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Foren > Schellackplatten > Diskussionskreis Schellackplatten > Technik
Wie wurden bestimmte Arten von Auslaufrillen geschnitten?
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, DGAG, Der_Designer
Autor Eintrag
RF-Musiker
Fr Jan 06 2017, 19:01 Druck Ansicht
Dabei seit: Do Sep 15 2011, 11:21
Wohnort: Berlin
Einträge: 363
Etliche Schallplatten der Schellack- und frühen Vinylzeit haben eine Auslaufrille, die dafür sorgt, dass sich der Tonarm hin und her bewegt. Manche haben sogar eine doppelte Auslaufrille.
Wie wurde so etwas geschnitten?
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veritas
Fr Jan 06 2017, 19:39
Dabei seit: Do Jun 28 2012, 17:52
Wohnort: Allgäuer Provinzpampa
Einträge: 461
Generell ist die exzentrische Auslaufrille sehr einfach herzustellen: Dazu wird die zu schneidende Masterplatte auf dem Teller der Schneidmaschine versetzt plaziert. D.h. der Schneidkopf bewegt sich nicht selbst hin- und her, sondern nur die Platte. Das System wurde noch bis weit in die 50er Jahre auch für LPs verwendet.

Es mag auch andere Verfahren gegeben haben, das obige ich mir als einziges bisweilen bekannt.
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RF-Musiker
Sa Jan 07 2017, 17:27
Dabei seit: Do Sep 15 2011, 11:21
Wohnort: Berlin
Einträge: 363
Also hat man die Auslaufrille in einem extra Vorgang geschnitten?
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veritas
Sa Jan 07 2017, 19:35
Dabei seit: Do Jun 28 2012, 17:52
Wohnort: Allgäuer Provinzpampa
Einträge: 461
Ganz genau. Das war ein zwingend separat durchzuführender Schritt und damit auch ein guter Grund, sich letztlich auch davon wieder zu verabschieden. Allerdings hat sich dieses System erstaunlich lange gehalten.
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snookerbee
Sa Jan 07 2017, 20:07
"Urgestein"

Dabei seit: Fr Apr 15 2011, 20:12
Einträge: 1755

Bei ungenauer Ausführung des Arbeitschrittes kam es sogar vor, dass die nachträglich eingebrachte Auslaufrille in den Bereich der Toninformationen hineinschnitt. Manchmal wurden die Rillen auch in den Etikettenbereich geschnitten. Die Methode war wohl recht umständlich zu handhaben.

VG Claus
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RF-Musiker
Sa Jan 07 2017, 21:25
Dabei seit: Do Sep 15 2011, 11:21
Wohnort: Berlin
Einträge: 363
War denn die Endabschaltung so unzuverlässig, dass man zwingend eine solche Hin- und Her-Bewegung brauchte?
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Formiggini
Sa Jan 07 2017, 21:57
Seitenbetreiber

Dabei seit: Di Dez 28 2010, 19:20
Einträge: 1759
In den ersten Jahren, waren diese "Halbautomatischen" Endabschaltungen tatsächlich sehr träge. Wenn sie denn überhaupt so funktionierten, wie beworben....

Gruß
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bavariola
So Jan 08 2017, 02:14
Dabei seit: Sa Jan 12 2013, 00:38
Einträge: 138
RF-Musiker schrieb ...

War denn die Endabschaltung so unzuverlässig, dass man zwingend eine solche Hin- und Her-Bewegung brauchte?


Die Hin-und-her-Bewegung des Tonarmes, die durch einen exzentrischen Endkreis (als Abschluss der Auslaufrille) erzwungen wird, hat ihre Ursache meiner Meinung nach nicht in einer etwaigen Unzuverlaessigkeit der damaligen Ausschalt-Systeme, denn die waren zu der Zeit, als die exzentrischen Endkreise aufkamen (meiner Beobachtung nach ungefaehr ab 1924) bereits recht zuverlaessig. Nein, der Grund fuer diese Erfindung ist meiner Erfahrung nach ein anderer: Die automatischen Endabschaltungen der Sprechmaschinen der Firmen Victor / His Master's Voice / Electrola reagieren ueberhaupt erst auf die Rueckwaerts-Bewegung des Endkreises, loesen hingegen bei einer "normalen" Ausschaltrille - egal welche Steigung sie hat - definitiv nicht aus. Das war konstruktionsbedingt und ganz sicher beabsichtigt: Zur Victor- (His-Master's-Voice / Electrola-) Sprechmaschine sollten die gleichnamigen Schallplatten technisch besonders gut passen - bzw. sollte wohl der Vorteil dieser zuverlaessigen Art der Endabschaltung die werte Kundschaft dazu animieren, bevorzugt Geraete und Schallplatten dieser Marken zu kaufen. Und nachdem Schallplatten der genannten Firmen weltweit sehr verbreitet waren, ahmten andere Schallplatten-Firmen den exzentrischen Endkreis nach, auch solche, deren Sprechmaschinen auch mit einer "normalen" Ausschaltrille gut zurechtkamen.

Freilich hat es auch Zeiten gegeben, in denen die Endabschaltungen noch nicht so zuverlaessig funktionierten. Aber das liegt weiter zurueck. Da musste man den mechanischen Systemen (obwohl die meiner Meinung nach mitunter verblueffend gut erdacht waren) ein wenig auf die Beine helfen, und ich denke, dass diesem Umstand die vielen Platten aus Kaisers Zeiten zuzuschreiben sind, deren Ausschaltrille mitunter bis weit ins Etikett reicht - was uns Heutigen ziemlich absurd vorkommt.

Wer es besser und/oder genauer weiss, ist eingeladen, mich zu korrigieren.

Beste Gruesse an alle!

[ Bearbeitet So Jan 08 2017, 02:35 ]
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