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Tischgrammophon Columbia 119/119a
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Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, DGAG, Der_Designer
Autor Eintrag
Amiga
Fr Apr 12 2019, 16:33 Druck Ansicht
Dabei seit: Do Apr 11 2019, 13:46
Einträge: 19
Hallo,

seit kurzer Zeit bin ich im Besitz eines Columbia-Grammophons, wahrscheinlich 119. Das Typenschild fehlt.

Da der Zustand etwas miserabel war, musste ich es etwas zerlegen. Nun habe ich vor dem Zusammenbau einige Fragen:

-Ist die Mechanik fest auf dem Holz verschraubt oder muss es mittels Gummiunterlegscheiben etwas gepolstert verschraubt werden?

-Ist das Gehäuse unten offen oder ist original ein Boden vorhanden?

-Bei der Schalldose wackelt der schwarze Einsatz (mit den Löchern). Muss dieser fest sitzen?

-Die Nadel sitzt beim Aufsetzen nicht senkrecht auf der Platte Nicht parallel zur Schalldose.







Das Grammophon klang vor der Demontage recht scheppern.
Hauptgrund der Demontage war der verschmutzte Zustand.

Da ein Columbia 119/119a hier vorgestellt wurde, hoffe ich von den Besitzern auf kleine Tipps.

Vielen Dank im Voraus
Uwe
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Mammut
Sa Apr 13 2019, 20:26
Dabei seit: Di Aug 16 2016, 17:27
Wohnort: 01445 Radebeul
Einträge: 55
Hallo Uwe,
in fast allen Grammophonen ist das Werk akustisch durch Kautschukscheiben entkoppelt. Sowohl auf der Unterseite, als auch auf der Oberseite der Holzplatte. Diese Kautschukscheiben sind jetzt nicht mehr flexibel und haben die Plastizität eines 10 Jahre alten Kaugummis. Also weg damit. Ersetzen kann man diese durch s.g. Hahnscheiben aus dem Klempnerbedarf.
Jedes Grammophon hat einen Bodendeckel, der aber oft fehlt. Da der/die Ehepartner/in Ölflecken auf div. Möbeln missbilligt, sollte dieser Deckel unbedingt ergänzt werden.
Der schwarze Einsatz in der Schalldose muss fest sitzen und darf den Nadelhebel nicht berühren. Es sieht fast so aus, als hätte jemand versucht diese nach oben zu entfernen und hat einen noch größeren Schaden verursacht. Meine Vermutung anhand des Bildes ist, dass die Membran (hier Aluminium) verbogen und somit beschädigt ist. Die Nadel muss unbedingt und absolut im Lot auf der Platte sitzen, da sonst diese beschädigt wird. Diese Membran gibt es als Ersatzteil. Die Reparatur der Schalldose lohnt sich auf alle Fälle, denn sie klingt verdammt gut, auch wenn sie nicht im Fokus der meisten Sammler liegt.

Grüße aus Radebeul

Torsten
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Amiga
So Apr 14 2019, 14:29
Dabei seit: Do Apr 11 2019, 13:46
Einträge: 19
Hallo Torsten,
vielen Dank für deine Antwort.
Die Holzplatte, auf der das Werk sitzt, war fest verschraubt.Sie passt auch nur recht straff ins Gehäuse.
Das Werk war mit nur 3 Schrauben (statt 5) fest auf der Platte verschraubt gewesen. Hier müssen also Gummischeiben dazwischen, sodass das Werk gepolstert auf der Platte liegt?
Die Schrauben (4er Gewinde - Feingewinde??) müsste ich auch ersetzen. Sie haben einen Halbrundkopf. Gibt es diese noch?
Eine Sperrholzplatte für den fehlenden Boden dürfte nicht das Problem sein.
Die Schalldose werde ich mal aufschrauben. Bilder folgen dann. Woher bekäme man eine neue Membran?

Viele Grüße aus Dresden
Uwe
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Amiga
So Apr 14 2019, 14:50
Dabei seit: Do Apr 11 2019, 13:46
Einträge: 19
Hier die Schalldose geöffnet.



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Amiga
So Apr 14 2019, 14:56
Dabei seit: Do Apr 11 2019, 13:46
Einträge: 19
Mit Blitz aufgenommen....

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Amiga
So Apr 14 2019, 15:02
Dabei seit: Do Apr 11 2019, 13:46
Einträge: 19
Der Dichtungsring ist an einer Stelle leicht angebrochen. Er ist aber noch nicht vollkommen verhärtet. Kann man den in Silikon oder anderer Lösung wieder etwas auffrischen?
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berauscht
So Apr 14 2019, 19:26
"Urgestein" Autor/Moderator

Dabei seit: Mi Jan 06 2010, 21:59
Einträge: 1483
Amiga schrieb ...

"noch nicht vollkommen verhärtet"

Dann solltest Du ihn auf jeden Fall austauschen.
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krammofoon
So Apr 14 2019, 20:08
Schellack-Gnadenhof
Dabei seit: Mo Jun 27 2011, 20:47
Einträge: 1186
Servus :-)

Die Membran sieht eigentlich noch gut aus und die Dichtung kannst du dir in der Bucht besorgen. Dort gibt es Moosgummischnüre, bzw. Silikonschaumschnüre als Meterware, alle Millimeter im Durchmesser ansteigend. Diese haben hervorragende Dichteigenschaften, trocknen nicht mehr aus und kosten nur wenig Geld.

Solltest du bei den Dichtungen allerdings Wert auf Originalität legen, dann gibt es durchaus auch Anbieter im WWW, wo du Kautschukdichtungen erwerben kannst.

Das gilt auch für die Entkopplungsscheiben für den Motor..... mehrere Lagen festes Moosgummi, mit einer Lochpfeife ausgestanzt aus Plattenmaterial - erhältlich in Bastelabteilungen der Baumärkte - machen den selben Job wie früher der Kautschuk. Hahnscheiben kann man auch nehmen, wobei die aber manchmal schon in sich zu hart sind. Muss man eben probieren.

Gruss
Georg

[ Bearbeitet So Apr 14 2019, 22:40 ]
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Mammut
So Apr 14 2019, 23:33
Dabei seit: Di Aug 16 2016, 17:27
Wohnort: 01445 Radebeul
Einträge: 55
Hallo Uwe,
die Membran sieht noch gut aus, scheint aber nicht original Columbia zu sein. Das würde die Schrägstellung der Nadel erklären. Die Gummiringe (sind eigentlich keine Gummiringe sondern Gummischnüre die im Kreis gelegt werden) würde ich an deiner Stelle austauschen. Ein alteingesessener Fahrradladen hat noch Ventilgummi, der ist aus Kautschuk und hat den passenden Durchmesser. Dieser Ventilgummi wird im Kreis gelegt und muss exakt auf Länge geschnitten werden. Moosgummi ist auch eine praktikable Lösung, allerdings versuche ich Materialien nach historischem Vorbild einzusetzen. Bei den meisten Dosen von Columbia wird der Membranschutz einfach eingelegt und durch die Spannung der Gummiringe gehalten. Wenn du diese ersetzt, sollte es nicht mehr klirren. Wenn du eine neue Membran einbaust, solltest du auf die kleinen Schraube in der Mitte nach dem Festziehen einen Tropfen Bienenwachs aufbringen. .....dann hält es wieder 100 Jahre und klingt besser. Ich habe 5 verschiedene Columbiadosen und alle haben die gleiche Membran (siehe Bild). Ich mache grundsätzlich keine Reklame für Händler, aber in Holland solltest du eine passende Membran finden.



[ Bearbeitet So Apr 14 2019, 23:34 ]
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Mammut
So Apr 14 2019, 23:49
Dabei seit: Di Aug 16 2016, 17:27
Wohnort: 01445 Radebeul
Einträge: 55
Achso...vergessen. Es sollten 4 Schrauben sein, die das Werk halten. Diese sind nicht metrisch sondern haben einen Zolldurchmesser mit einer heute nicht mehr üblichen Steigung. Muss mal in meiner Werkstatt abtauchen, vielleicht kann ich dir weiterhelfen.

Torsten
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Amiga
Mo Apr 15 2019, 11:07
Dabei seit: Do Apr 11 2019, 13:46
Einträge: 19
Hallo,
danke für die Antworten und Tipps. Wegen der Dichtung mache ich mir weniger Sorgen. Aber der Schrägstand des Nadelhalters und einer eventuell falschen Membran ist ein Problem.

Auf dem Foto sieht man, dass das Werk mal richtig fest auf der Holzplatte verschraubt war. Es machte sogar Abdrücke.
Es sind auch fünf Löcher mit eingesetztem Metallgewinde zu sehen. Falls keine solchen Schrauben auffindbar sind, könnte man da ein M4-Gewinde nachschneiden?





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krammofoon
Mo Apr 15 2019, 11:45
Schellack-Gnadenhof
Dabei seit: Mo Jun 27 2011, 20:47
Einträge: 1186
Servus :-)

Ein annähernd +/- 4mm durchmessendes Zollgewinde kannst du mit M4 nicht nachschneiden. Da würde ich dann schon zur Größe M6 greifen, da für M5 u. U. auch nicht genug Material zum wegschneiden zur Verfügung steht.

Das wäre aber erst mal Plan B für mich. Schrauben sollten - mit etwas Geduld - auch noch erhältlich sein. Zur Not mal das englische oder amerikanische e*ay bemühen und "Inch-Screws" eingeben. Dann vorrangig bei Gewerbehändlern gucken.

Gruss
Georg
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Amiga
Mo Apr 15 2019, 14:26
Dabei seit: Do Apr 11 2019, 13:46
Einträge: 19
O.k. Georg, war nur ne Idee.

Mir fiel noch ein, ob ich die Membran drehen könnte, also anders herum anschrauben. Vielleicht ist der Nadelhalter dann gerader. Evtl. hat jemand die Membran mal gewechselt und falsch angeschraubt?
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Amiga
Mo Apr 15 2019, 18:46
Dabei seit: Do Apr 11 2019, 13:46
Einträge: 19
Membran drehen geht nicht.
Ich brauche erst mal so ein Dichtungsmaterial. Hat jemand einen guten preiswerten Tipp?
Ich muss zwei Dichtungen erneuern.

[ Bearbeitet Mo Apr 15 2019, 18:48 ]
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Mammut
Mo Apr 15 2019, 23:35
Dabei seit: Di Aug 16 2016, 17:27
Wohnort: 01445 Radebeul
Einträge: 55
Ich habe die Schraube, die Dichtung und vielleicht auch eine neue Membrane. Wenn du aus Dresden kommst, ist es nach Radebeul nicht weit.

e-mail

Grüße Torsten
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Amiga
Di Apr 16 2019, 18:09
Dabei seit: Do Apr 11 2019, 13:46
Einträge: 19
Hallo Torsten,
du hast Post.

VG Uwe
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Amiga
Sa Apr 27 2019, 13:47
Dabei seit: Do Apr 11 2019, 13:46
Einträge: 19
Hallo,
mit dem Grammophon bin ich noch nicht viel weiter.
Hier aber ein paar Fotos vom Gerät.










Nach der Demontage:







Der Vorbesitzer schwärmte von dem Gerät und gab es ungern ab - aus Platzgründen.
Viel Liebe hat er dem Teil nicht geschenkt.
Die von ihm aufgebrachte rotbraune Lasur gefällt mir überhaupt nicht. Das Gehäuse war sicher mal Eiche hell (?)
Die Trägerplatte sieht mittlerweile etwas passabler aus.






Die Gabel für den Tonarm ist auch sehr rostig.





Es steckt noch viel Arbeit drin. Allerdings bin ich kein Profi und so ein altes Gerät hat nun mal Gebrauchs- und Altersspuren.
Über jegliche Tipps würde ich mich freuen.

Viele Grüße
Uwe
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Amiga
Mo Apr 29 2019, 18:51
Dabei seit: Do Apr 11 2019, 13:46
Einträge: 19
Ich hab mal wieder bissel gebastelt.....





Das Werk sitzt nun auf Gummistücken ca. 1,5 mm über der Platte. Das Gewinde habe ich nun doch mit einem M4 Gewindeschneider nachgeschnitten, sodass ich normale M4-Schrauben nutzen konnte.







Der Teller hat einen schwarzen Filz bekommen.





Die Fußleisten sind nun auch heller....ähnlich der Trägerplatte.





Ich bin kein Profi. Deshalb nicht zuviel kritisieren....
Nun steht noch die Reparatur der Schalldose an.
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Amiga
Do Mai 02 2019, 19:36
Dabei seit: Do Apr 11 2019, 13:46
Einträge: 19
Ich habe nun die Schalldose mit neuem Moosgummi bestückt. Alles sitzt nun ohne zu wackeln fest. Leider ist die Membran nicht original und dadurch steht die Nadel nicht ganz senkrecht.
Zum Testen nahm ich aber auch eine sehr runtergekommene Platte.
Das Ganze klingt einfach nur scheuslich......
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