Automatic translation in English

‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾

‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾

‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾

‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾


Grammophone in BildernGrammophongalerie


Ragtime - Musikalische Merkmale

Ragtime

von Wolfgang Hirschenberger, Wien


Mit dem Begriff Ragtime (wörtl.: "zerrissenes Zeitmaß", "zerrissener Takt") verbinden die meisten heute wohl jene Musik, die in Filmen wie "The Sting" (deutsch: "Der Clou") oder "Ragtime" (nach dem gleichnamigen Roman von E. L. Doctorow) zu hören war: Synkopierte Tanz- bzw. Unterhaltungsmusik der Jahrhundertwende, bisweilen auch ein wenig an Marschmusik erinnernd, zumindest was Form, Melodik und Harmonik anbelangt.

  • Wesentliche Elemente bzw. Merkmale des Ragtime (im engeren Sinne) sind:

  • Eine spezielle rhythmische Qualität, die sich im abendländischen Musikempfinden bzw. in der traditionellen europäischen Notenschrift zwar als "Synkopierung" niederschlägt, ihren Ursprung allerdings zu einem wesentlichen Teil in afro-amerikanischen Traditionen des Rhythmisierens hat.

  • Zumindest alle Rags des sog. "Classic Ragtime" wurden ursprünglich als Klaviermusik geschrieben, und als Klavierinterpretation offenbart sich diese rhythmische Qualität dem Zuhörer auch am deutlichsten: Die rechte Hand des Pianisten spielt eine synkopierte ("ragged") Melodie, während seine linke Hand einen gleichmäßig akzentuierten "Beat" durchspielt.
    Dieses Merkmal findet sich übrigens in vielen Stilrichtungen späterer Jazzstile wieder - dann allerdings auch in mannigfachen Modifikationen.

  • Eine relativ einheitliche formale Struktur, nach welcher die einzelnen "Strains" (Teile) angeordnet sind, z.B. nach dem Muster: (Intro)AABBACCDD oder AABB(Interlude)CCA

  • eine im wesentlichen auf Elementen europäischer Musiktradition aufbauende Melodik und Harmonik Dies trifft allerdings nicht mehr auf viele der späteren Rags (nach ca. 1912) zu. Im Laufe der 10er und frühen 20er Jahre macht sich diesbezüglich zunehmend der Einfluss des Blues bemerkbar, insbesondere im "Novelty Ragtime" und im "Stride Piano"


Novelty Ragtime - KITTEN ON THE KEYS - Zez Confrey 1927




Die bedeutendsten Komponisten des "Classic Ragtime" in seiner "reinsten" und "charakteristischsten" Form waren (um nur die wichtigsten zu nennen):




Scott Joplin (1868 - 1917): Maple Leaf Rag (1899), The Entertainer (1902)

Maple Leaf Rag


The Entertainer




Louis Chauvin (1881 - 1908): Heliotrope Bouquet (1907, in Zusammenarbeit mit Joplin)

Heliotrope Bouquet




Arthur Marshall (1881 - 1968): Swipesy Cakewalk (1900, in Zusammenarbeit mit Joplin), Kinklets (1906)

Swipesy Cakewalk



Wechsle zur Seite       >>  

Sie müssen angemeldet sein um auf dieser Seite Einträge machen zu können - bitte melden Sie sich an registrieren


Die neuesten Beiträge
Schellackplatten Blog
in: '
in: '

Folge uns auf...facebook .

Willkommen

Benutzername:

Passwort:


Cookie setzen

[ ]