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Warum die 78 Geschwindigkeit bei Schellackplatten?
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bubblegumm
Mi Mai 15 2013, 12:01
⇒ Mitglied seit ⇐: Mo Mär 04 2013, 22:20
Beiträge: 39
Ich habe zb.eine Schellackplatte von Gene Kelly (ein Amerikaner in Paris)
Aus dem gleichen Jahr habe ich auch eine Vinyl Single mit dem gleichen Label und der selben Aufnahme.
Man konnte also beide Versionen gleichzeitug kaufen.

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bubblegumm
Mi Mai 15 2013, 12:07
⇒ Mitglied seit ⇐: Mo Mär 04 2013, 22:20
Beiträge: 39
LT1550 schrieb ...

bubblegumm schrieb ...

Möchte noch ergänzen...
Ich glaube nicht das Vinylplatten 100 jahre und älter werden.
Da sind wie Schellackfreaks besser drann.
lg Klaus


Wieso glaubst du das? Mindestens 60 Jahre sind ja schon einige. Was soll da in den nächsten 40/50 Jahren denn mit passieren?

Deine Aussage könnte aber durchaus für CDs zutreffen, aber selbst das ist nicht erwiesen.

Hallo !
Ok stimmt..
Habe aber festgestellt das Schellackplatten nicht so empfindlich sind was Kratzer betrifft..bei CDs wird es aber so sein.
Die sollte man sogar nach ca 20 Jahren neu erstellen da daten verloren gehen könnten.
lg Klaus


[ Bearbeitet Mi Mai 15 2013, 12:18 ]
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LT1550
Mi Mai 15 2013, 12:11
⇒ Mitglied seit ⇐: Mo Apr 29 2013, 01:17
Wohnort: Main-Taunus-Kreis
Beiträge: 74
bubblegumm schrieb ...

Habe aber festgestellt das Schellachplatten nicht so empfindlich sind was Kratzer betrifft..


Das stimmt. Aber der typische Vinylsammler geht auch sehr sorgsam mit seinen Scheiben um.

Ich würde einfach mal behaupten, dass hingegen viele Schellacksammler es nicht so eng sehen, wenn mal vorübergehend eine Platte offen irgendwo ungeschützt rumliegt - eben weil sie unempfindlicher sind. Das kann man also nicht so wirklich vergleichen.
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joha
Mi Mai 15 2013, 12:46
⇒ Mitglied seit ⇐: Mo Mär 26 2012, 15:45
Wohnort: Dresden/Sachsen
Beiträge: 986
All das beantworte die einfache Frage von Janek nur bedingt.

In den 20iger Jahren war die Entwicklung bereits soweit dass, Diktiermaschinen schon mit 16U/min,33 und78U/min arbeiteten.Die fortschreitende Entwicklung der Elektroindustrie erforderte neue Standarts und Normungen um technische Vorrausetzungen zu schaffen für Handel und Gewerbe.
Die Schellackplatte unterlag einer Weiterentwicklung und Verbesserung in Qualität und Klangfülle,die Vorrausetzung waren geeignete Verfahren der Hersteller, die auf einen Internationalen Standart gebracht werden mussten.
Um den weltweiten Absatz in den Industriestaaten der damigen Epoche zu gewährleisten, musste man sich anpassen.Der Welthandel sowie die Großindustrie brauchte die Normung und Standartisierung um Absatzmärkte bedienen zu können.
Viele Firmen die diesen Sprung nicht schafften blieben auf der Strecke und gingen Pleite und wurden Übernommen.Die Änderungen im Patentrecht und die Einführung der DIN Norm taten Ihr übriges.
Es ging wie immer in diesem Spiel um das Geldverdienen, dass ist bis heute so geblieben,schaut Euch nur mal die Entwicklung der letzten 30 Jahre an.Hunderte neue Standarts beherrschen heute die Computerwelt,Fluch und Segen sind immer mit dabei. *grins

Gruss joha


[ Bearbeitet Mi Mai 15 2013, 12:56 ]
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bubblegumm
Mi Mai 15 2013, 13:15
⇒ Mitglied seit ⇐: Mo Mär 04 2013, 22:20
Beiträge: 39
joha schrieb ...

All das beantworte die einfache Frage von Janek nur bedingt.

In den 20iger Jahren war die Entwicklung bereits soweit dass, Diktiermaschinen schon mit 16U/min,33 und78U/min arbeiteten.Die fortschreitende Entwicklung der Elektroindustrie erforderte neue Standarts und Normungen um technische Vorrausetzungen zu schaffen für Handel und Gewerbe.
Die Schellackplatte unterlag einer Weiterentwicklung und Verbesserung in Qualität und Klangfülle,die Vorrausetzung waren geeignete Verfahren der Hersteller, die auf einen Internationalen Standart gebracht werden mussten.
Um den weltweiten Absatz in den Industriestaaten der damigen Epoche zu gewährleisten, musste man sich anpassen.Der Welthandel sowie die Großindustrie brauchte die Normung und Standartisierung um Absatzmärkte bedienen zu können.
Viele Firmen die diesen Sprung nicht schafften blieben auf der Strecke und gingen Pleite und wurden Übernommen.Die Änderungen im Patentrecht und die Einführung der DIN Norm taten Ihr übriges.
Es ging wie immer in diesem Spiel um das Geldverdienen, dass ist bis heute so geblieben,schaut Euch nur mal die Entwicklung der letzten 30 Jahre an.Hunderte neue Standarts beherrschen heute die Computerwelt,Fluch und Segen sind immer mit dabei. *grins

Gruss joha


Ja das simmt..nur wurde der Prozess der Standardisierung schon von dem Zweiten Weltkrieg weitgehend abgeschlossen.
In den 20er.30 und 40er Jahren des 20ten Jahrhunderts sind die Firmen entstanden (durch zusammenschlüsse oder übernahmen aber auch Pleiten )oder haben sich durchgesetzt die es auch in den 50er und 60er Jahren noch gab.

grüss Klaus
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VistaHH
Mi Mai 15 2013, 21:10
Gast
LT1550 schrieb ...

Deine Aussage könnte aber durchaus für CDs zutreffen, aber selbst das ist nicht erwiesen.


Also meine ersten CD-ROMs haben schon nach ca. 20 Jahren den Geist aufgegeben. Die Beschichtung hat sich einfach in Wohlgefallen aufgelöst bzw. von der CD abgelöst... da lobe ich mir doch Schellack.
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LT1550
Mi Mai 15 2013, 21:22
⇒ Mitglied seit ⇐: Mo Apr 29 2013, 01:17
Wohnort: Main-Taunus-Kreis
Beiträge: 74
VistaHH schrieb ...

Also meine ersten CD-ROMs haben schon nach ca. 20 Jahren den Geist aufgegeben. Die Beschichtung hat sich einfach in Wohlgefallen aufgelöst bzw. von der CD abgelöst... da lobe ich mir doch Schellack.


Ich habe CDs aus den frühen 80ern, die funktionieren noch alle. Kommt sicherlich auf die Qualität der Pressung an. Ich habe auch noch so einige Billig-CDs aus den späten 90ern. Ob die auch die 20/30 Jahre erleben, wird sich zeigen.
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Rundfunkonkel
Mi Mai 15 2013, 21:57
⇒ Mitglied seit ⇐: So Jul 03 2011, 16:48
Wohnort: Umkreis Köln
Beiträge: 1112
Eigentlich mehr als Off-Topic, aber dennoch... die erste Generation CDs löste sich auf, darüber gab und gibt es genügend Berichte und Schriften - einfach mal die Suchmaschinen benutzen.

Und zur Standardisierung: in welchem Bereich? Magnetband-Standard bis 1945 6,5 mm und 77 cm/s, danach wurde 6,25 und 76,2 cm/s daraus. Schneidkennlinienstandards siehe RIAA-Geschichte. Stromversorgung (220 V) - wo liegen wir heute? CD-RW+ und CD-RW-... Standard: schön wär´s *warte . Da ist das bei den Schellacks ja schon wirklich beruhigend, dass man sich auf Seitenschrift und 78 geeinigt hatte.

[ Bearbeitet Mi Mai 15 2013, 21:58 ]
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Starkton
Mi Mai 15 2013, 22:55
⇒ Mitglied seit ⇐: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Beiträge: 1881
Rundfunkonkel schrieb ...
Eigentlich mehr als Off-Topic, aber dennoch... die erste Generation CDs löste sich auf, darüber gab und gibt es genügend Berichte und Schriften - einfach mal die Suchmaschinen benutzen.

Wenn wir schon bei Off-Topic sind:
Ja, aber nur die aus einem ganz bestimmten Presswerk, was sich damals schnell rumgesprochen hatte. Ich habe mir 1983 kurz nach dem Abi als bekennender High-Ender mit gespartem Geld den ersten CD Player [Sanyo DAD 8] und zwei CDs gekauft [Ricky Lee Jones, Keith Jarrett]. Die Wahl viel auf den Sanyo weil er bei HiFi-Stereophonie, der einzigen HiFi Zeitschrift der man trauen konnte, gut abschnitt und einen regelbaren Kopfhörerausgang besaß. Ich hatte kein Geld mehr für Boxen, sondern hörte zunächst mit einem Beyerdynamic DT 880S. Nach wenigen Jahren habe ich mit dem CD kaufen aufgehört, weil ich stattdessen Rock LPs der Mit-60er bis Mit-70er sammelte. Danach kamen die Schellacks ...

Was soll ich sagen, keine einzige CD aus dieser Zeit hat bisher schlapp gemacht. Mein alter Sanyo bekam allerdings nach 15 Jahren seine Klappe nicht mehr auf und wurde gegen einen Sony ersetzt. Der werkelt heute noch 1a.
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RF-Musiker
Do Mai 16 2013, 19:47
⇒ Mitglied seit ⇐: Do Sep 15 2011, 11:21
Wohnort: Berlin
Beiträge: 353
bubblegumm schrieb ...

Ich denke das ist wie mit Lps und Cds.
Da gab es auch am anfang beides zu kaufen.....

Man hatte aber die LPs nicht so modifiziert, dass sie auf älteren Geräten nicht mehr liefen. Eine Stereo LP von 1985 ließ sich auf einem Stereo-Plattenspieler von 1961 genauso gut spielen, wie eine Stereo LP von 1958.
Irgendwie kann ich nicht ganz kapieren, dass man bei den 50er Jahre Schellacks den Hauptvorteil des Materials (spielbar ohne Strom) abschaffte, weil man krampfhaft die Tonqualität der Vinylplatten imitieren wollte und letztlich einen faulen Kompromiss auf den Markt brachte, der pro Seite nur 3 Minuten spielt, leicht zerbricht und Frequenzen über 10 kHz eher unangenehm verzerrt wiedergibt, wenn man es denn versucht.
Dass eine Masse mit Schellack als Bindemittel so viel billiger sein soll, als ein Kunststoff aus Erdöl, kann ich mir nicht vorstellen.
Gut, man hat ja nicht ein gänzlich neues Format auf den Markt gebracht, wie die 16 2/3 Platte, die letztlich floppte, weil man ja auch Doppel-LPs auf den Markt bringen kann.
In den USA stellte man die 78er auf Vinyl um, in erster Linie Kinderschallplatten, später gab es noch aus Kompatiblitätsgründen zu bestimmten Jukeboxen N78 Vinyls und manche Matritze wurde auch in Vinyl gepresst und letztlich war durch das Material und die hohe Geschwindigkeit eine wirklich gute Qualität möglich (mal abgesehen davon, dass die Aufnahme für Schellack gedacht war und man schon beim Schnitt den Frequenzgang begrenzte).
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GrammophonTeam
Do Mai 16 2013, 20:25
Seitenbetreiber

⇒ Mitglied seit ⇐: So Sep 04 2011, 14:54
Wohnort: Köln
Beiträge: 1811
Mittlerweile sind wir hier schon recht weit vom Thema entfernt....

Warum die 78 Geschwindigkeit beim Schellackplatten?


Beiträge rund um Vinyl, Mikrorille, 33 U/min etc. haben damit nicht so viel zu tun.

Eintrag vorerst geschlossen.
Wer die Antwort auf die ganz konkrete Frage

Warum die 78 Geschwindigkeit beim Schellackplatten?

hat, kann sich gerne an uns wenden.

[ Bearbeitet Mi Feb 25 2015, 23:42 ]
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