012, 14:34
"Urgestein" Autor/Moderator

Dabei seit: Mi Jan 06 2010, 21:59
Einträge: 1514
Es gibt neues zu Austin Egen
Austin Egen wurde nicht in Milwaukee geboren, sondern als August Guido Maria Meyer-Eigen am 28. März 1897 in Graz. Verstorben ist er an Leberzirrhose.

Die ganzen Informationen gibt es Link - Hier klicken (Post vom 6. April 2012)
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Gast
Do Nov 15 2012, 17:41
Gast
Ja, die Wahrheit ist oft prosaisch und völlig unspektakulär.

Vielleicht sollten wir bei Herrn Stanicek anfragen, ob wir den Lebenslauf hier im Forum mit den neuen Informationen ergänzen dürfen.

Gruß, Nils
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Grammophonteam
Do Nov 15 2012, 18:48
Seitenbetreiber

Dabei seit: So Sep 04 2011, 14:54
Wohnort: In den tiefen des Netzes ;)
Einträge: 2092


Bis vor 2 Jahren hieß es noch Herr Stanicek, dann schrieb Herr Stanicek an der Universität Wien eine Doktorarbeit, hier das Deckblatt:





Wir haben mit Hr. Dr. Wolfgang Stanicek Kontakt aufgenommen und von ihm die Erlaubnis erhalten seine knapp 300 seitige Dissertation hier für das Portal veröffentlichen zu dürfen - hierfür ein ganz herzliches Danke!
Hr. Dr. Stanicek knüpfte dies an keine Bedingungen. Das dies unter Quellenangabe geschieht versteht sich von selber.
Dieses nicht selbstverständliche Entgegenkommen freut uns sehr, ermöglicht es doch erstmals einen allumfassenden Überblick des Lebens und Schaffens von Austin Egen.
Der Autor betrieb sehr viel Grundlagenforschung zu Egen, bereiste die Wohn- und Wirkungsstätten Egens und erhielt auch Einblick in die verschiedenen Register sowie Zugang zu seltenem Bildmaterial.
Was uns und allen Lesern hiermit von ihm zur Verfügung gestellt wird ist nicht nur ein Lebenslauf, sondern eine Wissenschaftliche Abhandlung über den Menschen und Musiker Egen.
Dies frei zur Verfügung zu stellen ist keine Selbstverständlichkeit - nochmals ein ganz großes Danke von uns hierfür!

Dr. Wolfgang Stanicek ist Musikwissenschaftler und Musikverleger, wer zu weiteren Publikationen mit ihm Kontakt aufnehmen möchte kann sich über seine Internetseite Link - Hier klicken an ihn wenden.
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Grammophonteam
Do Nov 15 2012, 19:21
Seitenbetreiber

Dabei seit: So Sep 04 2011, 14:54
Wohnort: In den tiefen des Netzes ;)
Einträge: 2092
Die folgenden Bilder und Belege stammen alle aus dieser Arbeit

Austin Egen - Discographie
(Bitte anklicken zur vollen Auflösung)

















Die Mutter





Der Vater





























[ Bearbeitet Mo Nov 19 2012, 17:54 ]
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Grammophonteam
Mo Nov 19 2012, 17:35
Seitenbetreiber

Dabei seit: So Sep 04 2011, 14:54
Wohnort: In den tiefen des Netzes ;)
Einträge: 2092
Hr. Dr. Stanicek stellte uns noch seine Arbeit als DOC zur Verfügung, hiermit viel es uns leichter die Arbeit nun im Hauptmenü präsentieren zu können.

Die Doktorarbeit findet sich im Künstlermenü > Refrainsänger > Austin Egen bzw. Link - Hier klicken

Die Online Version ist noch nicht ganz fertig, es fehlen einige Anhänge und Formatierungen.
Leider stellt unsere Software die hochgestellten Ziffern der Fußnoten nicht dar, so finden sich diese in Fettschrift.

Hr. Stanicek sendet uns noch eine umfangreiche Notenblattsammlung (als Scan) zu Austin Egen aus seinem Besitz zu - diese werden noch eingefügt.




Ebenfalls aus seinen Recherchen stammen diese beiden Dokumente - teilweise ja lange gesucht ;)









Wir möchten uns nochmals ganz herzlich für das Entgegenkommen und die Zusammenarbeit bedanken, und hoffen so nun euch einen tieferen Einblick in das Schaffen von Austin Egen geben zu können.

Viele Grüße
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berauscht
Mo Nov 19 2012, 17:52
"Urgestein" Autor/Moderator

Dabei seit: Mi Jan 06 2010, 21:59
Einträge: 1514
In der Arbeit steht ja schon fast alles drin. Hier noch eine Ergänzung.
Austin Egen war beim Rundfunk nicht nur Sänger, sondern auch Vortragender. Zumindest einmal. Er hielt, gemeinsam mit Bert Reisfeld, bei der RAVAG in Wien einen Vortrag über das Thema: Wie ein Schlager gemacht wird



Ausschnitte aus einer Prorammzeitschrift
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Gast
So Dez 30 2012, 13:31
Gast
Ich habe die Ausfuehrungen ueber Austin Egen mit grossem Interesse gelesen, weil mich die Leute und ihre Schicksale, die hinter der schönen Musik der 30er und 40er Jahre stehen, interessieren.

Hier ein Auszug aus dem Artikel über A. Egen in Wikipedia:
"Während der Bankenkrise 1931 mussten die Unternehmen seines Schwiegervaters Roehr Konkurs anmelden, so dass auch Egen seine Anteile verlor. Die Rechte an seinen Werken wurden durch den Bosworth Musikverlag übernommen, der sie noch bis heute hält. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten zog er, da seine Frau jüdischer Abstammung war, mit seiner Familie nach Österreich."

Ich hab mich mit Herrn Stanicek, dem Verfasser der Biographie ueber Austin Egen, in Verbindung gesetzt. Seine Antwort zur Frage wegen dem juedischen Hintergrund:
"Ich habe in meiner Arbeit über Austin Egen dessen Eltern ausführlich dargestellt und auch die Eltern seiner Frau recherchiert - nicht nur, aber auch, um jüdische Verbindungen in der Familie zu deklarieren, aber die gibt es nach meinem Wissensstand nicht. (…) Auch in der Familie des Verlegers Roehr sind keine jüdischen Angehörigen." (Zitatende)

Mit anderen Worten: auch die Frau mit angeblich "juedischer Abstammung" ist unzutreffend. In dem Fall bedarf es einer Ueberarbeitung dieses Artikels in Wikipedia.

Dennoch draengen sich angesichts des Umzugs in die oesterreichische Provinz (Frohnleiten ist wirklich in der Provinz) und des fruehen Todes ein paar Fragen auf:

a) Ein aktiver Musiker und Komponist verschwindet nicht einfach so, und vor allem nicht freiwillig, aus einer pulsierenden Weltstadt, wo er lange Zeit seinen Unterhalt verdient hatte und geht Ende 1932 in die östr. Provinz… (1933 noch letzte Aufnahmen mit Oskar Joost).  Es ist naheliegend, dass das nicht einfach so geschah, sondern dass es da (vermutlich mehrere) Zwänge gab.

b) Wie kommt es, dass Egens Tod als mysteriös empfunden wurde? In ein Todeszeugnis kann man reinschreiben, was man will, Papier ist geduldig.  "Leberzirrhose",  und das mit 44 Jahren? - war A.E. in seinem bekannten Leben aufgefallen durch übermässigen Alkoholgenuss und Trunksucht? Und kann man mit Sicherheit ausschliessen, dass die NS-Machthaber bei seinem frühen Tod ihre Finger im Spiel hatten?

Fragen, die man vermutlich nicht mehr schlüssig aufarbeiten kann - es sei denn, dass entsprechende Akten noch auftauchen würden, die etwas über die Gründe des plötzlichen Abtauchens in die oestr. Provinz und seinen überraschend frühen Tod erhellen könnten.

Uebrigens - in der Dissertation, die ich zu weiten Teilen durchgelesen habe, wird interessant beschrieben, wie eine Komposition (im Wechselspiel mit den Beteiligten) zustande kam….
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berauscht
So Dez 30 2012, 14:01
"Urgestein" Autor/Moderator

Dabei seit: Mi Jan 06 2010, 21:59
Einträge: 1514
Wikipedia ist eben nicht immer richtig. Es steht drin, was einige Leute für richtig erachten.

Wikipediaautoren bedienen sich ja auch gern hier im Forum, ohne es als Quelle anzugeben.

Das Bild kommt mir auch irgendwie bekannt vor

Zu a)
Egen ist ja nicht gleich in die Provinz gegangen, er war ja zuvor noch, wenig erfolgreich, in Wien tätig.

Zu b)
Leberzirrhose halte ich nicht für abwegig. Man hat ja schon von Wirten gehört, die selber ihr bester Gast waren.
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hortig78rpm
Mo Dez 31 2012, 06:20
Gast
dem schließ ich mich voll und ganz an. egen war nicht nur in wien erfolgreich, machte auch einiges an plattenaufnahmen dort. ich seh das so, daß in deutschland einfach sein stern verblasst ist, diese art zu singen ist ja schon aus der mode gekommen, auch paul o montis war schon vor der NS machtübernahme
"out of date", es sind halt wie in der unterhaltungsbranche jüngere sänger wie rudi schuricke nachgekommen. und auch vom begründer dieses stiles , des " crooning" jack smith ist nach anfang 193o kaum mehr was zu hören.
somit wird sich seine finanzielle lage verschlechtert haben, so wird es naheliegend gewesen sein, sich im hause der eltern einzuquartieren.
wie man auch aus der Bio erlesen kann, hat er versucht was anderes zu machen und ein cafehaus aufgemacht.
auch das das scheitern als künstler und unternehmer menschen zum alkohol bringt ist bekannt. und hätten die Nazis was gegen ihn gehabt, hätten sie sicher nicht bis 1941 gewartet, und ich denke, wenn da was gewesen wäre, hätte Egen das haus verkauft und wäre ausgewandert.
und Frohnleiten ist nicht wirklich provinz, 2o km von Graz, der zweitgrößten stadt österreichs und seinerzeit zentrum der holzindustrie hier in der steiermark.
somit einiges an wäre und hätte, aber doch mit berechtigtem hintergrund.

gruß aus der provinz ( graz)
michael
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braderup
Mo Dez 31 2012, 11:34
Dabei seit: So Dez 30 2012, 21:42
Wohnort: Dietramszell
Einträge: 1
Vielen Dank für diesen Forums-Beitrag, der das Wissen um Austin Egen fast explosiv erweitert hat (vor allem durch die phantastische Dissertation von Herrn Stanicek, mit dem ich auch Kontakt aufnehmen werde). Als ich vor 20 Jahren in "Fox auf 78" eine erste Kurzbiographie über Egen schrieb (sie ist in der Dissertation auch zitiert), war nur ein kleiner Teil dieser Fakten bekannt - so kann selbst ein altgedienter Schellackianer noch eine Menge dazulernen...
Zwei kleine Ergänzungen: a) Austin Egen trat in Berlin - anders als in der Dissertation geschrieben - durchaus auch wiederholt "live" auf, ich besitze Anzeigen von Funkstunde-Konzerten und -bällen, wo er als Mitwirkender aufgeführt ist. b) Austin Egen war kein "Kind von Traurigkeit". Ein Teil seiner finanziellen Nöten könnte aus dem Umstand entstanden sein, daß er - ähnlich wie übrigens Paul Morgan - gern gesehener Gast in den Berliner Casinos und auf der Galopprennbahn in Grunewald war - das haben mir unabhängig voneinander Franz Grothe und Georg Haentzschel in persönlichen Gesprächen berichtet. Trude Lieske wiederum, die ich vor ihrem Tod einige Male in ihrem Landhaus im Salzkammergut besucht habe, bestätigte, dass Egen nicht nur ein exzessiver Raucher war, sondern auch dem Alkohol schon in der Berliner Zeit in ordentlichen Mengen zusprach (ohne damals ein Alkoholiker im medizinischen Sinne zu sein), hin und wieder mußten Aufnahmetermine bei Electrola aus diesem Grunde auf den Nachmittag verlegt werden. Vermutlich haben die zunehmenden wirtschaftlichen Nöten dann in der Zeit in Österreich einen regelrechten Alkoholiker aus ihm gemacht - eine Leberzirrhose in diesem Alter wäre sonst kaum zu erklären. Grüße und einen guten Rutsch an alle Schellackomanen, braderup
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humoresk
Mo Aug 19 2013, 10:27
Autor

Dabei seit: So Jun 10 2012, 16:06
Einträge: 378
Folgendes Foto habe ich noch entdeckt:



Liebe Grüße,

Josef
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Grammophonteam
Mi Aug 21 2013, 21:45
Seitenbetreiber

Dabei seit: So Sep 04 2011, 14:54
Wohnort: In den tiefen des Netzes ;)
Einträge: 2092
Austin Egen Ende 1926



[ Bearbeitet Mi Aug 21 2013, 23:13 ]
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