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Foren > Schellackplatten > Reinigung, Reparatur und Archivierung
Plattenhüllen aus Kartonage
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, DGAG, Der_Designer
Autor Eintrag
odeon62
Fr Dez 14 2012, 10:19 Druck Ansicht
Gast
Hallo, vielleicht kann mir jemand behilflich sein: Ich bewahre meine Schellacks, in den üblichen, braunen Papphüllen auf, bilde mir aber ein, das Diese, beim häufigen Hören der Platten und damit auch häufigem rein- und rausschieben aus den Hüllen, die Oberflächen der Platten optisch "beschädigen". Auch scheint mir die Kartonage für 50er Jahre Platten ohnehin zu rauh.

Also suche ich nach Abhilfe. Die Papierhüllen mit Kunststoffeinsatz sind nur bedingt eine Lösung, oft sind die Papphüllen zu eng für die zusätzlich "reinzuzwängenden" Papierhüllen mit Kunststoffinlet - also nehmem ich die papierlosen Kunststoffinlets die man noch bei alten 50er Vinyls (25 cm, 10 inches) findet.

Aber, ich habe noch nie eine Adresse gefunden, wo man diese Hüllen (am unteren Ende abgerundet) bestellen kann. Es gibt einen japanischen Hersteller dessen Hüllen auch in Deutschland zu haben sind, aber eben leider nur in 30 cm / 12 inches.

Kann da jemand weiterhelfen? Eine Bestelladresse für am unteren Ende abgerundete Kunststoffinlets in 25 cm / 10 inches ??

Das wäre Klasse. Dank im Voraus,
Thorsten
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Gast
Fr Dez 14 2012, 10:56
Gast
Hallo Thorsten,

Deinen Eindruck kann ich Dir bestätigen.

Bei sehr gut erhaltener Oberfläche verursachen diese Papphüllen die sogenannten "Rubs" auf der Platte.

Diese Hüllen -ob braun oder weiß- sind aus sehr groben, einfachem Material. Das hat einfach eine leichte Schmirgelwirkung.

Ich benutze sie schon länger nicht mehr.

Ein Behelf wäre: PE-Kunststoffhüllen in 25cm, etwas zuschneiden und als Einlage in die Papphüllen.

Gruß, Nils
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veritas
Fr Dez 14 2012, 10:57
Dabei seit: Do Jun 28 2012, 17:52
Wohnort: Allgäuer Provinzpampa
Einträge: 460
Eine Quelle für solche Hüllen kenne ich auch nicht, aber bei Kunststoffen wäre ich an Deiner Stelle sehr vorsichtig und würde mich zuerst informieren, aus was diese Hüllen genau bestehen. In machen Kunststoffhüllen sind Weichmacher enthalten, die über einige Jahre durchaus mit der Platte oder dem Label reagieren können.

Ich erinnere mich da noch an eine Geschichte von einem Single-Sammler, der für viel Geld alle Platten mit Cover in Plastik-Hüllen sorgsam verwahrt hatte. Nach ein paar Jahren mußte er feststellen, daß praktisch alle Covers mit den Kunststoffhüllen irreversibel verklebt waren. Das Resultat war also ein wirtschaftlicher Totalschaden.

Du kannst auch größere Hüllen nehmen und die Platten dann samt Hülle nebeneinander aufbewahren. Das ist auch für die Originalhülle wesentlich schonender. Die PE-Hüllen sind da eine gute Empfehlung und dürften chemisch keine Probleme machen.
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Webseite
Rundfunkonkel
Fr Dez 14 2012, 10:57
Dabei seit: So Jul 03 2011, 16:48
Wohnort: Umkreis Köln
Einträge: 1080
Hallo odeon62,

ich habe die Erfahrung mit Kunststoffhüllen gemacht, dass diese dank ihres Weichmachers Platten angreifen können. Es scheint aber auch Kartonhüllen zu geben, die verkehrt herum zusammengesetzt sind - also das glatte nach innen. Vielleicht findest Du dazu eine Bezugsquelle?
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Gast
Fr Dez 14 2012, 11:21
Gast
Sogar die alten Originalpapierhüllen können diese Reibestellen verursachen.
Ich habe es mal an einer spiegelblanken 50er Jahre Platte ausprobiert.
Wenn man mit leichten Druck mit einem Stück Plattenhülle auf einer Stelle "schmirgelt", ist das hinterher auf der Oberfläche der Platte deutlich zu sehen.

Damit will ich nur sagen: Pappe und Papier hat diese unerwünschte Wirkung generell.
Je feiner das Papier/die Pappe ist, desto milder ist der Effekt allerdings.

Wie oben erwähnt, ist bei Kunststoffen aber immer eine unerwünschte chemische Reaktion zu bedenken.

Eigentlich ein schwieriges Thema.

Bei Papierhüllen ist der Reibeeffekt wohl am Geringsten. Abhängig natürlich von der Belastung von außen.
Viel Druck und Bewegung= viel Reibung.

Gruß, Nils
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Calle
Fr Dez 14 2012, 13:01
Dabei seit: Mo Apr 18 2011, 10:57
Wohnort: Emmerich am Rhein
Einträge: 276
Nun ja... wenn man die Platten nicht ständig spielt bzw. ein- und aus der Hülle steckt bzw. nimmt ist es doch kein Problem ?
Es hört sich hier so alsob man ständig mit den Platten herumschleppt (wodurch die Platten in der Hülle verschieben) oder die Platten ständig ein- und herausgenommen werden...

Meine Platten sind sorgfältig und feste aufgehoben (ja, in braune Kartonhüllen wegen der Stabilität) und werden nur herausgenommen wenn ich sie hören möchte...

Was mich mehr kümmert ist daß manchmal Platten, welche anscheinend aus weicherem Schellack gepresst worden sind, trotz Plattenspieler bzw. leichter Nadeldruck, nach Abspielen trotzdem leicht graue Rillen zeigen (z.B. bei einige Odeon, Parlophon und Telefunken Platten)....
Jemand da eine Ahnung ? (überigens die gebrauchte Nadel ist gut).

[ Bearbeitet Fr Dez 14 2012, 13:51 ]
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Willi-H-411
Fr Dez 14 2012, 13:49
Dabei seit: Mi Okt 12 2011, 11:42
Wohnort: Ruhrpott
Einträge: 1365
Zu Anbietern von Plattenhüllen habe ich zwei Links:

Link - Hier klicken

Link - Hier klicken

Die Hüllen von Phonopassion habe ich bisher immer genommen und bin damit sehr zufrieden. Die anderen werde ich demnächst einmal ausprobieren.

Eine vorsichtige Handhabung ist natürlich immer Voraussetzung. Die Hüllen von Phonopassion sind recht großzügig bemessen. So kann man diese Hüllen ein wenig an den Seiten zusammendrücken, wodurch sich die Öffnung leicht wölbt. Dadurch lassen sich die Platten gut herausholen und hineinstecken.

Wie die anderen Hüllen sind, weiß ich, wie gesagt, noch nicht.

VG Willi


[ Bearbeitet So Dez 17 2017, 09:53 ]
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Gast
Fr Dez 14 2012, 14:06
Gast
Calle, diesen Effekt kenne ich nur, wenn der Diamant leicht beschädigt ist.
Eine Bruchkante schleift dann an den (einer) Flanke richtig wie das Stecheisen beim Drechseln.

Auch von sehr billigen, schlecht spitzenverrundeten Diamanten habe ich sowas schon gehört.

Schlimmstenfalls sieht man richtig, bis wohin der schadhafte Diamant gespielt hat. Er hinterläßt eine ganz leichte, durchgehende Ergrauung.

Ein neuer Diamant, richtig eingerichteter Tonarm und auch die Spitzenverrundung in passender Größe (!) dürften helfen.

Gruß, Nils
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HGN
Fr Dez 14 2012, 18:00
Dabei seit: Fr Dez 30 2011, 13:30
Wohnort: Hellerup bei Kopenhagen
Einträge: 110
Hallo

Ich finde die Disc-o-file sleeves ok.

Inhalt, Bild oder Datei nur fuer angemeldete Mitglieder


Gruss
HGN

[ Bearbeitet Mo Mai 02 2016, 12:02 ]
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Webseite
snookerbee
Fr Dez 14 2012, 19:55
"Urgestein"

Dabei seit: Fr Apr 15 2011, 20:12
Einträge: 1743

Die Karton-Hüllen von Schellack-Plattenshop sind innen rau. Jedenfalls liefert der Händler seine Platten mit solchen Hüllen aus.

[ Bearbeitet Fr Dez 14 2012, 19:55 ]
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gramofan
Fr Dez 14 2012, 20:52
Dabei seit: Sa Okt 01 2011, 20:32
Wohnort: bei Berlin
Einträge: 921
Wenn man es wirklich sicher machen will, müsste man auch bei Papier- bzw. Papphüllen darauf achten, dass es sich um säurefreies Material mit Archiveignung handelt. Leider habe ich sowas bislang nirgends gefunden.
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Webseite
Herold38
Fr Dez 14 2012, 20:58
Gast
Hallo an alle,

den Hinweis von "Veritas" zu Kunststoffhüllen kann ich nur bestätigen. Es ist in der Tat so, dass die austretenden Weichmacher die Platten und Etiketten stark schädigen.

Ich habe nach über 20 Jahren mal wieder meine Beatles-LPs sichten wollen und musste feststellen, dass bei einigen von ihnen stellenweise die Kunststoff-Innenhüllen festklebten und matte hässliche Flecken auf den Platten zurückließen, die natürlich beim Anhören stark stören.

Die Platten sind dadurch wertlos geworden und nur noch ein Fall für die Tonne. Traurig, aber wahr!

Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird dieser austretende Weichmacher auch Schellackplatten angreifen - sicher nicht sofort, aber im Laufe der Jahre…

Fazit:

Hände weg von Kunststoffhüllen oder solchen mit Kunststoff-Futter!!!

Gruß Herold38
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Calle
Fr Dez 14 2012, 23:40
Dabei seit: Mo Apr 18 2011, 10:57
Wohnort: Emmerich am Rhein
Einträge: 276
Ja, da kann ich überigens auch zustimmen: habe mehrmals Platsikhüllen gehabt wo z.B. 50. Jahren Platten der Marke Telefunken drin waren: da waren es allerdings die Etiketten die im Plastik "zogen"; die Plastikhüllen hatten alle einen runden, roten Fleck !
Zudem habe ich mehrmals Plattenalben der 50. Jahren gehabt wo auch Schellackplatten drin aufgehoben waren: nicht selten waren die Platten verklebt am Plastik oder hatten (stimmt Herold38) matte Stellen !

Zudem: haben wir uns schon mal über unterhalten: Plastik ist rutschig...
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Rundfunkonkel
Fr Dez 14 2012, 23:58
Dabei seit: So Jul 03 2011, 16:48
Wohnort: Umkreis Köln
Einträge: 1080
Die hat Jahrzehnte in einer Plastikhülle verbracht:





Für meine Platten überlege ich ebenfalls Kartonhüllen zu besorgen. Allerding war ich bisher ein Freund der guten alten (einstaubenden) Plattenständer; und diese dann lieber mit stoffummantelten Drähten, da die neueren aus den kunststoffummmantelten Drähten wiederum auch die Platten beschädigen können. Anscheinend gibt es kein Patentrezept .

[ Bearbeitet Sa Dez 15 2012, 00:13 ]
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Starkton
Sa Dez 15 2012, 07:55
Dabei seit: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Einträge: 1927
gramofan schrieb ...

Wenn man es wirklich sicher machen will, müsste man auch bei Papier- bzw. Papphüllen darauf achten, dass es sich um säurefreies Material mit Archiveignung handelt. Leider habe ich sowas bislang nirgends gefunden.

Als langjähriger Schallplattensammler kann ich die von Euch geschilderten Probleme mit Kunststoff- und Papphüllen nur unterstreichen.

Ich habe nach langem Suchen die beste Lösung für meine Schellackplatten gefunden: Alterungsbeständige Schallplattentaschen aus Archivkarton:

Link - Hier klicken

Es gibt die Taschen in drei Größen (18,5 x 18,5, 27,0 x 26,5 und 31,5 x 31,5 cm) und sie sind so großzügig geschnitten dass auch dicke Schellackplatten gut hineinpassen. Ausserdem ist beidseitig ein Loch (∅8 cm) hineingestanzt durch das man das Label sehen kann. Oft werden die Platte ja nur herausgezogen weil man einen bestimmten Titel sucht.

Ganz wichtig: Die Kartonoberfläche ist glatt was Abrieb stark vermindert.

Mich persönlich stört lediglich die Verschlussklappe. Sie verhindert das Einstauben und ist für große Archive in denen die Platten jahrzehntelang unangetastet stehen sicher von Vorteil. Für mich ist sie verzichtbar, deshalb habe ich sie mit einer großen Pappschere sauber abgeschnitten.

Da wäre leider noch der Preis für so viel Gutes: Wer eine große Sammlung hat wird bei den Preisen von 1,52€ bis 2,36€ pro Hülle, je nach Größe und Bestellmenge, schwer schlucken.

[ Bearbeitet So Dez 17 2017, 10:10 ]
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veritas
Sa Dez 15 2012, 09:28
Dabei seit: Do Jun 28 2012, 17:52
Wohnort: Allgäuer Provinzpampa
Einträge: 460
Hollinger Metal Edge bietet ebenfalls Hüllen aus säurefreiem Karton an, die Preise sind aber auch entsprechend:

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Ich kaufe dort gelegentlich die Walzenboxen, der Preis von etwa $10-12 das Stück erlaubt es mir aber nur meine Kronjuwelen darin aufzubewaren. Zur Lagerung bohre ich noch ein Lüftungsloch in die Box. Für den Transport/Versand sind sie aber aufgrund der losen Halterung der Walze nicht geeignet. Zur Lagerung kann ich sie aber sehr empfehlen. Diese besteht aber aus aufgeschäumten Polyethylen, der chemisch nicht besonders reaktionsfreudig ist. Hier zeigt sich, daß sinnvoll zusammengesetzte Kunststoffe in der Archivierung durchaus möglich sind. Diese Boxen werden in den meisten amerikanische Archiven wie z.B. der Library of Congress in Washington, DC verwendet:

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Weiterhin kann ich noch Premiumhüllen aus deutscher Fertigung empfehlen:

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Diese werden aus Karton hersgestellt, der besonders glatt ist und sind in verschiedenen Farben verfügbar. Als weitere Ausbaustufe gibt es diese Hüllen auch mit Filz ausgekleidet. Pro Hülle sind dann aber auch mehrere Euro fällig. Wie gesagt, möglich ist sehr viel, es ist immer nur eine Frage des Preises. Für besondere Platten ist das aber auch eine sehr schöne Lösung.

[ Bearbeitet So Dez 17 2017, 10:29 ]
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Webseite
_-_-_
Sa Dez 15 2012, 10:33
Dabei seit: Do Mai 12 2011, 09:46
Einträge: 270
Aber PE-Hüllen sollten doch eigentlich kein Problem darstellen oder?
z.B.: hier
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unter Bestell-Nr. 4001

[ Bearbeitet Mo Mai 02 2016, 12:06 ]
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odeon62
Sa Dez 15 2012, 13:46
Gast
Ich bin beeindruckt, hatte lediglich mit ein, zwei Antworten gerechnet...Dank allen Beteiligten!

In den nächsten Tagen werden ich mir die Links genau ansehen...PE-Hüllen kommen nicht in Frage, ist mir zu rutschig, hab ich schon ausprobiert. Da kann ich dann nicht entspannt hören, schon garnicht in geselliger Runde mit ein, zwei Bierchen im Kopp :-) Von den möglichen Nachteilen diverser Kunststoffinlets hab ich schon gehört, für Schellack hab ich da diesbezüglich keine lange Erfahrung, aber dso manche Jazz-Vinyl die ich habe, die früheste von 1953, liegt ja nun auch schon seit fast 60 Jahren in den Kunststoffhüllen, ohne Schaden genommen zu haben...Dank Euch werde ich sicherlich zu einer für mich richtigen Lösung kommen....

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