Automatic translation in English

‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾

‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾

‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾

‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾


Grammophone in BildernGrammophongalerie


International Gramophone Board
Participate?

Foren

Foren > Ankündigungen und Wichtiges > Termine - Veranstaltungen
"Klingende Schatzkiste" auf "Westküste FM"
Wechsle zur Seite   <<      
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, DGAG, Der_Designer
Autor Eintrag
Rundfunkonkel
Mo Jan 06 2020, 00:56
Dabei seit: So Jul 03 2011, 16:48
Wohnort: Umkreis Köln
Einträge: 1101
Grammo-ab-60 schrieb ...

Rundfunkonkel schrieb ...

... man war etwa Anfang bis Mitte der 30er Jahre soweit auch 33 Upm Langspielplatten und / oder HiFi Aufnahmen herstellen zu können,nur der Endkunde machte nicht mit. "Authentiziät" in der Frage ob ein Grammophon z. B. in den 30ern noch normal ist, halte ich für fraglich.


Da bist ein Jahrzehnt zu früh dran mit der LP. Deshalb ist die 78er mit Sicherheit noch bis Mitte der 40er Jahre das meistbenutzte Medium. Lediglich das elektrifizierte Grammophon war zu der Zeit einigermaßen verbreitet, aber mit Zunahme der Elektronik wird es natürlich immer schwieriger mit der Authentizität, da der gerätespezifisch Klang mit jeder weiteren Komponente zunimmt.

Das gängigste in Sachen elektrifiziertes Hören wird dann wohl ein auf Pickups umgebautes Grammophon sein. Dieses angeschlossen direkt an einen einfachen Röhrenverstärker und an einen Breitbänder im geschlossenen Holzgehäuse. Das sollte sich auch heute noch recht einfach realisieren lassen. Leider habe ich keinen Platz um so etwas zu stellen, denn interessieren wie das dann klingt würde mich das schon.



Nur kurz zwei Beispiele die auf die Schnelle greifbar waren:

Link - Hier klicken

und

Link - Hier klicken

Und hier bitte herunterscrollen bis in die 30er:

Link - Hier klicken

Dort steht ebenfalls etwas von frühen Hi-Fi Aufnahmen.

In Deutschland liefen Aufnahmen für Longplay Records ca. Ende der 30er bei der DGG an (andere Marken sind mir leider nicht bekannt), die man aber nach Markteinschätzungen nach kurzer Zeit wieder stoppte.

Nebenbei: es gibt sogar diverse Umbauanleitungen, um beim VE 301 o. ä. einen E-Pickup anzuschließen. Elektrische Plattenspieler aus den Endzwanzigern bis in die 40er gibt es dermaßen viele, dass man gar nicht mehr weiß welche man sammeln soll.

Nebenbei: Falls Du in der Nähe wohnst, darfst Du gern mal probehören kommen.
Nach oben
Willi-H-411
Mo Jan 06 2020, 06:24
Dabei seit: Mi Okt 12 2011, 11:42
Wohnort: Ruhrpott
Einträge: 1376
Meines Empfindens werden hier Äpfel mit Birnen verglichen.

Wenn man eine möglichst gute Wiedergabe für Schellackplatten wählt, so erhält man den "authentischen Klang" einer Schellackplatte. Egal, aus welchem Jahrzehnt sie stammt.

Spielt man eine Schellackplatte mit einem Grammophon aus dessen Zeit ab, so hat man ein "authentisches Klangerlebnis", wie es seinerzeit war.

Es ist jetzt jedem selber überlassen, was für ihn erstrebenswert ist. Der eine möchte das Bester aus einer Schellackplatte herausholen, ein anderer wiederum möchte ein Klangerlebnis haben, wie es damals war.

Um mal ein anderes Beispiel heranzuziehen:

Ich habe mir vor kurzem einen kleinen Lang- und Mittelwellensender gekauft (keine Sorge, der wird direkt an den Antenneneingang des Radios angeschlossen). Mit Hilfe dieses Gerätes kann ich nun meine alten Paul-Temple-Hörspiele aus den 1950er Jahren "authentisch" über Mittelwelle hören und habe somit ein Klangerlebnis, wie es in den 1950er Jahren noch üblich war. Denn es gab zwar schon UKW, aber viele Sender übertrugen noch über MW.

Wenn man jetzt noch Besitzer eines Radios aus den 1930ern/40ern ist, so kann man auch seine Schellackplatten über Mittel- bzw. Langwelle hören und hat auch hier ein "authentisches" Klangerlebnis, wie es früher war, wenn man Musik übers Radio gehört hat.

Es kommt also immer darauf an, was man persönlich haben möchte: Den "authentischen" Klang eines Medium ("Schellackplatte") oder ein "authentisches" Klangerlebnis. Beides ist legitim, und daher sollte man den Begriff "authentisch" auch niemals dogmatisch benutzen.

Was schmeckt denn besser: Ein Apfel oder eine Birne?

VG Willi

Nach oben
Grammo-ab-60
Mo Jan 06 2020, 18:41
Dabei seit: Sa Feb 09 2019, 12:07
Wohnort: Herford
Einträge: 23
Rundfunkonkel schrieb ...

Grammo-ab-60 schrieb ...

Rundfunkonkel schrieb ...

... man war etwa Anfang bis Mitte der 30er Jahre soweit auch 33 Upm Langspielplatten und / oder HiFi Aufnahmen herstellen zu können,nur der Endkunde machte nicht mit. "Authentiziät" in der Frage ob ein Grammophon z. B. in den 30ern noch normal ist, halte ich für fraglich.


Da bist ein Jahrzehnt zu früh dran mit der LP. Deshalb ist die 78er mit Sicherheit noch bis Mitte der 40er Jahre das meistbenutzte Medium.


Nur kurz zwei Beispiele die auf die Schnelle greifbar waren:

Link - Hier klicken

und

Link - Hier klicken

Und hier bitte herunterscrollen bis in die 30er:

Link - Hier klicken

Dort steht ebenfalls etwas von frühen Hi-Fi Aufnahmen.

In Deutschland liefen Aufnahmen für Longplay Records ca. Ende der 30er bei der DGG an (andere Marken sind mir leider nicht bekannt), die man aber nach Markteinschätzungen nach kurzer Zeit wieder stoppte.

Nebenbei: es gibt sogar diverse Umbauanleitungen, um beim VE 301 o. ä. einen E-Pickup anzuschließen. Elektrische Plattenspieler aus den Endzwanzigern bis in die 40er gibt es dermaßen viele, dass man gar nicht mehr weiß welche man sammeln soll.

Nebenbei: Falls Du in der Nähe wohnst, darfst Du gern mal probehören kommen.



Ich zitiere aus "Blue Note" von Richard Cook: Die mächtige Columbia kündigte 1948 mit großem Tamtam die Veröffentlichung ihrer ersten Langspielplatte an, ..

Der Übergang von der ersten LP bis zum marktbeherrschenden Medium ging dann zwar relativ schnell, dauerte aber doch noch mal mindestens 2 - 3 Jahre. So gesehen liegst du sogar 2 Jahrzehnte zu früh mit deiner Einschätzung, auch wenn es in den 30er Jahren schon entsprechende Aufnahmen gab. Die 78er war bis Anfang der 50er Jahre "das" Medium.
Nach oben
Charleston1966
Mo Jan 06 2020, 21:41
Dabei seit: Mo Nov 12 2012, 11:19
Wohnort: Im Schwabenländle
Einträge: 395
Was zum gucken:
RCA Victor hat ab 1931 Plattenwechsler vertrieben die mit 78 und 33Upm ausgestattet waren nachfolgend der Link des Videos in dem man sehr schön sehen kann wie das Gerät auf die niedrigere Geschwindigkeit herunterschaltet wenn eine solche Langspielplatte auflag.

Es handelt sich um eine Langspielplatte aus Schellack mit Normalrille so wie in den 50igern bei uns die Harmona Platte oder die Tempo Miniplay.
Bei dem Anblick wie der Spieler mit den Platten umgeht wirds mir etwas schwindlig, aber gut - es hat funktionert.

Hier noch zwei Bilder von einer Vocafilm Platte von 1938 ebenfalls mit 33UPM und Normalrille allerdings mit 40cm (16") Durchmesser und einer Laufzeit von ca 15 Minuten. Diese Platten waren natürlich nicht für den normalen Endverbraucher gedacht sondern für Schulungszwecke und wie sie im Rundfunk zum Einsatz kamen.








Lieben Gruß Karlheinz

[ Bearbeitet Mo Jan 06 2020, 21:43 ]
Nach oben
Rundfunkonkel
Mo Jan 06 2020, 23:10
Dabei seit: So Jul 03 2011, 16:48
Wohnort: Umkreis Köln
Einträge: 1101
Und hier eine kurze Abhandlung über die Entstehungsgeschichte der 1931er "Longplay record".

Link - Hier klicken

Die genannte, erste Platte kann man hier zumindest anschauen:

Link - Hier klicken

Sollte jemand das Patent der RCA zu diesem Plattenformat griffbereit haben, bitte ich um Verlinkung. Ich bleibe trotzdem dran.
Nach oben
Remirus
Di Jan 07 2020, 16:38
Dabei seit: Mi Jul 12 2017, 16:12
Wohnort: Heide (Holstein)
Einträge: 41
Also noch mal eine Stellungnahme von mir: Es geht mir bei dieser Sendereihe darum, dass die Zuhörer am Radio die Platten möglichst so hören, als wenn sie selbst ein zeitgenössisches Gerät zu Hause hätten, und somit die Platten weitestgehend genau so hören können wie die Leute seinerzeit. Das meine ich mit einem "authentischen" Hörerlebnis. Das muss nicht die optimale Lösung sein, das war sie damals auch nur in Ausnahmefällen. Deshalb auch die Bezeichnung "Hörmuseum" für die Sendung. Nicht mehr und nicht weniger!

Übrigens ist der nächste Sendetermin am Sonntag, dem 19. Januar, wieder um 16.00 Uhr. Dann und in den Sendungen im Februar und März werde ich den Mitschnitt eines Live-Grammophon-Konzertes bringen, das im März 2007 in Brühl bei Mannheim stattfand und von mir und meinem Freund Rudi Müller aus Neustadt /W. organisiert worden war. Es ging über insgesamt zweieinhalb Stunden und hatte die Anfänge der Phonographie vor dem Ersten Weltkrieg zum Thema. Auch für den zweiten Teil steht der Termin schon fest, es ist Sonntag, der 16. Februar, wieder um 16.00 Uhr. Wenn ich den Termin im März kenne, werde ich ihn hier mitteilen.

[ Bearbeitet Di Jan 07 2020, 16:51 ]
Nach oben
Webseite
Wechsle zur Seite   <<       

Forum:     Nach oben