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Foren > Schellackplatten > Diskussionskreis Schellackplatten
Die Geschichte der "Capri - Fischer "
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Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, DGAG, Der_Designer
Autor Eintrag
berauscht
Di Jan 15 2019, 20:02
"Urgestein" Autor/Moderator

Dabei seit: Mi Jan 06 2010, 21:59
Einträge: 1643
Odeon89 schrieb ...

@Admin - Vielleicht könnte man den Thread der Übersichtlichkeit halber jetzt doch aufteilen und einen neuen Thread (Themenvorschlag z.B.: "Neuveröffentlichungen von Platten nach 1943 für den deutschen Zivilmarkt" oder ähnliches) erstellen? Eine passende Stelle dafür scheinen mir die Beiträge ab dem 8. Jan. zu sein.


Eine Aufteilung ist technisch leider nicht möglich. Ich habe aber alle Beiträge ab 8. Januar 2019 in einen neuen Thread mit dem Titel "Neuveröffentlichungen von Platten nach 1943 für den deutschen Zivilmarkt" kopiert.

Neuveröffentlichungen von Platten nach 1943 für den deutschen Zivilmarkt
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Odeon89
Di Jan 15 2019, 20:13
Dabei seit: Di Mär 22 2011, 12:19
Einträge: 340
Danke sehr!
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Odeon89
Fr Aug 23 2019, 19:58
Dabei seit: Di Mär 22 2011, 12:19
Einträge: 340
Nach den Angaben in der neuen "Diskographie der Gesangsinterpreten der leichten Muse von 1925 bis 1945" von W. Schneidereit (3. Band, S. 1296f.) stammt die auf SIEMENS-POLYDOR 47867 veröffentlichte Aufnahme der "Capri-Fischer" vom "ca. 17.11.1943". Wo dieses Datum herrührt, ist mir leider nicht bekannt.
Weiß jemand, woher das Aufnahmedatum 21.12.1943 stammt, das bisher zu den Capri-Fischern genannt wurde, und wie sich der Unterschied erklären ließe?

[ Bearbeitet Fr Aug 23 2019, 20:04 ]
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Konezni
Fr Aug 23 2019, 23:56
Dabei seit: Do Aug 20 2015, 18:23
Wohnort: Berlin
Einträge: 195
Das Datum stammt von Aufnahme-Unterlagen der DGG. Am 17. 11. 1943 entstand die vorhergehende Sitzung, die nachfolgende am 07. 01. 1944.
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Odeon89
So Aug 25 2019, 16:35
Dabei seit: Di Mär 22 2011, 12:19
Einträge: 340
Vielen Dank! Ist daraus zu schließen, dass das bisher angegebene Datum, der 21.12.1943, die korrekte Angabe für die Aufnahme darstellt? Geht aus den Aufnahmebüchern (sie liegen mir leider nicht vor) evtl. hervor, ob es sich um einen Band-Umschnitt handelt?
Ist bekannt, ob diese Umschnitte bei der DGG überhaupt in den Aufnahmebüchern immer vermerkt wurden, oder war das Verfahren der Aufnahme auf Magnettonband ab einem bestimmten Zeitpunkt (Sommer 1942?) möglicherweise bereits zum Standard für Siemens-Spezial und Siemens-Polydor geworden?
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Remirus
Di Aug 27 2019, 16:14
Dabei seit: Mi Jul 12 2017, 16:12
Wohnort: Heide (Holstein)
Einträge: 71
Die Siemens-Polydor-Version mit Schuricke habe ich noch mit dem rot-weißen Label (mit aufgedrucktem Hinweis auf die Nachrichtenkontrolle der Militärregierung), kenne von Börsen usw. aber nur Platten mit dem orangenen Polydor-Label der Besatzungszeit. Meine scheint also eine sehr frühe Pressung zu sein. Weiß jemand vielleicht, bis wann es die Platte mit diesem Label gab? Vielleicht habe ich ja eine Seltenheit ... :-)
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Webseite
Polyfar41
Di Aug 27 2019, 23:13
Dabei seit: Fr Feb 24 2017, 11:27
Wohnort: Frankfurt am Main
Einträge: 69
Die Verwendung des Siemens-Etiketts (eingeführt 1943) wollte man nach dem Krieg wieder zurückstellen, um dem guten Ruf des Schallplatten-Unternehmens nicht zu schaden, da die Firma Siemens durch ihre wehrwirtschaftliche Produktion in Mißkredit geraten war. (Laut Aussage DG-Direktor Hugo Wünsch, in: Sophie Fetthauer, Deutsche Grammophon - Geschichte eines Schallplattenunternehmens im "Dritten Reich", Seite 183/184).

Ich besitze zwei Nachkriegs-Platten, eine Siemens-Polydor und eine Polydor, beide mit Lizenz durch die alliierte Militärregierung C.30.212, mit folgenden Daten:

47966 Siemens-Polydor "Deep in the heart of Texas", Mx. 186 1/2-KK, Bandaufnahme Hamburg am 29.09.46, Überspielung auf Wachs = 26.11.46.

47975 Polydor, Etikett: orangerot, Deutsche Grammophon G.m.b.H.. Hannover, "Tico-Tico", Mx. 182 1/2-KK, Bandaufnahme Hamburg, Überspielung auf Wachs = 12.02.47.

Danach sieht es so aus, als ob der Etiketten-Wechsel bei Neuaufnahmen etwa um die Jahreswende 1946/1947 stattgefunden hat.
Das orangerote Etikett blieb auch nur 2 Jahre und wurde 1949 durch das dunkelrote Etikett mit der Polydor-Schleife und den goldenen Sternchen abgelöst.

[ Bearbeitet Mi Aug 28 2019, 07:57 ]
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Odeon89
Mi Aug 28 2019, 02:51
Dabei seit: Di Mär 22 2011, 12:19
Einträge: 340
Stephan (Jitterbug) zeigte weiter vorne in diesem Beitrag bereits eine sehr frühe Pressung der "Capri-Fischer"; hier das SIEMENS-POLYDOR-Etikett OHNE Zensurvermerk. Diese Pressung stammt aus der Zeit zwischen 1944 und Sommer 1946 (vermutlich nach Mai 1945). Zu dieser Zeit entstanden Pressungen für die Deutsche Grammophon GmbH wohl an drei Orten: Hannover, Berlin-Ringbahnstraße sowie Stahmann-Werke/P-Babelsberg (Tempo).



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Polyfar41
Mi Aug 28 2019, 05:45
Dabei seit: Fr Feb 24 2017, 11:27
Wohnort: Frankfurt am Main
Einträge: 69
Über Lohnprsessungen von Tempo Babelsberg für die DG im Zeitraum 1945/46 gibt es keine gesicherten Erkenntnisse.
Zwar existiert ein Vertrag zwischen Otto Stahmann junior (Tempo Babelsberg) und der DG über ein Volumen von 10.000 Platten monatlich ( lt. Schriftwechsel DG-Direktor Wünsch vom 12.9.45). Es ist aber bisher keiner Quelle zu entnehmen, ob der Vertrag auch wirklich umgesetzt wurde.
Edwin Hein, ehemaliger Geschäftsführer der DG, zuständig für die firmeneigenen Verkaufsläden der DG (Grammophon Spezialhaus GmbH) spricht in einem Jubiläumsbericht "65 Jahre Deutsche Grammophon Gesellschaft 1898-1963" nur davon, "dass man irgendwann imstande war, im Keller in der Ringbahnstraße kleine Auflagen von Schallplatten zu pressen". Der Vertrag mit Stahmann wird hingegen in der Schrift nicht erwähnt.
(Quelle: wie oben, Sophie Fetthauer, S.198-200).

Das Presswerk Hannover lief im Dreischichtbetrieb und lieferte den größten Teil der Platten. Wir hatten 1946/47 einen Wohnungsnachbarn, der dort als Presser arbeitete und fast ausschließlich Nachtschichten machte.



[ Bearbeitet Mi Aug 28 2019, 08:08 ]
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jitterbug
Sa Jan 11 2020, 14:45
Dabei seit: Mi Mär 27 2013, 16:49
Wohnort: Berlin
Einträge: 393
Hier mal wieder eine Ergänzung zum Thema "Capri-Fischer":

Mir liegt inzwischen die RADIOPHON-Platte von RUDI SCHURICKE vor. Sie trägt die RADIOPHON-Umschnittmatriznummer 605/46, ist allerdings bereits während des Krieges am 07.07.1943 mit Begleitung der Kapelle KURT DRABEK aufgenommen worden. (Datums-Information durch H.-Joachim Schröer)

Es handelt sich um eine 30cm-Pressung, auf der Rückseite befindet sich eine Tango-Aufnahme vom Orchester Victor Hohenfels.

Die RADIOPHON GmbH hat anfangs sehr viele noch vorliegende Tonbänder der Reichsrundfunkgesellschaft durchmischt auf 25 und 30cm Platten umgeschnitten. So besitze ich etliche Aufnahmen mit WILLI STECH, ERWIN BOOTZ, PETER IGELHOFF, DTU, OTTO DOBRINDT, HERBERT-ERNST GROH, PETER ANDERS, BRUNO SAENGER, HANS BUND u. a., oftmals auf glatt weißem Etikett mit blauem Stempel "RADIOPHON GmbH". Dabei reichen die RADIOPHON-Matriznummern ohne weiteres in höhere Bereiche, während auch längst EIgenaufnahmen gemacht wurden.




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Trommler
So Okt 18 2020, 12:34
Dabei seit: Fr Sep 11 2020, 20:49
Wohnort: Mecklenburg
Einträge: 4
Ich möchte die Sammlung gerne mit folgendem Label ergänzen. Es dürfte sich ebenfalls um ein Original von 1943 handeln.

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Telraphon
So Okt 18 2020, 19:52
Dabei seit: Mo Apr 03 2017, 18:57
Einträge: 228
Original ist da nur die Pressmatrize, die identisch mit Jener von den Siemens-Experimentalplatten ist. Gepresst wurde Deine Platte - am ganz normalen Polydor-Label der frühen 50er gut erkennbar - in der Nachkriegszeit.
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Remirus
Mo Okt 19 2020, 10:48
Dabei seit: Mi Jul 12 2017, 16:12
Wohnort: Heide (Holstein)
Einträge: 71
@ Trommler und Telraphon: Das ist offenbar eine späte Pressung der "Schuricke-Urversion" von 1943, der zweiten überhaupt (nach der Magda-Hain-Version), und ich finde es bemerkenswert, dass diese Version offenbar noch um 1950 neu aufgelegt wurde. Wenn die abgebildete Platte noch gut in Takt ist, finde ich persönlich es nicht richtig, sie mit Verachtung zu "strafen". Ich würde sie genauso wertschätzen wie meine "Siemens Polydor", die nicht mehr in gutem Zustand ist.

Eine Frage hätte ich noch: Wer war Theo Knobel? Der Name ist mir außer auf dieser Platte noch nirgendwo begegnet. Sollte das vielleicht ein Pseudonym für Gerhard Winkler sein, der ja sowohl bei der Magda Hain- wie auch bei der Kurt-Reimann-Version (Amiga) als Orchesterleiter beteiligt war? Es wäre schön, wenn mir jemand darauf eine Antwort geben könnte.

Herzliche Grüße!
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berauscht
Mo Okt 19 2020, 11:39
"Urgestein" Autor/Moderator

Dabei seit: Mi Jan 06 2010, 21:59
Einträge: 1643
Remirus schrieb ...

Eine Frage hätte ich noch: Wer war Theo Knobel? Der Name ist mir außer auf dieser Platte noch nirgendwo begegnet.


Dann schau nochmal genauer ... sicher hast Du auch die Tangoplatte "Wenn du wüßtest, wie ich dich verehre" mit dem Lied aus dem Tonfilm "Ein Mädel wirbelt durch die Welt"

Theo Knobel wurde 1906 geboren und war Kapellmeister und Komponist in Berlin.
Telefonbuch: 1937 bis 1969: Knobel Theo, Kapellmeister und Komponist, Grunewald, Wernerstraße 17

Später nach dem Krieg wurde Knobel Produzent bei Philips in Hamburg, weshalb er auch dort eine Wohnung hatte.
Telefonbuch: 1955 bis 1980: Knobel Theo, Kapellmeister und Komponist, Wandsbek, Pillauerstraße 1
Knobel produzierte die ganzen Marschmusik- und Studentenlieder-Platten. Knobel starb 1982.
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Telraphon
Mo Okt 19 2020, 15:43
Dabei seit: Mo Apr 03 2017, 18:57
Einträge: 228
Wenn die abgebildete Platte noch gut in Takt ist, finde ich persönlich es nicht richtig, sie mit Verachtung zu "strafen". Ich würde sie genauso wertschätzen wie meine "Siemens Polydor", die nicht mehr in gutem Zustand ist.


Die Platte "mit Verachtung zu strafen" ist sicher falsch - es ist und bleibt eine schöne Aufnahme. Nur ist sie halt weder selten, noch hat sie einen Sammlerwert, der über die obligatorischen "50 Cent" hinausgeht - man findet sie noch zuhauf, was ja auch von ihrer einstigen Beliebtheit zeugt. Auch ich habe sie im Regal stehen....Es kommt ja nicht immer auf den finanziellen Wert an.
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Remirus
Di Okt 20 2020, 15:29
Dabei seit: Mi Jul 12 2017, 16:12
Wohnort: Heide (Holstein)
Einträge: 71
@ berauscht: Danke für die Info! Demnach ist Theo Knobel auch für die Wikipedia relevant.Da sollte ich wohl mal tätig werden. Die von dir genannte Tangoplatte kenne ich übrigens nicht.
@ Telraphon: Mit diesem Label sehe ich die Platte hier zum ersten Mal. Mit dem orangenen Besatzungszeit-Polydor-Label dagegen ist sie mir schon öfters begegnet. Wie auch immer, ich suche die Platte nach wie vor in einem gut spielbaren Zustand, da wäre mir diese "50-Cent-Version" genauso willkommen wie eine ältere.

Herzliche Grüße euch beiden und allen "Mitlesern"!
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berauscht
Do Okt 22 2020, 12:18
"Urgestein" Autor/Moderator

Dabei seit: Mi Jan 06 2010, 21:59
Einträge: 1643
Remirus schrieb ...

Eine Frage hätte ich noch: Wer war Theo Knobel? Der Name ist mir außer auf dieser Platte noch nirgendwo begegnet.


Mehr Theo Knobel gibt es übrigens auch hier im Forum: Link - Hier klicken
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Remirus
Do Okt 22 2020, 18:48
Dabei seit: Mi Jul 12 2017, 16:12
Wohnort: Heide (Holstein)
Einträge: 71
berauscht schrieb ...


Mehr Theo Knobel gibt es übrigens auch hier im Forum: Link - Hier klicken



O, wie peinlich, da muss ich mich jetzt selbst verbessern! Die "Trizonesien-Hymne" habe ich nämlich selbst auch, allerdings noch mit dem lila Polydor-Label, und dort ist in der Tat Theo Knobel als Orchesterleiter angegeben. Darauf habe ich bisher einfach nicht geachtet. Das Lied sehe ich übrigens wegen seiner zweiten Strophe etwas kritischer als die anderen Teilnehmer des Threads. Vielleicht werde ich mich dort noch äußern und den "Faden" nach fünf Jahren wieder aufnehmen.

Herzliche Grüße!
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