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Foren > Firmengeschichte, Labels, Hüllen, und Matrizen > LABELKUNDE - Deutschsprachige Labels und Firmengeschichte > Labels A-B
Artiphon (Hermann Eisner-Werke)
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Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, Der_Designer
Autor Eintrag
krammofoon
So Sep 11 2011, 19:38 Druck Ansicht
Schellack-Gnadenhof
Dabei seit: Mo Jun 27 2011, 20:47
Einträge: 1115
Servus :-)



[ Bearbeitet So Jun 24 2018, 16:30 ]
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Grammophonteam
Mo Sep 12 2011, 19:06
Seitenbetreiber

Dabei seit: So Sep 04 2011, 14:54
Wohnort: In den tiefen des Netzes ;)
Einträge: 2068
Von Herold38 via YT

Bei den Hermann Eisner-Werken (mit der Hauptmarke "Artiphon") waren von Anfang an, von 1919 bis Anfang 1931, die Matrizennummern = die Seitennummern. Jede Platte dieser Marke hatte also 2 Nummern. Erst Anfang 1931, kurz vor dem Konkurs, wurden noch zusätzliche einheitliche Bestellnummern (einige 8000er/9000er Serien) vergeben, diese auch rückwirkend für die Wiederveröffentlichung älterer Aufnahmen.

Im Jahre 1919 begann man mit 25cm-Platten und der Nummer 500, die dann bis 3999 durchlief. (Später folgten weitere Serien). Die Nummern 1 bis 499 waren also noch frei. Für die später erst ins Programm genommenen 18cm-Platten wurde die Spanne von 300 bis 499 vorgesehen. Als die 499 erreicht war und man die 500 nicht mehr nutzen konnte, musste man sich etwas einfallen lassen. Man hat am Anfang eine "4" davorgesetzt und weitergezählt. So ist z.B. "4545" entstanden. Es ist übrigens eine der letzten 18cm-Platten. Die höchste mir bekannte Nummer ist die 4553.

[ Bearbeitet So Okt 28 2012, 11:08 ]
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Formiggini
Mo Sep 12 2011, 19:54
Seitenbetreiber

Dabei seit: Di Dez 28 2010, 19:20
Einträge: 1759
Hermann Eisner, geboren 24.3.1860 in Brieg, Schelsien - gest. 7.3.1927 in Berlin.

Eisner studierte Mathematik und Physik am Technikum in Brieg.

1882 wurde er zweiter Techniker auf einem Dampfer der Lloyd auf verschiedenen Amerika Linien.
U.a. entwickelte er auch gehärteten Stahl für Rasierklingen - dieses Patent wurde dann an Gillette in den USA verkauft...

1896 kam er in England erstmals mit dem Edison Phonographen in Kontakt - er beschloß in das "Gewerbe" einzusteigen. Zunächst verkaufte er nur fertige Walzen, kurz vor der Jahrhundertwende entwickelte er zusammen mit Partnern Columbia Phonographen in Deutschland weiter.

1900 gründete Eisner seiner erste Firma, es wurden spindellose "Lyra-Phonographen" gebaut, aus den USA wurden leere Walzen importiert, die er dann in Berlin von lokalen Künstlern bespielen ließ.

Nachdem in Deutschland absehbar war, das die Grammophonplatte über die Phonographenwalzen "siegt", wurde er 1904 Mitbegründer der "Homophon(e) Company" - den Produzenten der Homocord Platten.

Bei Homophon war er technischer Leiter, diese Position hielt er bis 1918 inne, dann setzte er sich zur Ruhe.
Im "Ruhestand" hielt er es allerdings nicht sehr langeaus, schon 1919 gründete er das Label "Artiphon".

Die teilweise technisch sehr gut gelungenen Aufnahmen zeigen Eisners Jahrelange Erfahrung in der Grammophonindustrie.

Aufgrund der Jüdischen Abstammung Eisners - auch schon in finanziellen Schwierigkeiten - wurde das Label 1933 gänzlich aufgeläst.


[ Bearbeitet So Okt 28 2012, 11:07 ]
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Webseite
Formiggini
Mo Feb 13 2012, 22:56
Seitenbetreiber

Dabei seit: Di Dez 28 2010, 19:20
Einträge: 1759
1921



1925


1926


1930


1932


Aufnahmen mit amerikanischen Matrizen
um 1928/29



[ Bearbeitet So Jun 24 2018, 08:11 ]
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Aristodemo
Mi Sep 05 2012, 12:43
Dabei seit: Sa Jan 21 2012, 01:07
Einträge: 424
ARTIPHON Hauptverzeichnis 1927

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SchellackFreak
So Mär 17 2013, 20:29

Dabei seit: Mi Sep 16 2009, 22:06
Einträge: 478
Artiphon Werbung 1930



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bavariola
So Mär 17 2013, 22:27
Dabei seit: Sa Jan 12 2013, 00:38
Einträge: 130
Hallo zusammen!

Ich habe einige Zeit darueber nachgedacht, ob ich fuer die nachfolgend abgebildete Platte einen neuen Thread eroeffnen soll oder nicht. Dafuer spricht, dass das Etikett/die Marke dann besser gefunden werden kann, dagegen spricht, dass es ja eine Ergaenzung zu Artiphon ist und dort folglich auch gut aufgehoben ist. Ich habe mich nun zu letzterem entschlossen.

Die ueblicherweise gut zur Zuordnung unbekannter oder kurioser Marken verwertbaren Merkmale: Technische Gestaltung der Ausschaltrille sowie Typografie und Systematik der Matrizennummern und anderer Eintraege im Spiegel leisten auch hier gute Dienste und lassen die Esko-Platte eideutig als ein Artiphon-Produkt erkennen (oder jedenfalls als eines, das mit Artiphon-Matrizen hergestellt wurde). Ich habe es so eingescannt, dass das gut sichtbar ist. (Hinweis: vgl. Osnalite.) Umseitig: Deutschmeister-Regimentsmarsch (Matrizennummer 569, technische Datumsangabe D4 6 28).

Beste Gruesse an alle!



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bavariola
So Mär 17 2013, 23:39
Dabei seit: Sa Jan 12 2013, 00:38
Einträge: 130
Hallo zusammen!

Weil ich gerade mit Artiphon beschaeftigt war, und weil ich gerade so schoen beim Scannen bin, habe ich mir gedacht, ich gebe noch eine kleine Ergaenzung.

Das nachfolgend abgebildete Etikett stammt von einer 30-cm-Platte. Die selben Aufnahmen kommen auch mit dem bekannteren orange-roten Etikett vor. Dabei ist, wie so oft bei Artiphon, auch hier zu beobachten, dass die technische Datumsangabe (so nenne ich sie einmal, denn es ist gewiss kein Aufnahmedatum) verschiedener Pressungen derselben Aufnahmen voneinander abweichen. Hier die Vergleiche: B23 9 27 (Weissetikett, Mtr.-Nr. 7159), A6725 (Rotetikett, Mtr.-Nr. 7159); umseitig: Aller Ehren ist Oesterreich voll, C21 11 27 (Weissetikett, Mtr.-Nr. 7160), B3 8 27 (Rotetikett, Mtr.-Nr. 7160).

In musikalischer Hinsicht (das ist ja die Existenzberechtigung einer Schallplatte) ist interessant, dass diese beiden typisch oesterreichischen Maersche von Johann Strauss dirigiert werden.

Beste Gruesse an alle!



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bavariola
Mo Mär 18 2013, 01:39
Dabei seit: Sa Jan 12 2013, 00:38
Einträge: 130
Hallo an alle!

Langsam wird es ja Zeit ins Bett zu gehen... Eine Bilddatei kommt aber noch: Das allseits bekannte Artiphon-blau-Etikett ist hier mittels eines werks- oder handelsseitig angebrachten Ueberklebers zu einem anonym-Etikett umfunktioniert worden.

Die discographischen Angaben: Seite 1 (Du und ich, wir gehn dem Glueck entgegen): Mtr.-Nr. 2792, Best.-Nr. 2792, technisches Datum G29 2 28; Seite 2 (Die kleine Susann, die lacht mich immer an...): Mtr.-Nr. 2793, Best.-Nr. 2793, technisches Datum D20 11 27.

In musikalischer Hinsicht ist die Aufnahme flott und sammelwürdig (jedenfalls Nr. 2792), in technischer Hinsicht ist sie irgenwo zwischen mechanischer und elektrischer Aufnahme (Tendenz elekrisch) angesiedelt.

Schoene Gruesse an alle!



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grammofar
Sa Aug 17 2013, 09:36
Dabei seit: Do Aug 02 2012, 23:11
Wohnort: 24364 Holzdorf
Einträge: 267
Gestern dazu bekommen - evtl. ein Auslandslabel?
...oder so etwas wie eine Art "Sonderklasse" für bekannte Künstler?


Link - Hier klicken



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Aristodemo
Sa Aug 17 2013, 18:19
Dabei seit: Sa Jan 21 2012, 01:07
Einträge: 424
Die Platte hat das Labledesign vom Anfang der Zwanziger Jahre, für den Verkauf in Deutschland.
In der 8100 und 8200 Serie erschienen "Italienische Gesangs-Aufnahmen mit Orchesterbegleitung", 25 1/2 cm = 10"
und in der 8000 Serie die gleichen Künstler als "Italienische Spezial-Aufnahmen, 27cm = 10 5/8", "(italienisch gesungen) Gesungen von den bedeutendsten Künstlern der Scala in Mailand etc."

Eventuell sollten die Platten in der FONOTIPIA (ODEON) Schiene laufen.
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Graf_Phono
So Mär 02 2014, 19:04
Dabei seit: Mi Okt 24 2012, 13:50
Wohnort: Bad Ischl/Österreich
Einträge: 34
Gibt es eine Theorie, wie der Buchstaben-Code auf den Artiphon-Matrizen zu deuten ist?

Ich habe kürzlich einige Artipon-Platten bekommen und mir die Codes herausgeschrieben. Komplette Logik bringe ich allerdings nicht hinein. Wenn man à la Homocord davon ausgeht, dass hier Tag, Monat und Jahr des Aufnahmedatums chiffriert sind, ergeben sich für mich aus der u.a. Tabelle folgende Erkenntnisse:

  • Das Jahr muss letzte Buchstabe im Code sein. (Der erste kann es nicht sein, denn "K" als erster Buchstabe steht bei 642 für eine Matrize, die 1920 bearbeitet wurde und bei 2169 für eine Komposition, die erst 1925 entstanden ist.)

  • 1927 bearbeitete Matrizen enthalten keinen Code mehr, sondern stattdessen eine "Mechan. Copt."-Angabe. (Aufgenommen habe ich nur solche Platten, deren Rückseite früher bearbeitet und mit Code versehen wurde.)


Matrix / Bestell-Nr. Code Techn. Datum Mechan. Copt. Komposition
642 K 4 C E 20 4 20
643 K 4 C K 17 5 20
755 D 7 F J 1 6 26 1918
764 D 8 F H 1 6 26
928 J 4 10 27 1927
929 C 19 F E 4 10 26
1114 C 1 E E 14 1 25
1115 D 3 8 27 1927
1148 D 29 E D 8 12 24 1921
1149 D 29 E E 26 1 23 1921
1854 D 15 B B 15 5 24 1923
1856 D 15 B A 28 4 24 1924
1886 J 22 B B 15 10 24
1887 J 22 B F 29 4 25
2168 F 15 12 27 1927 1925
2169 K 5 A E 18 6 26 1925
5095 K 6 E B 20 1 22
5096 K 6 E B 20 1 22


Ein möglicher Jahres-Code wäre:
A 1925
B 1924
C 1923
D 1922
E 1921
F 1920
G 1919
Dagegen spricht 642 / 643, die mit "C" 1924 aufgenommen wären, aber schon 1920 bearbeitet wurden. Außerdem bliebe für Aufnahmen von 1926 kein Buchstabe übrig, auf "Mechan. Copt." wurde aber erst 1927 umgestellt...

Weiß jemand eine Lösung?

[ Bearbeitet So Mär 02 2014, 19:33 ]
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Formiggini
Di Mär 25 2014, 15:45
Seitenbetreiber

Dabei seit: Di Dez 28 2010, 19:20
Einträge: 1759
Hermann Eisner war ja zuvor bei der Homokord. Sehr wahrscheinlich das er einen ähnlichen Code verwendete.

Hier zwei weitere Artiphon:

Matrix / Bestell-Nr. Code Techn. Datum Mechan. Copt. Komposition
756 D 7 F F 16 9 24 1917
762 D 7 F J 16 9 24 1918
1150 D 29 E A 19 5 21 1920
1151 D 29 E A 19 5 21. 1920


Das "Technische Datum" kann ja (wie bei der Homokord) weit hinter dem Aufnahmedatum liegen. Es bezeichnet ja anscheinend wirklich nur, wann eine Matrize gezogen oder ein neuer Pressstempel aufgelegt wurde.

Die Bestellnr. 756 (Hindustan Fox-Trot) wird in der Literatur auch mit 1919/1920 angegeben.
Daraus ergibt sich bei diesen beiden Platten der Schlüssel:

F = 1920
E = 1921

Bei der Homocord wurde 1926 dieses Code-System eingestellt.




Von Michael Gunrem erhielten wir via mail folgende Liste. Vielen Dank hierfür!

Jedoch bleibt auch nach dieser das Rätsel um 642 / 643 bestehen. Laut C 1923 aufgenommen, jedoch schon 1920 in der technischen Bearbeitung...

Nach der Artiphon-Discographie von Christian Zwarg Link - Hier klicken wurden bei Artiphon die Serie 602 - 698 (In die ja 642/643 fällt) zwischen September und Dezember 1919 aufgenommen.
Ob man sich bei der 642/643 vielleicht einfach nur verstempelt hat?

Eigentlich widerspricht nur diese mit C gestempelte Platte dem Code...

Created by BCL easyConverter SDK 3 (HTML Version)

CODE HOMOPHONE / HOMOKORD / ARTIPHON

Michael Gunrem

Homo.

Arti.

Januar

A

1925

1925

Februar

B

1924

1924

März

C

1923

1923

April

D

1922

1922

Mai

E

1921

1921

Juni

F

1920

1920

Juli

G

1919

- - - -

August

H

1918

- - - -

September

J

1917

- - - -

Oktober

K

1916

- - - -

November

L

1915

- - - -

Dezember

M

1914

- - - -

N

1913

- - - -

O

1912

- - - -

P

1911

- - - -

Q

1910

- - - -

R

1909

- - - -

S

1908

- - - -

T

1907

- - - -

U

1906

- - - -

V

1905

- - - -

W

1926

- - - -

X

- - - -

- - - -

Y

- - - -

- - - -

Z

- - - -

1926

Bei 2 oder 3 Uhr in der Matrize linker Buchstabe: Monat

Zahl in der Mitte: Tag rechter Buchstabe: Jahr

Beispiel:

E 8 C (Homo.) = 8 Mai 1923

C 11 U (Homo.) = 11 März1906

H 16 Z (Arti.) = 16 August 1926



[ Bearbeitet So Jun 03 2018, 11:28 ]
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joha
Fr Okt 17 2014, 17:11
Dabei seit: Mo Mär 26 2012, 15:45
Wohnort: Dresden/Sachsen
Einträge: 1004
Hier mal eine DIAMANT-Record ,die ebenfalls zum Hause Artiphon gehören muss.




so wie mir Herold 38 sagte gehören diese Platten auch dazu,sie haben unter dem Label Artiphon Matrizen Nummern eingeritzt im Wachs.
Ist über die Untermarke etwas genaueres bekannt?
Ich habe ein Album mit 8 dieser Platten bekommen, leider keine Tanzmusik,Charakterstücke,Streichorchester,Weihnachten usw.
Gruss Joha
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berauscht
Fr Okt 17 2014, 18:47
"Urgestein" Autor/Moderator

Dabei seit: Mi Jan 06 2010, 21:59
Einträge: 1331
Diamant Record ist m. E. eher Kalliope zuzuordnen.
Möglicherweise gab es auch mehrere Liferanten. Es gibt jedenfalls Diamant Record-Platten die ganz eindeutig von Kalliope Stammen.

Das Etikett sieht mir hier auch nach Kalliope aus. Der * hinter der Bestellnummer ist bei Kalliope jeweils auf einer Plattenseite. Bei Artiphon steht eigentlich immer Nr. oder No. vor der Bestellnummer.

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Grammophonteam
So Dez 28 2014, 19:01
Seitenbetreiber

Dabei seit: So Sep 04 2011, 14:54
Wohnort: In den tiefen des Netzes ;)
Einträge: 2068
Elektrische Aufnahmen bei der Artiphon


Im Frühjahr 1926 erscheinen auf Artiphon die ersten elektrisch aufgenommenen Schallplatten.
Häufig sind diese mit einem E im Kreis gekennzeichnet. Dieses Symbol könnte auch als "Lizenzvermerk" für ein elektrisches Aufnahmesystem gedeutet werden (Ähnlich dem W bei Lindström für Westrex). Vor allem die frühen, elektrischen Aufnahmen der Artiphon zeichnen sich häufig durch einen recht krummen Frequenzgang und Höreindruck aus. Bis dato war es ungeklärt welches (wessen) System verwendet wurde. Der folgende Artikel von 1930 klärt darüber auf: zum Einsatz kam die eigene Entwicklung der Telegraphon-AG in Berlin.

18. Mai 1930


Bereits vor 1900 als Berliner Fernsprech- und Telegraphenwerk AG tätig, beschäftigte sich die Gesellschaft später vor allem mit der magnetischen Tonaufzeichnung nach dem Telegraphon. Als Allradio-Telegraphon-Ges. ab 1923 auch Produktion von Radios. Schwerpunkt blieb jedoch die (magnetische) Schallaufzeichnung. Nebenher beschäftigte man sich aber auch mit der Weiterentwicklung der Schallplatten-Technik. 1924 wurde ein deutlich verbessertes Kohlekörner-Mikrofon auf den Markt gebracht, 1926 eine Elektrostatische Abhördose für Sprechmaschinen patentiert. Bereits 1920 wurde ein elektrisches Aufnahmesystem (zunächst noch für Walzen) zum Patent angemeldet. Dieses weiterentwickelte System nutzte also die Artiphon.

Interessant in dem Artikel ist die Nennung des elektromagnetischen Aufnahmeverfahren für Schallplatten. Noch ist ungeklärt um was es sich dabei handelte. Möglich: Die eigentliche Aufnahme geschah zunächst magnetisch, ähnlich den Vorläufern der frühen Tonbandgeräte (Blatterphone) und wurde erst dann auf (Wachs) Platte umgeschnitten.

Finanziell dürfte dieser (verlorene) Prozess ein weiterer Sargnagel für die Artiphon gewesen sein. Auch aus den "Träumen" ins Tonfilmgeschäft einzusteigen wurde nichts.

[ Bearbeitet So Jun 03 2018, 15:54 ]
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berauscht
So Dez 28 2014, 19:27
"Urgestein" Autor/Moderator

Dabei seit: Mi Jan 06 2010, 21:59
Einträge: 1331
In einer Pressenotiz aus dem Jahr 1930 wurde gemeldet, dass Artiphon jetzt auch 40 cm Tonfilmplatten herstellt.
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WalterSchwanzer
So Nov 08 2015, 14:54
Dabei seit: Mo Dez 08 2014, 12:34
Wohnort: Rohrendorf
Einträge: 394
ich habe auch ein paar Artiphon-Platten
Diese Platte gibt es auch auf VDM Volksbund der Musikfreunde mit der Bestellnr. 9006
Die Artiphon Nummer findet man bei VDM als
Matritze Nr. 07336 / C18 6 28
Mech. Copyright 1928
Rückseite "Die Traumtänzerin" Intermezzo von Helmesberger
Matritze Nr. 07340 / B24 5 28




[ Bearbeitet So Nov 08 2015, 14:56 ]
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livschakoff
So Nov 08 2015, 17:59
Dabei seit: Do Feb 21 2013, 13:55
Einträge: 80
bavariola schrieb ...



In musikalischer Hinsicht (das ist ja die Existenzberechtigung einer Schallplatte) ist interessant, dass diese beiden typisch oesterreichischen Maersche von Johann Strauss dirigiert werden.








Es ist zu betonen, daß es sich hierbei nicht um den Johann Strauß handelt ( genaugenommen um Johann Strauß Jr., den Schöpfer bekanntester Walzer und anderer Weisen), sondern sozusagen um irgendeinen Dirigenten, der zufällig auch Johann Strauß hieß (das war damals ein extrem verbreiteter Name), was seinerzeit aber weniger für Verwirrung gesorgt haben dürfte.
Vom "echten" Johann Strauß, der 1899 bereits das Zeitliche segnete, existieren meines Wissens überhaupt keine Aufnahmen.
(Hinsichtlich der Schreibweise "Strauß" oder "Strauss" geht es zudem noch von Quelle zu Quelle durcheinander - das ist hier aber kein Kriterium für die Identifizierung.)
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