Automatic translation in English

‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾

‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾

‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾

‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾


Grammophone in BildernGrammophongalerie


International Gramophone Board
Participate?

Foren

Foren > Schellackplatten > Diskussionskreis Schellackplatten
Gerissene Platte
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, DGAG, Der_Designer
Autor Eintrag
snookerbee
So Mär 11 2012, 15:42 Druck Ansicht
"Urgestein"

Dabei seit: Fr Apr 15 2011, 20:12
Einträge: 1796

Hallo liebe Sammlerfreunde,

heute habe ich auf dem Flohmarkt eine beinahe taufrische Platte gefunden, die wohl bisher noch ohne Nadelkontakt war. Leider hat sie einen kleinen ca. 1 cm langen Riss am Rand. Hier im Forum fand ich unter Reparaturhinweisen den Tip, etwas Schnellkleber in den Riss laufen zu lassen. Nun ist der Riss wirklich kurz, aber es kann doch sein, dass noch Spannung in der Platte ist und der Riss sich fortsetzt. Wäre da eine kurze Erwärmung hilfreich, um die Spannung rauszunehmen? Hat jemand Erfahrung mit der Behandlung von Plattenrissen?

Viele Grüße
Claus

[ Bearbeitet So Mär 25 2012, 14:24 ]
Nach oben
Odeon89
So Mär 11 2012, 18:09
Dabei seit: Di Mär 22 2011, 12:19
Einträge: 334
Hallo Claus,

ich halte es bei solchen Platten mit Haarriss immer so, dass ich an der gerissenen Stelle sowohl am äußeren Plattenrand als auch an der Stelle des Risses selbst auf beiden Plattenseiten einen kleinen Streifen mit Sekundenkleber bestreiche.
Ich wäre mit dem Erwärmen sehr vorsichtig, wenn Du Pech hast, weitet sich der Riss dadurch noch stärker aus.

Um welche Platte geht es eigentlich? *grins

Viele Grüße
Kai
Nach oben
_-_-_
So Mär 11 2012, 18:34
Dabei seit: Do Mai 12 2011, 09:46
Einträge: 270
Also durch eine Temperaturerhöhung dehnt sich das Material ja aus. Ich glaube nicht, dass das deinem Riss gut tut.

[ Bearbeitet Mo Apr 02 2012, 18:20 ]
Nach oben
krammofoon
So Mär 11 2012, 18:37
Schellack-Gnadenhof
Dabei seit: Mo Jun 27 2011, 20:47
Einträge: 1195
Servus :-)

ich kenn´s vom Glas her (berufsbedingt)....., und würde fast meinen, dass wenn der Riss mal da ist, die Hauptspannung aus dem Objekt raus ist. Weitere Rissbildung erfolgt dann nur durch physikalische Umstände, wie z. B. Erwärmung oder Verdrehen. Von daher würde ich erst mal gar nix machen.

Natürlich lässt sich Glas nur schlecht mit Schellack vergleichen, aber spröde sind halt beide Materialien.... von daher.

Gruss
Georg

[ Bearbeitet So Mär 11 2012, 18:37 ]
Nach oben
gramofan
So Mär 11 2012, 19:55
Dabei seit: Sa Okt 01 2011, 20:32
Wohnort: bei Berlin
Einträge: 944
Nach meiner Erfahrung sind so kurze Risse i.d.R. stabil. Die Gefahr, dass sie sich verlängern dürfte minimal sein. Von daher Finger weg. Jedes Hantieren birgt die Gefahr der Verschlimmerung. Übrigens die Sache mit dem Sekundenkleber ist ja gut gemeint, funktioniert aber nur, wenn der Riss eine gewisse Breite hat, da der Kleber sonst nicht hineinläuft (Oberflä¤chenspannung). Bei dicht schließenden Rissen läuft deshalb nichts an die Stellen, wo der Riss eigentlich ist, nä¤mlich in die Tiefe des Materials und da, wo der Riss breit genug ist, nutzt es i.d.R. nichts, weil die beiden Seiten keinen unmittelbaren Kontakt haben. Nicht umsonst empfiehlt die Anleitung zu solchen Klebern regelmäßig, die beiden Teile fest aneinander zu pressen. Damit viel Vergnügen

[ Bearbeitet Sa Mär 24 2012, 21:11 ]
Nach oben
Webseite
snookerbee
So Mär 11 2012, 23:01
"Urgestein"

Dabei seit: Fr Apr 15 2011, 20:12
Einträge: 1796

Vielen Dank an alle für die Tips. Ich habe auch schon gesehen, dass man lange Risse, die bis zur Mitte der Platte gehen, mit Tesafilm an der Plattenkante stabilisiert hat. Das mit dem langen Riss ist aber bei meiner Platte zum Glück nicht der Fall. Ich werde sie also vorsichtig lagern und weiter nichts unternehmen.

@Kai: Es handelt sich um eine Aufnahme vom Harmonika-Orchester "Alle Neune": Luftschlösser / Die Unzertrennlichen. Wegen dem letzten Lied nehme ich an, dass die Platte auch nicht weiter zerbröselt. *grins

[ Bearbeitet So Mär 25 2012, 14:25 ]
Nach oben
Starkton
So Mär 11 2012, 23:02
Dabei seit: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Einträge: 1927
Ich habe sehr gute Erfahrungen mit dem niedrig viskosen Epoxidharzklebstoff Araldite 2020 gemacht. Durch Kapillarwirkung zieht er in die feinsten Risse ein. Die Aushärtungszeit beträgt etwa 2 Tage. Oft entsteht nicht nur ein Riss sondern auch eine Stufe, was sich akustisch sehr ungünstig bemerkbar macht. Vor der Klebung richte ich daher den Riss mit einer starken Klammer.

Nachtrag: Die Platten nicht mit Tesafilm kleben. Der Klebstoff migriert in den Riss hinein und verstopft ihn, ohne ihn wirklich zu sichern. Eine anschließende Verklebung mit Epoxidharz ist dann unter Umständen kaum noch möglich.

[ Bearbeitet So Mär 11 2012, 23:06 ]
Nach oben
snookerbee
Mo Mär 12 2012, 00:01
"Urgestein"

Dabei seit: Fr Apr 15 2011, 20:12
Einträge: 1796

@Starkton: Danke für den Hinweis wegen des Tesafilms. Eine richtige Stabilität ist damit ja nicht gegeben und die erwähnten Stufen lassen sich damit auch nicht verhindern.

[ Bearbeitet So Mär 25 2012, 14:25 ]
Nach oben
berauscht
Mo Mär 12 2012, 13:23
"Urgestein" Autor/Moderator

Dabei seit: Mi Jan 06 2010, 21:59
Einträge: 1528
Ich habe schon (geschlossene) Risse fixiert indem ich eine Präpariernadel* über einer Kerzenflamme erhitzt habe und dann seitlich in die Platte gesteckt habe. Vorsicht! Die heiße Nadel geht durch Schellack wie durch Butter. Das Schellackmaterial verschmilzt und die Sache ist nach dem abkühlen wieder fest. Um den "Krater" kann ein Grat entstehen, den kann man aber auch wieder vorsichtig wegschmelzen, bis alles wieder glatt ist. Man sollte das ganze zunächst an einer nicht mehr verwendbaren Platte üben. Die Platte sollte natürlich absulut eben liegen. Bei langen Rissen sollten die "Plattenhälften" so fixiert werden, daß sie nicht durch die Nadel auseinander gespreitzt werden können. Dieses passiert bei einer richtig heißen Nadel aber eigentlich nicht. So 2mm Arbeitstiefe sollte genügen.

*wenn man sowas grad nicht zur Hand hat, kann man auch eine Nähnadel in einen Korken stecken.
Nach oben
Calle
Mo Mär 12 2012, 14:11
Dabei seit: Mo Apr 18 2011, 10:57
Wohnort: Emmerich am Rhein
Einträge: 276
Vor der Klebung richte ich daher den Riss mit einer starken Klammer.


Hallo Starkton !
wie machst Du das denn ? Wenn man eine Klammer (am Rand ?) befestigt, wie kann man da dann der Klebstoff anbringen ?
Nach oben
Starkton
Mo Mär 12 2012, 14:36
Dabei seit: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Einträge: 1927
Wenn der Riss unterhalb von 1 cm Länge ist gibt es keinen Versatz (Stufe) und man braucht keine Klammer. Ist der Riss länger deckt die Klammer nur einen Teil davon ab, der Rest genügt um das Epoxidharz einlaufen zu lassen. Ich vergaß zu erwähnen dass unter der Klammer ein bisschen Silikonpapier eingelegt werden soll damit die Klammer nicht festklebt.
Nach oben
Calle
Mo Mär 12 2012, 16:43
Dabei seit: Mo Apr 18 2011, 10:57
Wohnort: Emmerich am Rhein
Einträge: 276
Danke für die schnelle Antwort !
Vielleicht werde ich es auch versuchen; ich suche schon seit längerem ein guter Klebstoff o.ä. für Risse in Schellackplatten.
Zu Araldite 2020: es soll angeblich weiß sein; stimmt das oder gibt es auch noch andere farben (z.B. schwarz; was ja besser hinhauen würde) ?
Wo kaufst Du denn das Araldite 2020 ?
Nach oben
Grammophonteam
Mo Mär 12 2012, 19:40
Seitenbetreiber

Dabei seit: So Sep 04 2011, 14:54
Wohnort: In den tiefen des Netzes ;)
Einträge: 2094
Neben Urheberrecht ein anderes, leidiges Thema in deutschen Foren - Gewerbliche Hinweise... *haarereiss

Deswegen würden wir euch gerne darum bitten weitere Namhafte-Produkte, bzw. deren Kauforte in persönlichen Nachrichten zu besprechen.
Nach oben
Starkton
Mo Mär 12 2012, 22:06
Dabei seit: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Einträge: 1927
Calle schrieb ...

Danke für die schnelle Antwort !
Vielleicht werde ich es auch versuchen; ich suche schon seit längerem ein guter Klebstoff o.ä. für Risse in Schellackplatten.
Zu Araldite 2020: es soll angeblich weiß sein; stimmt das oder gibt es auch noch andere farben (z.B. schwarz; was ja besser hinhauen würde) ?
Wo kaufst Du denn das Araldite 2020 ?


Der Klebstoff ist transparent und glasklar. Durch den Härter ganz leicht gelblich. Ich kaufe ihn im Restauratorenfachhandel, er ist aber auch anderswo zu bekommen - siehe Google.
Nach oben
Shellady
Fr Sep 30 2016, 18:57
Dabei seit: So Sep 11 2016, 10:34
Wohnort: München
Einträge: 108
Hi, mal eine Verständnisfrage: Wenn ich mit Epoxidharz oder Sekundenkleber an den Riss gehe, komme ich ja nicht drumherum, dass auch in die Rillen Kleber läuft und aushärtet. Fräst den dann die Nadel weg? Oder höre ich das dann?
Nach oben
Limania
Sa Okt 01 2016, 10:25
Dabei seit: Mo Mai 21 2012, 15:14
Einträge: 1172
Wie man Sekundenkleber und ähnliches, wieder aus einer Rille bekommt, wird hier: Link - Hier klicken erklärt...

LG Limania

[ Bearbeitet Di Jan 02 2018, 09:26 ]
Nach oben
 

Forum:     Nach oben