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Foren > Grammophone > Technik
Zentrierung von "eiernden" Platten
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, Der_Designer
Autor Eintrag
snookerbee
Do Mai 31 2012, 13:03 Druck Ansicht
"Urgestein"

Dabei seit: Fr Apr 15 2011, 20:12
Einträge: 1740

Sicher hat der eine oder andere Sammler schon mal Platten mit Pressfehler abbgespielt und sich über die leiernden Ergebnisse geärgert. Da der Tonarm durch falsche Zentrierung der Pressmatrize nun bei jeder Umdrehung hin- und herschlägt, wird der Ton der Musik im 78er-Rhythmus höher und tiefer.

Man kann, wenn sich die Mittelachse des Plattentellers nicht, wie bei einigen Plattenspielern möglich, entfernen läßt, das Mittelloch der Platte mechanisch erweitern und die Platte auf dem Teller optisch neu zentrieren.

Ich nutze dagegen eine "nicht-invasive" Methode:

Die Platte wird höher gelegt. Die unten liegenden Exemplare müssen absolut eben sein (eventuel noch Löschpapier dazwischen legen wegen hörherer Reibung). Die Streichhölzer dienen dazu, die richtige Höhe zu erreichen, damit die Mittelachse genug Spiel bekommt. Der rote Pfeil im unteren Bild zeigt die Richtung an, in der die Platte zum Mittelloch verschoben wurde, um wieder "rund" zu laufen. Die richtige Richtung zu finden ist etwas schwierig und muß durch Versuche optimiert werden.




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Willi-H-411
Do Mai 31 2012, 13:28
Dabei seit: Mi Okt 12 2011, 11:42
Wohnort: Ruhrpott
Einträge: 1365
Ja, das ist sicherlich die sanftere Methode. Nur hätte ich u.U. Bedenken, wenn die Platte zu sehr "exzentriert" werden muß, daß dadurch eine Unwucht entsteht, die die Platte "wegschleudern" könnte.

Außerdem liegt die Platte ja um einiges höher, wodurch sich der Winkel, mit dem die Nadel zur Platte steht, ändert. Allerdings glaube ich nicht, daß das hörbar ist. Es käme auf einen Versuch an.

VG Willi
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Gast
Do Mai 31 2012, 13:29
Gast
Das ist doch schon mal eine gute Idee.. die Streichhölzer sind ja auch durch ein paar Gummistreifen o.Ä. zu ersetzen.

Jetzt erfinde bitte mal schnell noch eine Möglichkeit, den "Wellenschlag" bei manchen Tempoplatten wegzubekommen :-D

Ich meine diesen lästigen Fehler, wenn die Rille in sich eine Art Zitterbewegung macht (was wohl eine Folge schlampiger Abkühlung bei der Pressung ist)

Dieses "Rillenzittern" kenne ich nur von Tempo und es geht soweit, daß der Leichttonarm nicht in der Rille zu halten ist.
Beschweren hilft zwar, aber ist nicht gut für den Diamant.

Bitte um Abhilfe :-D

Gruß, Nils

[ Bearbeitet Do Mai 31 2012, 13:30 ]
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joha
Do Mai 31 2012, 15:25
Dabei seit: Mo Mär 26 2012, 15:45
Wohnort: Dresden/Sachsen
Einträge: 1004
Hallo Zusammen,
für solche Experimente benutze ich Moosgummi- vierecke die werden verwendet um Theroglasfentserscheiben aufeinanderzubringen,eine Schellackplatte rutscht,daduch nicht weg und sie lässt sich gut zentrieren.
4 solche flachen Teile untergelegt und die ganze Sache wird stabil,komischer Weise liegt es auch an dem Plattenspieler Modell was verwendet wird,die Plattenspieler der 60iger mit Breitem Tiefliegendem Saphir haben damit nicht so das Problem,aber die Typen der 80 iger schon um so leichter der Tonabnehmer um so mehr wirkt sich es aus.Meine Plattenspieler für 78er sind ,Telefunken Liftomat,Petty GDR 1961,Dual mit Wechsler,Union Radio Plattenspieler Ebener,Techniks MkII Diskothekerausführung.Zu beachten ist das die Tonarmeinstellungen stimmen oder angepasst werden können,Federzug bei älteren Geräten sowie die Auswahl des Sytems und des Nadelträgers Saphir,Diamant usw.

Gruss Jörg
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snookerbee
Do Mai 31 2012, 17:05
"Urgestein"

Dabei seit: Fr Apr 15 2011, 20:12
Einträge: 1740

Die Unwucht einer Platte war bei mir bisher nicht so groß, daß sie vom Teller gerutscht wäre. Mit Gummistreifen würde das natürlich noch stabiler halten. Man sollte das aber nicht mit Stahlnadeln, sondern nur mit Leichttonabnehmern versuchen!

Der Nadelwinkel wird ein wenig verändert, das stimmt. Ich hörte aber keinen klanglichen Unterschied.

@sondermeldung: Wenn das Zittern so groß ist, daß die Nadel rausspringt, hilft nur, die Platte mit 33rpm abzuspielen, mit dem Computer aufzeichnen und mittels Software auf 78rpm hochrechnen.

Übrigens gibt es den Wellenschlag auch oft auf AMIGA-Platten der frühen 1950er Jahre. Ich vermute, das ist ein Fehler, der während des Abkühlens der fertigen Platte entstand, weil man sie im warmen Zustand senkrecht stellte oder verpackte(?).

[ Bearbeitet Mo Jul 22 2013, 18:31 ]
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Rundfunkonkel
Do Mai 31 2012, 19:33
Dabei seit: So Jul 03 2011, 16:48
Wohnort: Umkreis Köln
Einträge: 1080
Einen Hinweis noch: verändert sich nicht auch die Auflagekraft durch Veränderung der Höhe der abzuspielenden Platte?

[ Bearbeitet Do Mai 31 2012, 19:45 ]
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Willi-H-411
Do Mai 31 2012, 19:41
Dabei seit: Mi Okt 12 2011, 11:42
Wohnort: Ruhrpott
Einträge: 1365
Soweit ich weiß, ja. Aber um wieviel, das ist die Frage. Andererseits war der "Höhenunterschied" bei den 10er Plattenwechslern ja noch höher. Also dürfte der Gewichtsunterschied nicht sooo groß sein.

VG Willi
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Gast
Do Mai 31 2012, 21:03
Gast
Die Idee von Snookerbee wird bei einem Plattenspieler von mir ebenso umgesetzt (ich benötige aber keine Streichhölzer dazu, lediglich vier Schellacks darunter). Und bei meinen sämtlichen Duals kann ich den Mittelzapfen ziehen dann kann ich auf dem gummierten Plattenteller ausrichten wie ich mag.

Grüße Gerhard
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Gast
Mo Jul 22 2013, 18:52
Gast
Übrigens, ich richte mit langsamer Geschwindigkeit aus - Wenn Tonarm nach außen kommt, Platte nach innen schieben - ganz einfach, und schwupp, läuft sie als wäre nix.
Wenn Sie rund läuft, Geschwindigkeit wieder erhöhen. Mir ist auch noch nie ne Platte wegen einer Unwucht runtergerutscht.

Grüße, Gerhard
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