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Barnabás von Géczy
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Limania
Fr Feb 22 2013, 10:01

⇒ Mitglied seit ⇐: Mo Mai 21 2012, 15:14
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Auf der B-Seite wird aus "Esplanade" einfach mal "Esplande"





LG Limania
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humoresk
So Feb 24 2013, 16:35
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⇒ Mitglied seit ⇐: So Jun 10 2012, 16:06
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Aus einem Programmblatt von etwa Anfang 1935:


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Gast
Di Feb 26 2013, 22:29
Gast
Hallo Nils

Der von Dir erwaehnte Kurt Henneberg ist auf besondere Weise mit von Geczy verbunden. Er war Teil des seit November 1943 in Prag ansässigen DTUO (Deutschen Tanz- und Unterhaltungsorchester). Von Geczy und Willi Stech wurden die neuen Leiter des DTUO. "Der Minister (Goebbels) wünsche, so Hinkel, dass von Géczy die künstlerische Leitung übernehme." Von Geczy wurde zugetraut, "mit den seit 1943 gemeldeten Missständen nichtmusikalischer Art im Vorzeigeorchester aufzuräumen." (Jockwer S. 505)

In einem Brief von Géczy und Stech an die RKK vom 30.03.1944 petzten sie:
"Immer wieder seien vorgekommen: „Unentschuldigtes Fernbleiben vom Dienst, Wochenendfahrten, Besuchsfahrten über die Grenze, Nichtvorlegen von Attesten bei Erkranken usw.“ Außerdem werde jede Maßnahme, „die mit Mehrarbeit verbunden ist“, mit „Unwillen“ aufgenommen und bewusst untergraben. Der Orchester-Obmann, Konzertmeister Kurt Henneberg, verstehe sein Amt komplett falsch, indem er das Orchester in „oppositioneller Haltung“ zur Geschäftsleitung bestärke, anstatt als Mittler zu fungieren. Außerdem habe er bei Géczy und Stech aus persönlichen „Ambitionen“ heraus bereits versucht, gegen die Geschäftsführung zu intrigieren.
Nach der „ermahnende Ansprache“ Hinkels am 27. März 1944 vor den versammelten Orchestermitglieder traf man sich zwei Tage später, um die neuen „Richtlinien“ entgegenzunehmen, die sich in Anbetracht der Kriegssituation überraschend „harmlos“ lasen: Hier ging es in erster Linie um ein Verbot von Reisen ohne Genehmigung, um Anwesenheitspflicht bei Rundfunkaufnahmen und die Akzeptanz schriftlicher Dienstanweisungen in der Umlaufmappe. Henneberg habe, so berichten von Gézczy und Stech, daraufhin sofort unaufgefordert das Wort ergriffen und die Richtlinien als „unwürdig“, „herabsetzend“ und die „künstlerische Freiheit und Tätigkeit beschränkend“ zurückgewiesen, was wohl zu einem „Durcheinander von Zurufen und Zwischenrufen“ gegen die Geschäftsleitung geführt habe, bei dem sich vor allem der Violinist Adalbert Luczkowky und der Trompeter Hendrik Bruyns hervorgetan hätten. Safronow habe versucht, ein Machtwort zu sprechen, indem er das Orchester darauf aufmerksam machte, dass es „auf Wunsch des Herrn Reichsministers Dr. Goebbels nicht als demokratischer Haufen, sondern als eine disziplinierte Gemeinschaftsgruppe nach dem Führerprinzip“ zu verwalten sei. Er habe darauf „lautes Hohngelächter und Zurufe“ geerntet, man werde sich „in Berlin beschweren“. Als Konsequenz aus dieser „beschämende Formen annehmenden Debatte“ wandten sich nun von Géczy, Stech und Safronow mit drei Forderungen an die RKK: Henneberg müsse seinen Posten als Obmann verlassen, an den beiden auffällig gewordenen Musiker jedoch sollte ein Exempel statuiert werden …" (wörtlich aus Jockwer S. 507f)


Was ich bemerkenswert finde, ist, dass die Musiker den Mut hatten, so offen gegen die Leitung zu opponieren. Dass von Geczy gute Verbindungen zur RKK und zu Goebbels hatten, war bekannt. Und was das Aufheben des uk-Status bedeuteten konnte, wussten die Musiker sehr wohl. Abzug an die Front, so wie es vielen Musikerkollegen ergangen war…. (Hans Carste, Adalbert Lutter, Heinz Wehner, Ernst Weiland, um nur ein paar wenige zu nennen.)

Die Musiker hatten Glueck, Goebbels hielt weiterhin an 'seinem' Vorzeige-Orchester fest, es wurde nicht aufgeloest. Dass Henneberg kurz vor Kriegsende dann auf diese Weise im Prager Aufstand umkommen musste, finde ich besonders bedauerlich.


[ Bearbeitet Di Feb 26 2013, 22:42 ]
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humoresk
Di Mär 26 2013, 19:02
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⇒ Mitglied seit ⇐: So Jun 10 2012, 16:06
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[ Bearbeitet Di Jul 14 2015, 12:25 ]
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humoresk
Mo Aug 19 2013, 10:35
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Beiträge: 351











Geczy in allen Formen, aus allen Winkeln, von allen Seiten. *grins

Liebe Grüße,

Josef

[ Bearbeitet Di Jul 14 2015, 12:25 ]
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GrammophonTeam
Di Aug 20 2013, 18:34
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Kurzer Artikel von 1929 über die Anfänge des von Géczy Orchesters. Interessant auch: Barnabás von Géczy spielt in London für den Prinzen von Wales...

Das Magazin, Dezember 1929





















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GrammophonTeam
Do Mär 06 2014, 20:03
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Februar 1929
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SchellackFreak
Do Apr 17 2014, 14:19
"Seitengründer"

⇒ Mitglied seit ⇐: Mi Sep 16 2009, 22:06
Beiträge: 452
Nach dem Krieg zog Barnabás von Géczy nach München, wo er Anfang der 1950er ein neues Orchester zusammenstellte, welches auch für die Polydor einige Einspielungen hinterließ. Geczy trat als Hausorchester in dem Café Luitpold in München auf, wo er schon damals als feste Größe gefeiert wurde.



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humoresk
Sa Mai 30 2015, 23:14
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1928


1940
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GrammophonTeam
Fr Jul 10 2015, 19:16
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Barnabás von Géczy und sein Arrangeur Herbert Jäger in England:
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GrammophonTeam
Fr Jul 10 2015, 20:42
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Musikmeister
Fr Jul 10 2015, 23:10
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⇒ Mitglied seit ⇐: So Aug 21 2011, 21:23
Wohnort: Hamburg
Beiträge: 1021
Grammophonteam schrieb ...

Barnabás von Géczy und sein Arrangeur Herbert Jäger in England:



Meiner Meinung nach ist der rechts sitzende Musiker auf dem genannten Bild Kaschubec. Der mittig sitzende könnte Jäger sein. Es sind bei dem Bild aus England aber wohl nicht alle Musiker abgebildet, bei den englischen Decca-Aufnahmen wirkten ca. 15 Musiker im Orchester mit. Es war eine fünfmonatige Konzertreise.
Die Platte Decca M-51 wurde am 02.07.1929 im Londoner Chelsea aufgenommen, die M-52 am 11.07.1929 und am 01.08.1929 weitere 2 Decca-Platten. Mehr zu Herbert Jäger: Link - Hier klicken


[ Bearbeitet Di Jul 14 2015, 12:33 ]
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berauscht
Sa Jul 11 2015, 20:33
"Urgestein" Autor

⇒ Mitglied seit ⇐: Mi Jan 06 2010, 21:59
Beiträge: 1778
Aus: Hans Schnoor
Barnabás von Géczy - Aufstieg einer Kunst

London, 1929. Der Prinze von Wales, nachmaliger König Edward VIII., hat Barnabás von Géczy für die angelsächsische Welt entdeckt. Er hat hat ihn oft in der ganz unköniglichen Behaglichkeit von Piccadily York Hauses empfangen. Dort wurde Barnabás von Géczy der musikalische Märchenerzähler am Kamin. Aber auch zu offiziellen Gelegenheiten im St. James Palast hat er gespielt, und die ehrwürdigen Räume verwandelten plötzlich ihr museales Aussehen und wurden zu Stätten intimer Fröhlichkeit. Nicht weit von jener alten Kapelle, in der einstmals Musik von Orlando Gibbons und Purcell erklungen, ertönte die "dunkelfarbige Zigeunermusik" des blondesten aller ungarischen Künstler. Fünf Monate lang trotzte Barnabás von Géczy in London erfolgreich der stärksten Konkurenz. Noch an seinem Abschiedsabend mußte er dem künftigen Beherrscher des britischen Imperiums stundenlang vorspielen . . .
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berauscht
So Jul 12 2015, 17:20
"Urgestein" Autor

⇒ Mitglied seit ⇐: Mi Jan 06 2010, 21:59
Beiträge: 1778
Das Orchester Barnabás von Géczy um 1930

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Musikmeister
Mo Jul 13 2015, 19:49
Autor
⇒ Mitglied seit ⇐: So Aug 21 2011, 21:23
Wohnort: Hamburg
Beiträge: 1021
berauscht schrieb ...

Das Orchester Barnabás von Géczy um 1930

Laut dem Eintrag von humoresk weiter oben soll dieses Bild 1928 entstanden sein.
Gibt es irgendwelche Anhaltspunkte, dass Herbert Jäger auch auf diesem Bild zu sehen ist?
Ich könnte mir vorstellen:
- auf dem 1928 Bild sehen wir Erich Kaschubec
- auf dem Bild aus England 1929 sehen wir Herbert Jäger

Ein kleines Bilderrätsel. Wer ist wer im oberen Bereich (Vgl. Kaschubec unten links, Jäger unten rechts)?
Die oberen Bilder aus der Zeit vor 1930, die unteren ca. 10 Jahre später.



BvG hat auch selbst arrangiert, hier eine Notenmappe des Erich Kaschubec-Titels "Mexikanische Serenade" mit mehreren Stimmen aus dem Jahre 1937.

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humoresk
Mi Jul 22 2015, 19:28
Autor

⇒ Mitglied seit ⇐: So Jun 10 2012, 16:06
Beiträge: 351
Ein tolles Notenblatt, das Walter Schwanzer zur Verfügung gestellt hat:




Vielen Dank dafür!
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Calle
Mi Jul 22 2015, 23:29
⇒ Mitglied seit ⇐: Mo Apr 18 2011, 10:57
Wohnort: Emmerich am Rhein
Beiträge: 285
Schon gewußt....
Sein Sohn Iwan bzw. Ivan von Géczy lebt heutzutage in Feldkirchen-Westerham (zumindest... laut Telefonbuch)...
Hat einer da schon nachgeforscht ?
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Barnabás
Fr Jul 24 2015, 20:36
⇒ Mitglied seit ⇐: Mi Jul 04 2012, 20:37
Beiträge: 651
Hallo Leute,

ich bin gerade aus dem Urlaub zurück.
Hier erstmal ein kleiner Lesebeitag vorweg.

Iwan von Géczy ist vor 17 Jahren leider schon verstorben.
Der Nachlas seines Vater wurde zu großen Teilen beim Abriss und Umbau des "Gutes" (Erbhof im Feldkirchen) verkauft oder entsorgt. (LEIDER!!!!)

Die Sache mit Herbert Jäger und Kaschubek werde ich die Tage noch malk aufgreifen und um einige Fakten erweitern.

Gruss
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Formiggini
So Dez 06 2015, 11:11

⇒ Mitglied seit ⇐: Di Dez 28 2010, 19:20
Beiträge: 1579
Der Schüler Geczy in Budapest, 1912


Pester Lloyd, November 1912
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