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Die Verwendung von Kälte bei der Herstellung von Schallplatten.
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, DGAG, Der_Designer
Autor Eintrag
berauscht
Di Dez 01 2020, 09:48 Druck Ansicht
"Urgestein" Autor/Moderator

Dabei seit: Mi Jan 06 2010, 21:59
Einträge: 1668
Die Verwendung von Kälte bei der Herstellung von Schallplatten.

In der Fabrik der Columbia Grammophon Co. in Bridgeport. Conn. werden je nach der Saison täglich zwischen 50 und 90000 Schallplatten hergestellt. Diese bestehen aus einem mittleren Teil, der aus einer bestimmten Masse hergestellt ist, auf dessen beide Seiten Papierscheiben aufgeklebt werden, die nach einem besonderen Verfahren hergestellt sind.

Der Fabrikationsvorgang ist folgender: Zuerst wird die Aufnahme des betreffenden Stückes auf eine besondere Platte gemacht, diese wird mit Graphit überzogen und in ein elektrolytisches Bad gelegt, dort bildet sich ein dünner Kupferüberzug auf ihr, der alle auf ihr befindlichen Zeichen jetzt als Negativ enthält. Nach diesem wird ein Stempel angefertigt, mit dem die Aufnahme nun auf die eigentliche Schallplatte übertragen wird. Dies geschieht auf hydraulischen Pressen, und zwar wird jede Seite der Platte für sich gepreßt. Die unbedruckte Platte wird auf die Presse gelegt und Dampf von 7 atü etwa 20 Sek. lang in die hohlen Stempel gegeben. Dann wird der heiße Stempel mit 100 t auf die Platte gedrückt, infolge der Hitze des Stempels nimmt das Papier die Prägung genau auf.

Würde die Platte jetzt noch heiß aus der Presse genommen, so würden sich die Eindrücke der Zeichen in ihr verflachen. Hier greift nun die Kältetechnik ein. Früher wurde der Dampf aus den Stempeln abgelassen und diese mit Wasser von Zimmertemperatur gekühlt. Das erforderte aber eine ziemliche Zeit und verzögerte so die Produktion. Um eine schnellere Abkühlung zu erreichen, wird jetzt das Wasser durch Kühlschlangen, in den Ammoniak expandiert, auf 4° C abgekühlt und im Kreislauf aus einem Behälter unter diesen Kühlschlangen durch die Stempel gepumpt, aus denen es mit etwa 10° C wiederkehrt. Der Fabrikationsvorgang wiederholt sich so alle 20 Sek., und zwar je 20 für das Erwärmen der Stempel und 20 für das Kühlen, so daß in der Stunde im Durchschnitt 60 Platten fertig werden.

Der Wärmeaufwand hierbei ist beträchtlich, denn jede der Platte durch den Dampf zugebrachte Wärmeeinheit muß durch das Wasser wieder entfernt werden. Es entsprechen etwa jedem kg Kohle zur Dampferzeugung zwei KWh zur Kälteerzeugung am Kompressor.

Auch bei anderen ähnlichen Pressvorgängen kann durch entsprechende Kühlung Zeit und Arbeit gewonnen werden.


Polytechnische Schau, 1930, Band 345
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DGAG
Di Dez 01 2020, 16:39
Dabei seit: So Dez 31 2017, 12:30
Wohnort: Berlin
Einträge: 505
berauscht schrieb ...

... durch Kühlschlangen, in den Ammoniak expandiert, auf 4° C abgekühlt ...

Das soll wohl "durch Kühlschlangen, in denen Ammoniak expandiert, auf 4° C abgekühlt ..." heißen.
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