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Foren > Firmengeschichte, Labels, Hüllen, und Matrizen > LABELKUNDE - Deutschsprachige Labels und Firmengeschichte > Labels E-F
Elite
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, Der_Designer
Autor Eintrag
krammofoon
Mo Sep 12 2011, 21:37 Druck Ansicht
Schellack-Gnadenhof
Dabei seit: Mo Jun 27 2011, 20:47
Einträge: 1123
Servus :-)





Gruss
Georg

[ Bearbeitet Do Jun 30 2016, 13:59 ]
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Gast
Mi Feb 15 2012, 04:05
Gast
Ich glaube die gehört da auch ohne "Spezial" dazu





[ Bearbeitet So Apr 01 2012, 10:03 ]
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stompy_de_luxe
Sa Feb 18 2012, 18:01
Dabei seit: Mi Jan 11 2012, 18:15
Wohnort: Wien
Einträge: 123



[ Bearbeitet Sa Mär 31 2012, 10:49 ]
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LordSlowhand
Fr Jun 15 2012, 21:27
Gast
und auch hier ein marketing-trick? AUSTROPHON in schwarz-weiss-rot konnte man in wien wohl besser verkaufen !?


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stompy_de_luxe
Fr Jun 15 2012, 21:55
Dabei seit: Mi Jan 11 2012, 18:15
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Einträge: 123
Elite Special Brasilien


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bavariola
Di Mär 26 2013, 01:04
Dabei seit: Sa Jan 12 2013, 00:38
Einträge: 132
Hallo!

...und aus welchem Land mag wohl diese Elite-Platte kommen? Ich tippe auf USA; dafuer koennte sprechen, dass das Kleingedruckte (Lizenz- u. Verkaufsbestimmungen) in Englisch verfasst ist und vor allem, dass bei der handschriftlich gravierten Matrizennummer die 1 keinen Anstrich und die 7 keinen Querstrich hat. Die Platte ist aus einem recht leichten Material hergestellt, das eher an einen (wenn auch harten) Kunststoff erinnert als an Schellack. Akustisch laesst sich auf der A-Seite an den Nebengeraeuschen feststellen, dass es sich um einen Umschnitt handelt (auf der B-Seite kann ich dieses Merkmal nicht feststellen). Umseitig: Die Ehrenwache, Matr.-Nr. 20016. Auf beiden Seiten im Spiegel: 3S.

Wenn auch die Platte wohl aus den USA stammt, so passen Plattenmarke und gespielter Titel zur Schweiz. Das Markenzeichen, die Note mit Blitz, kommt auch auf Schweizer Platten der 50er Jahre vor - siehe hierzu das nächste Bild - sowie auf den bei Electrola in Koeln gepressten Elite-Platten der Nachkriegszeit (nicht im Bild).





Wie die Marken miteinander verwoben waren und welche Wege die Aufnahmen manchmal gingen, zeigt das folgende Beispiel: Dreimal die selbe Aufnahme, einmal auf Elite Special aus Oesterreich, einmal auf Elite Special aus der Schweiz, und einmal auf Austroton aus Deutschland (jeweils Matr.-Nr. K7324-1; jeweils umseitig: 99er Regimentsmarsch, Matr.-Nr. K7325-1).







Da die Administratoren, wie ich gelesen habe, planen, alle geeigneten Darstellungen von Plattenetiketten in die Labelkunde zu uebernehmen, bringe ich hier eine Wiederholung, weil das oben gegebene Beispiel abgeschnitten ist (Matrizennummer K7319, umseitig: Ich hab's gern mitten in der Nacht, Matr.-Nr. K7320; das Aufnahmejahr ist meines Wissens 1950):





Hier eine weitere Variante: Elite (Oesterreich) ohne Special und mit anderer Farbgestaltung (Matr.-Nr. K8111, umseitig: Die Stadn, Matr.-Nr. K8110):





Ob die Gold-Version eine generelle Umstellung auf ein moderneres Etikett war oder ob damit gehobenes Repertoire angezeigt werden sollte, entzieht sich meiner Kenntnis. (Matr.-Nr. W7923 und W7924):





Dass Elite eine Schweizer Angelegenheit ist, kann man an dem Armbrust-Markenzeichen erkennen, das ja fuer die Schweiz recht sinnfaellig ist. Auch in den oesterreichischen Etiketten ist es untergebracht, wenn auch ganz klein im Wappen. Hier ein Beispiel aus der Schweiz aus den 30er Jahren (Matr.-Nr. Sch545, umseitig: Bundesrat Motta Marsch, Matr.-Nr. Sch544):





Zum Abschluss ein Elite-Sonderetikett, auch aus der Schweiz, auch aus den 30er Jahren (Matr.-Nr. 1635, umseitig: General Guisan Marsch, Matr.-Nr. 1639):





[ Bearbeitet So Apr 14 2013, 23:19 ]
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stompy_de_luxe
Di Mai 07 2013, 08:35
Dabei seit: Mi Jan 11 2012, 18:15
Wohnort: Wien
Einträge: 123

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Klangwolke
Di Jan 07 2014, 09:23
Dabei seit: Sa Jan 04 2014, 13:54
Einträge: 228
Als zeitlicher Richtwert: Der Film "Die verschleierte Maja" ist aus dem Jahr1951




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Klangwolke
Di Jan 07 2014, 10:35
Dabei seit: Sa Jan 04 2014, 13:54
Einträge: 228
...und noch eine Label-Version...



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Fehlmann1960
Mi Apr 16 2014, 10:43
Dabei seit: Do Dez 19 2013, 15:39
Wohnort: CH- 4492 Tecknau
Einträge: 336
Elite Record Geschichte

Schallplattenfabrik Turicaphon Riedikon (Elite Record) Schweiz
Schallplatten made in Riedikon
Ein neues Buch beleuchtet die bewegte Geschichte der Riediker Schallplattenfabrik Turicaphon. Geschrieben hat es der 75-jährige Firmeninhaber Hans L. Oestreicher
Riedikon - Was haben Peter Alexander, Udo Jürgens, Hazy Osterwald und das Trio Eugster gemeinsam? Sie alle begannen ihre Karriere im Musikbusiness in Riedikon. Denn die noch unbekannten Künstler wurden von Produzenten der in Riedikon ansässigen Schallplattenfabrik Turicaphon entdeckt und gefördert. Die Geschichte der Firma Turicaphon begann 1930 in Zürich. Die Firma importierte damals Schallplatten und Apparate aus Deutschland und verkaufte sie in der Schweiz. Als die deutsche Lieferantin in Konkurs ging, begann Heinrich Landis in Wädenswil eine Schallplattenfabrik aufzubauen. Während der Weltwirtschaftskrise 1936 fusionierte die Turicaphon mit zwei Konkurrenten und zog nach Riedikon. Dies, weil sich Nachbarn in Wädenswil vom Rauch aus dem Kamin der Schallplattenfabrik gestört fühlten, wie Hans L. Oestreicher im kürzlich erschienenen Buch «Leben mit Musik» schreibt.
Im Buch blickt der Inhaber Oestreicher auf die 80-jährige Firmengeschichte zurück. Er hat sie mit der deutschen Musikjournalistin Bettina Greve auf rund 200 Seiten unterhaltsam zusammengefasst und mit vielen Bildern versehen. 2007 begann Oestreicher mit den Recherchen. Sehr geholfen hätten ihm die handgeschriebenen Geschäftsberichte und Protokolle der Verwaltungsratssitzungen, die seit 1930 vollständig erhalten sind. Er selber steht seit 53 Jahren im Dienste der Turicaphon. Zuvor hatte sein Vater die Geschicke der Firma geleitet.
Eine ehemalige Textilfabrik Baujahr 1820 in Riedikon war ab 1936 der neue Firmensitz. Das Werk lag am Ostrand des Dorfes, der Rauch störte hier niemanden. Durch die Fusion mit den Konkurrenten kam der 1911 in der späteren Tschechoslowakei geborene Hans Karl Oestreicher in Kontakt mit der Turicaphon. Er belieferte das Unternehmen mit Schellackmasse, aus welcher die Schallplatten gepresst wurden. Kurz bevor die Nazis 1939 in Prag einmarschierten, gelang Oestreicher die Flucht in die Schweiz. Er wurde bei der Turicaphon als «Fachmann für die Schallplattenfabrikation» angestellt. Bis er im November 1940 seine Frau und seinen 1935 geborenen Sohn Hans Ludwig in die Schweiz holen konnte, bewohnte er auf dem Schlosshügel in der Pension Zur Burg ein Fremdenzimmer. Unter Federführung von Oestreicher präsentierte sich die Turicaphon an der Schweizer Landesausstellung in Zürich. Vor den Augen der Messebesucher wurde der schweizerdeutsche Schlager «S Landi-Dörfli» gepresst. Es sei dort zugegangen wie in einerWaffelbäckerei, schreibt Oestreicher im Buch: «Schon nach einer halben Minute ist die geruchsneutrale Schellackplatte fertig.» Das Publikum staunte.

Einer der grössten Hits
Mit dem Lied «Nach em Räge schint Sunne» konnte das zur Turicaphon gehörende Plattenlabel Elite Record einen seiner grössten Erfolge landen. Geschrieben hatte den Song der Einsiedler Lehrer Artur Beul. Doch niemand interessierte sich für das Lied. Schliesslich erbarmten sich Marthely Mumenthaler und Vrenely Pfyl und sangen das Stück 1944. Das Liedchen wurde nach Kriegsende zu einer Art Stimmungsaufheller für die ganze Nation, und die beiden Sängerinnen landeten einen Überraschungshit. Der Song wurde 1948 sogar ein Top-Ten-Hit in den US-Charts. Damit begann für Turicaphon eine lang anhaltende Phase des Aufschwungs. Viele namhafte Künstler wie das Hazy Osterwald Sextett, Peter Alexander oder später Udo Jürgens gaben ihre Platten unter dem Label Elite Records oder Austroton heraus. Jürgens 1962 noch völlig unbekannt, veröffentlichte bei Elite Special zwei Lieder, bevor er 1964 den Durchbruch schaffte und der Turicaphon den Rücken kehrte. Das Trio Eugster liess die ersten beiden Eigenkompositionen in Riedikon herstellen und vertreiben. Vater Oestreicher und sein Sohn machten sich einen Namen als Förderer des Schweizer Musiknachwuchses.

Oestreicher wird Schweizer
Nach mehr als 10 Jahren in Uster wollte Hans Karl Oestreicher Schweizer werden. Eine Zeit lang sah es für die Einbürgerung der Familie gar nicht gut aus, sagt Sohn Hans Ludwig. Er war damals 15 Jahre alt. «Der Gemeinderat Uster verlangte, dass wir unseren Nachnahmen in Osterwalder oder dergleichen abändern sollten. Man könne niemanden einbürgern, der Oestreicher heisse, war die Begründung.» Darauf wollte sich der gebürtige Tscheche jedoch nicht einlassen. «Wir wurden dann auch ohne Namensänderung im Oktober 1949 Schweizer Bürger», sagt Hans Ludwig Oestreicher.

Er trat schon als 22-Jähriger in die Fussstapfen seines Vaters, der im Jahr 2000 starb, übernahm den Job als Aussendienstler und war fortan in ganz Deutschland unterwegs. «Damals habe ich 150 000 Kilometer gemacht. So arbeitete ich bis 23 Uhr in Deutschland und bin danach noch acht Stunden zurück in die Schweiz gefahren.» Das Verkaufen sei ihm halt in die Wiege gelegt worden. Bei einem Besuch in Garmisch-Partenkirchen lernte er seine spätere Frau Helga kennen. Nach drei Jahren Wochenendbeziehung heirateten sie 1960 in Garmisch und gründen in Uster eine Familie. Die Töchter Yvonne, Gabriela und Alexandra kommen auf die Welt. Yvonne arbeitet heute zusammen mit ihren Vater in der Turicaphon.

Nach vielen Höhen und Tiefen stellte die Turicaphon 1991 die Schallplattenproduktion ein. Auf der Liste der Entlassenen stand auch Hans Ludwig Oestreicher, der 1987 von seinem Vater die Geschäftsführung übernommen hatte. Er übernahm die Firma mitsamt ihrem Archiv mit 10 000 Musikaufnahmen 1992 komplett und produziert heute CDs und bietet Downloads an.

Artikel aus Zürcher Tagesanzeiger 11.5.2010








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schlagerbummel
Mo Jun 15 2015, 19:26
Dabei seit: Sa Jun 13 2015, 19:16
Wohnort: Saarbrücken
Einträge: 21
Hallo zusammen

ich bin neu hier im Forum, der eigentliche Grund, warum ich mich neu angemeldet habe, ist auch schon überholt (mir wurde in der facebook Gruppe des Forums schon ausgiebig geholfen) ... dennoch würde ich mich gerne an einigen Themen beteiligen.

So ist mir aufgefallen, dass ich in meiner Sammlung zwei Elite Special Labelvarianten, die hier noch nicht aufgeführt sind, die wollte ich gerne zeigen ...

einmal Gold in Blau und einmal ganz weiß mit roter Schrift ...

LG Armin





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monokel
Do Dez 31 2015, 18:32
Dabei seit: Mo Jul 09 2012, 14:03
Wohnort: im brandenburgischen bei Berlin
Einträge: 125
Hier eine weitere Variation mit dem Vermerk Electrola-Gesellschaft mbh Berlin



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Almöhi
Di Apr 19 2016, 12:46
Dabei seit: Mo Apr 18 2016, 09:29
Wohnort: Luzern, Schweiz
Einträge: 12
Die Turicaphon (Turicum = lat. Zürich) konnte die Marke "Elite" aus der Konkursmasse der Kalophon herauskaufen hier klicken. Gemäss dem oben erwähnte Buch geschah das bereits 1931. Vor 1931 wurden bereits von Kalophon Elite-Platte veröffentlicht. Diese trugen nur eine Schriftzug. Das oben abgebildete "Frauenkopf"-Label war das erste der Turicaphon-Elite.

Die Turicaphon war als reine Vertriebsgesellschaft gedacht und schloss mit dem Küchenmeister-Konzern einen Kaufvertrag ab und vertrieb dessen Platten und Apparate in der Schweiz. Küchenmeister wiederum beteiligte sich an der Turicaphon. Ab 1931 wurden dann Elite-Platten gepresst (Übernahmen von Kalophon und Lizenzpressungen). 1932 konnte die Turicaphon von der Telefunken Werkzeuge und Matrizen übernehmen. Diese stammten aus dem Bestand des mittlerweilen aufgelösten Küchenmeister-Konzerns.

Diese Platte mit Hans Burger wurde gemäss einem Bekannten bereits 1932 von Orchestrola herausgegeben. Die Elite-Pressung stammt von 1933. Origniellerweise stimmen die Matrizennummern auf dem Label und im Spiegel nicht überein.




Hier das Technikerkürzel (Orchestrola?):




Hier nochmals als spätere Ausgabe mit der selben Pressmatrize:




Eine weitere Übernahme aus dieser Zeit stammt von Ultraphon (A872):




Das Technikerkürzel soll gemäss hier klicken von Ultraphon stammen.




Nachfolgend eine kleine Labelentwicklung:

In den 30ern wurde vornhemlich das rote Elite-Record-Etikett mit Goldschrift verwendet (um 1939).




Danach kam die silberne Schrift (um 1941).




Dies ist die genau gleiche schweizerdeutsche Aufnahme auf einer späteren Austrophon, mit deutschem Titel (wobei es "Mein Bergseelein" heissten müsste, aber das kling zugegebenermassen komisch *kicher ).




Ab Anfang der 40er kam dann in erster Linie das blaue Elite-Special-Label mit Armbrust zum Einsatz (um 1942).




Gegen Ende der 40er wurde die Armbrust ausgetauscht (um 1948).




Ab den 50ern wurde dann das Zürcher Wappen aufgedruckt (um 1950).




Die Turicaphon konnte während des Krieges ihre Umsätze mit Exporten steigern. Sie vergab auch Lizenzen. Nachfolgend einige speziellere Labels.

eine französische (um 1942)




eine argentinische (um 1950)




eine NK (Aufnahme 1944, Pressung ???)




ein weiteres Label mit Interpretenfoto (1940)




und ein Sonderlabel zur Schweizerischen Landesausstellung 1939 (die Rückseite obiger Platte, gepresst erst 1940)




[ Bearbeitet Sa Jun 02 2018, 18:27 ]
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