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Foren > Musik, Tanz, Theater und Tonfilm > Auftrittsorte der Künstler
Hotel Adlon
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, DGAG, Der_Designer
Autor Eintrag
SchellackFreak
So Jun 17 2012, 16:00 Druck Ansicht
"Seitengründer"

Dabei seit: Mi Sep 16 2009, 22:06
Einträge: 494
Das Hotel Adlon war in Berlin der zwanziger Jahre Treffpunkt der mondänen Welt. In seinen luxuriösen Räumen wurde damals die neue Mode der 5-Uhr-Tanztees eingeführt. Viele bekannte Tanzorchester ließen hier ihren Orchester Sound erklingen.






Gruß Yannick
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Webseite
Grammophonteam
So Jun 17 2012, 16:46
Seitenbetreiber

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Einträge: 2115
Bei den drei Bildern dürfte es sich um den Spiegelsaal oder das Restaurant des Adlon Hotels handeln:





Marek Weber





[ Bearbeitet Sa Jun 16 2018, 14:23 ]
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Willi-H-411
So Jun 17 2012, 17:55
Dabei seit: Mi Okt 12 2011, 11:42
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Einträge: 1385
Hier sind einige Zitate aus dem Wikipedia-Artikel:

1907 gegründet
1945 ausgebrannt

1905 kaufte der Hotelier Lorenz Adlon zwei Grundstücke Unter den Linden, mit denen der Geburtsort für eines der zukünftig besten Hotels in Deutschland gefunden war.

Baugeschichte

Lorenz Adlon war ein ehrgeiziger Geschäftsmann der – klein angefangen – mehrere Lokalitäten und Kaffeehäuser besaß und aus dem so entstandenen Vermögen den Bau finanzierte. Mit den Genehmigungen hatte er keinerlei Probleme, da der deutsche Kaiser schon sehr bald auf das Projekt aufmerksam wurde und alles in seiner Macht stehende tat, um Adlon zu unterstützen. Knappe zwei Jahre wurde die Adresse Unter den Linden, an der zuvor das von Karl Friedrich Schinkel erbaute Palais Redern stand, zur Baustelle. Führende Architekten wie Carl Gause oder Robert Leibnitz begleiteten die Arbeiten. Als dann die Außenfassade sichtbar wurde, waren einige Berliner zuerst verwundert. Man hatte einen repräsentativen Bau der Feudalarchitektur erwartet, ein Pendant zum Berliner Stadtschloss. Stattdessen zeigte das Gebäude klare, klassizistische Linien, mit vereinzelten Jugendstilzierraten. Hier wurde zum ersten Mal deutlich, dass Lorenz Adlon sich als Ästhet verstand. Niemals war es seine Absicht gewesen, dem kaiserlichen Hof Konkurrenz zu machen, niemals sollte das Hotel den Pariser Platz dominieren. Die Gesamtansicht wirkte abgestimmt, das Hotel nahm die klaren Linien des Brandenburger Tores auf und harmonierte so mit seiner Umgebung.

Doch hinter klassisch-konservativen Mauern verbarg sich eine für die damalige Zeit einzigartige technische Ausstattung. Elektrizität und fließend warmes Wasser gehörten zum Standard der Gästezimmer. In den unteren Etagen wurde man von herrlichen Interieurs erwartet. Ein Café, ein Restaurant, eine Lounge, eine riesige Lobby, ein Rauchersalon, eine Bibliothek, ein Damenzimmer, ein Musiksalon sowie ein Wintergarten, in dem die Gäste ihren Tee zu sich nahmen, konnten rund um die Uhr genutzt werden. Hinzu kamen große Konferenzräume und ein Ballsaal. Fast alle Bereiche waren in Neobarock oder im Stil von Louis XVI. gehalten, dazu gab es meist Inneneinrichtungsstücke der renommierten Mainzer Möbelfirma Bembé, bei der Lorenz Adlon einst eine Lehre als Tischler angefangen hatte.

Die Vossische Zeitung schrieb anlässlich der Eröffnung:

„Daß das neue Hotel eine außerordentliche und großartige Leistung im Hotelneubau und in der Hoteleinrichtung für eine moderne Großstadt ist, will kein Unbefugter bestreiten. Um eine solche Schöpfung zu ermöglichen, bedurfte es freilich eines solchen Bauherren, seines Zusammenwirkens mit solchen Architekten, Künstlern, Kunsthandwerkern und Technikern, wie die hier tätig gewesenen und – eines Kapitals von 15 Mill.“

– Zitiert nach: Geschichte des Hotel Adlon Kempinski



Das Adlon wird zum Mythos

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges änderte sich vorerst nur die Gästeliste. Hofgesellschaft und Großbürgertum waren mit der alten Welt untergegangen. Wo früher der Kaiser nächtigte, fanden sich nun reiche US-Amerikaner ein, die auf Urlaubsreise in Europa waren und die bald den Namen des Hotels über den Atlantischen Ozean brachten. Die „Goldenen Zwanziger“ brachten auch goldene Zeiten für das Adlon. Charlie Chaplin verlor auf dem Weg in das Hotel seine Hosenknöpfe an die Berliner, Marlene Dietrich wurde hier entdeckt. Die Berliner Morgenpost schrieb 1929: „In der großen Halle des Hotels hörte man die Sprachen aller Kulturnationen durcheinander schwirren“. Zwischen 1925 und 1930 hatte das Hotel fast zwei Millionen Besucher, es galt inzwischen als feste Einrichtung in Berlin, ja sogar als Sehenswürdigkeit. Der Grieben-Reiseführer von 1928 nannte das Adlon ein „Hotel allerersten Ranges, mit 450 Hotelbetten“, der Baedeker lobte das Weinrestaurant im Adlon als „besonders vornehm“.


Die letzten Jahre

Der stetige Aufschwung des Hotels nahm mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten ein vorläufiges Ende. Dies lag vor allem am Ausbleiben der vielen US-amerikanischen Touristen, deren Zahl ab 1933 stetig sank. Louis Adlon, der inzwischen die Hotelführung mit seiner Frau Hedda übernommen hatte, hoffte daraufhin, dass sein Haus der neue Treffpunkt der SS-Generäle und führende Politiker werden würde, dass sich das Hotel am Pariser Platz als Hauptausrichtungsort für Festlichkeiten herauskristallisieren könnte, doch diese Zielsetzung ging nicht auf. Heute kann man nur spekulieren, warum die Wahl der NS-Prominenz auf den Kaiserhof in der Wilhelmstraße und nicht auf das Adlon gefallen war, doch viele Historiker gehen davon aus, dass die Atmosphäre des Hauses wohl zu weltoffen, zu international war und so nicht zu dem „Deutschtumsfanatismus“ passte, der sich zur damaligen Zeit in den Köpfen der Menschen breit machte.

Erst 1943 nahm die Zahl der Gäste wieder zu, da der Kaiserhof bei einem Bombenangriff total zerstört wurde und die SS-Oberschicht nun einen neuen Ausrichtungsort für ihre Feste suchte. Die legendäre Luxusherberge stand noch bis kurz vor Kriegsende völlig unbeschädigt am zerstörten Pariser Platz, so dass man sogar ein kleines Lazarett für die Verwundeten einrichtete, bis sie schließlich in der Nacht vom 2. auf den 3. Mai 1945, aus nicht ganz geklärten Gründen und nicht durch Kriegseinwirkungen, ausbrannte. Nur ein hinterer Seitenflügel des Hotels überstand den Brand. Dieser wurde bis in die 1980er Jahre als Hotel und Restaurant genutzt. In seinen letzten Jahren diente der Bau als Internat für Berufsschüler, bis er aufgrund des starken Verfalls 1984 abgerissen wurde.









Quelle: Wikipedia: Hotel Adlon

VG Willi


[ Bearbeitet Sa Jun 16 2018, 14:24 ]
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LordSlowhand
Do Jun 21 2012, 22:29
Gast


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Grammophonteam
Do Jun 21 2012, 22:53
Seitenbetreiber

Dabei seit: So Sep 04 2011, 14:54
Wohnort: In den tiefen des Netzes ;)
Einträge: 2115
Emil Roósz "übernahm den Job" von Marek Weber und spielte ab 1930 mit seiner „Künstler-Kapelle“ im Hotel Adlon.
Im Rundfunk wurden seine Konzerte live aus der Hotelhalle übertragen.

Er übernahm quasi auch den Refrainsäner von Marek Weber - man hört mit ihm im Hotel Adlon u.a. Austin Egen mit Gesang und seinem Klavierspiel.
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Willi-H-411
So Jun 24 2012, 13:13
Dabei seit: Mi Okt 12 2011, 11:42
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VG Willi


[ Bearbeitet Sa Jun 16 2018, 14:31 ]
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Limania
So Jun 24 2012, 13:49
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berauscht
So Jul 08 2012, 17:03
"Urgestein" Autor/Moderator

Dabei seit: Mi Jan 06 2010, 21:59
Einträge: 1667

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Barnabás
Sa Sep 08 2012, 16:50
Dabei seit: Mi Jul 04 2012, 20:37
Einträge: 660
Hallo Leute,

was ich Euch heute mal präsentieren will, ist mittlerweile ein Unikat aus dem alten Berlin.
Zu seiner Zeit war der Gebrauch dieses, eine alltägliche Handlung im mondänen Hotelbetrieb.
Seid mehreren Jahren steht auf meinem Plattenschrank dies sicher seltene Zusammenstellung.

Ein originales Teeservice aus dem Hotel Adlon in Berlin. (Natürlich aus den 30er Jahren)
Speziell für den Bewirtschaftung des Kaffees wurde diese Serie hergestellt.

Sicher hat dieser Gegenstand nichts mit der Musik im engeren Sinne zu tun, aber ich behaupte das dieses Ensemble die Orchester Marek Weber, Dajos Belá, Barnabás von Géczy uvm. gehört hat.

Als Einstieg in das Thema Hotel Adlon Berlin, eine schöne Nebensache.


Gruß Barnabás






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joha
Mi Sep 12 2012, 16:15
Dabei seit: Mo Mär 26 2012, 15:45
Wohnort: Dresden/Sachsen
Einträge: 1004
Das MAGAZIN vom November 1927

Titelte damals " Luxusstätten der Welt " ADLON

auf dem führendem Platz in der Welt..Hier trifft sich seit Jahren die internationale Aristokratie des Geldes und des Wappens.
Zum Adlon gehört Marek Weber,der Meister der Geige,der sich,dem Zuge der Zeit folgend
Saxophone und Stopftrompete zulegte und schon zum Fünf-UHR-Tee auf der Gartenterrasse
Irvings Berlins Schlager spielt.
Regnet es einmal,breitet sich geräuchlos ein gläsernes Zauberdach über die Tanzenden aus.
Ja das waren noch Zeiten.....



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Starkton
Mi Sep 12 2012, 17:43
Dabei seit: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Einträge: 1927
Interessant dass es schon vor über 100 Jahren ein Bewusstsein für Denkmalpflege gab:

Das Palais Redern oder Redernsche Palais war ein Stadtpalais in prominenter Lage Unter den Linden 1 an der südlichen Ecke des Pariser Platzes in Berlin.

Das Palais schuf der Architekt Karl Friedrich Schinkel in den Jahren 1830 bis 1833 aus den Mauern eines barocken Vorgängerbaus für den Generalintendanten der Königlichen Schauspiele zu Berlin, den Grafen Friedrich Wilhelm von Redern. Den Garten gestaltete der Landschaftsarchitekt Peter Joseph Lenné.



Das bereits unter Denkmalschutz stehende Gebäude wurde 1906 unter öffentlichem Protest abgetragen, um dem Hotel Adlon Platz zu schaffen, das später ausbrannte und abgerissen wurde. Auf dem Grundstück steht heute der dem Pariser Platz zugewandte Teil des neuen Hotel Adlon. (Quelle: Wikipedia)

Das neue Hotel Adlon ist leider ein potthässlicher historisierender Kasten.

Seit wenigen Tagen läuft eine Ausstellung über Karl Friedrich Schinkel im Berliner Kulturforum die ich mir auf jeden Fall ansehen werde: Link - Hier klicken

[ Bearbeitet Sa Jun 16 2018, 14:27 ]
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joha
Fr Sep 14 2012, 13:29
Dabei seit: Mo Mär 26 2012, 15:45
Wohnort: Dresden/Sachsen
Einträge: 1004




Kapellmeister Stern mit seiner Künstlerkapelle war einer der ersten der im Adlon einen Hausvertrag hatte und für Tanz und Unterhaltung sorgte.Marek Weber war sein Nachfolger.
Gruss joha

[ Bearbeitet Fr Sep 14 2012, 13:33 ]
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Formiggini
Fr Sep 14 2012, 19:27

Dabei seit: Di Dez 28 2010, 19:20
Einträge: 1758
30cm Polyphon c. Ende 1920


Mx.Nr. 649av


Grüße

[ Bearbeitet Fr Sep 14 2012, 19:32 ]
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SchellackFreak
Sa Sep 15 2012, 11:13
"Seitengründer"

Dabei seit: Mi Sep 16 2009, 22:06
Einträge: 494

Die kleine Bar
Foxtrot aus ``Die Bajadere`` von Emmerich Kalman
Kapellmeister Stern mit seiner Künstlerkapelle vom Hotel Adlon, Berlin.
Polyphon Record 100523






Gruß Yannick



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Grammophonteam
Sa Aug 17 2013, 22:14
Seitenbetreiber

Dabei seit: So Sep 04 2011, 14:54
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Einträge: 2115
1926


Quelle: YT
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