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Nebe-Quartett
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Autor Eintrag
snookerbee
Do Jan 24 2013, 01:34 Druck Ansicht
"Urgestein"

Dabei seit: Fr Apr 15 2011, 20:12
Einträge: 1764

Das Nebe-Quartett ist bisher nur ein Name für mich. Ich weiß wenig bis nichts. Manchmal hörte ich spöttische Bemerkungen und es scheint, dass die Gruppe nicht zu den Lieblingen der Sammler zählt.
Aber immerhin taucht sie in einem Heft von Rainer E. Lotz aus dem Jahre 1986 auf:

"HEISSE TANZMUSIK IN DEUTSCHLAND Band 1: Die Vorgeschichte"

Selbst habe ich wohl keine Platte der Gruppe (ich weiß es nicht genau....). Aber das äußerst sympathische Foto des Quartett's hat mich doch veranlasst, es hier vorzustellen. Im Büchlein heißt es dazu:

Inhalt, Bild oder Datei nur fuer angemeldete Mitglieder



[ Bearbeitet Di Mai 21 2019, 16:10 ]
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Limania
Do Jan 24 2013, 06:27
Dabei seit: Mo Mai 21 2012, 15:14
Einträge: 1165
Hallo,

bei Wikipedia gibt es folgende Informationen zum Nebe- Quartett: Link - Hier klicken

bzw. zu Carl Nebe: Link - Hier klicken

Dort wird das Geburtsdatum von Carl Nebe mit 3. Januar 1858 angegeben.

LG Limania
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snookerbee
Do Jan 24 2013, 08:39
"Urgestein"

Dabei seit: Fr Apr 15 2011, 20:12
Einträge: 1764

Wie es scheint ist in dem gezeigten Ausschnitt ein Zahlendreher im Geburtsdatum. Danke für den Hinweis.
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Gast
Do Jan 24 2013, 08:40
Gast
Dazu weiß ich nicht viel, aber doch soviel, daß es zwei Carl Nebe gab und beide Sänger wären....

irgendwie haben wir dazu schon was im Forum.

Gruß, Nils
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Starkton
Do Jan 24 2013, 15:34
Dabei seit: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Einträge: 1927
Limania schrieb ...

bzw. zu Carl Nebe: Link - Hier klicken

Dort wird das Geburtsdatum von Carl Nebe mit 3. Januar 1858 angegeben.

Das ist nicht der Richtige. Im Nebe Quartett sang sein 10 Jahre jüngerer Namensvetter. Die beiden werden oft verwechselt, siehe: Link - Hier klicken

Es wäre eine Sensation wenn eine Aufnahme des Bass-Baritons Carl Nebe auftauchen würde.

[ Bearbeitet Do Jan 24 2013, 15:35 ]
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snookerbee
Do Jan 24 2013, 17:38
"Urgestein"

Dabei seit: Fr Apr 15 2011, 20:12
Einträge: 1764
Die beiden werden oft verwechselt...


Dann hat also Herr Lotz in dem oben gezeigten Buchausschnitt sich auch geirrt? Dort schreibt er dem Gründer des Männer-Quartetts ein Engagement an der Berliner Hofoper zu.
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Limania
Do Jan 24 2013, 17:40
Dabei seit: Mo Mai 21 2012, 15:14
Einträge: 1165
Ups...
da hab ich heute früh, auf die Schnelle, wohl nur die Hälfte gelesen ...
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Musikmeister
Do Jan 24 2013, 21:31
Autor
Dabei seit: So Aug 21 2011, 21:23
Wohnort: Hamburg
Einträge: 961
Auf obigen Bild ist der Konzertsänger Carl Nebe der 2. von oben.

Dieser kam fast zeitgleich ca. 1900 mit dem gleichnamigen königlichen Hofopernsänger Carl Nebe nach Berlin.


Hofopernsänger Carl Nebe, 1907

Der Konzertsänger Carl Nebe war Gründer des Nebe-Quartetts und erste Aufnahmen mit dieser Bezeichnung für die Grammophon fanden Anfang 1909 statt. Letzte Aufnahmen mit dieser Bezeichnung für Electrola im März 1929 (EG 1288/89) sowie mit dem Orchester Woitschach am 01.04.1930 für Beka. Diese Aufnahme wurde im August 1930 verworfen und nicht veröffentlicht.
Der Hofopernsänger Carl Nebe verstarb 1908 und ab da wurde in den Adressbüchern nur noch der Konzertsänger Carl Nebe geführt bis zum Jahre 1913. Häufige Wohnortwechsel zeugen wohl nicht von einem finanziellen Wohlstand. Ab 1913 verliert sich die Spur bis 1925 sowie danach bis zum möglichen Tode (1930?).
Mehr demnächst...


Die Wohnorte der gleichnamigen Künstler, 1905





Einträge für das Jahr 1908





Nach dem Tode des Hofopernsängers Nebe, alleiniger Eintrag 1910




letzter Eintrag vor dem 1.Weltkriege, 1913




erneuter und letzter Eintrag im Jahr 1925





aktuelles Bild der letzten Anschrift Franseckystrasse 14 (heute Sredzkistrasse)





Das Nebe-Quartett im Dezember 1911 (Carl Nebe 2. von links, der junge Max Kuttner ganz rechts)

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snookerbee
Do Jan 24 2013, 21:42
"Urgestein"

Dabei seit: Fr Apr 15 2011, 20:12
Einträge: 1764

Vielen Dank an unseren "Musikdetektiv" aus Hamburg für die Aufklärung im Fall Nebe!
*brille
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Rundfunkonkel
Do Jan 24 2013, 22:35
Dabei seit: So Jul 03 2011, 16:48
Wohnort: Umkreis Köln
Einträge: 1085
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Barnabás
Fr Jan 25 2013, 10:11
Dabei seit: Mi Jul 04 2012, 20:37
Einträge: 659
@ Musikmeister,
wieder eine super tolle Arbeit gemacht!!!



gruss B.
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Starkton
Fr Jan 25 2013, 11:28
Dabei seit: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Einträge: 1927
Sehr schön, damit ist die Identität des Konzertsängers Nebe zumindest hier im Forum geklärt.

Die Ignoranz der Sammlerszene gegenüber Aufnahmen des Nebe Quartetts ist wirklich nicht zu erklären. Ich habe zwar auch nicht viel von denen, aber das bisschen stelle ich am Wochenende rein. Bis es soweit ist, hier ein "moderner" Stellvertreter.

Kennt jemand von Euch "Second Life," die Parallelwelt im Internet? Vor einigen Jahren dachte man dass das eine ganz große Nummer wird, sogar Weltfirmen sind dort mit eingestiegen und haben in eigenen Pavillons die neuesten Luxuswaren ausgestellt - alles virtuell natürlich. Ein paar Leute sind mit dem Verkauf von virtuellen Grundstücken sogar in der ganz realen Welt zu $$$ Millionären geworden.

Unvermeidlicher Weise gibt es dort auch Grammophone und Schellackplatten, die man sich für "Linden Dollars" (L$), das ist die Währung im "Second Life," kaufen kann. Hier ist der aktuelle Umtauschkurs: Link - Hier klicken

Auf diese Weise haben es auch Carl Nebe und sein Quartett in die virtuelle Welt geschafft. Wer will, kann sich auf seinem künstlichen Plattendreher "O Tannenbaum" für lächerliche 47 L$ immer wieder anhören.



Hier geht's zum Plattenladen, Tauber und Caruso gibt es auch: Link - Hier klicken
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Formiggini
So Jan 27 2013, 11:03


Dabei seit: Di Dez 28 2010, 19:20
Einträge: 1759
Übertrag aus diesem Link - Hier klicken Eintrag:

Musikmeister
(Sep 08 2012)
Gibt es denn gesicherte Erkenntnisse, dass der Opernsänger Carl Nebe keine Plattenaufnahmen gemacht hat?
Sollte wirklich der Chor der königlichen Hofoper zusammen mit dem Volkssänger Carl Nebe
im Dezember 1905 den Auftrittschor aus der Oper "Der Freischütz" aufgenommen haben?
Da habe ich Zweifel.




Starkton
(Sep 08 2012)
Naja, ich glaube weniger dass "Mimi heißt meine süße Blonde" in das Repertoire des Hofopernsängers Nebe passt ;) Insofern kommt, wenn überhaupt, nur sein jüngerer Namensvetter in Betracht.

Es wäre eine sehr verdienstvolle Aufgabe sich durch alle erhaltenen Nebe-Aufnahmen auf 15 oder gar 20 verschiedenen Platten- und Walzenmarken zu kämpfen um wirklich gesicherte Erkenntnisse zu gewinnen.

Vielleicht reicht es aber auch schon die Plattenkataloge durchzugehen. Ich habe noch keinen gesehen bei dem hinter Carl Nebe nicht "Konzertsänger" steht. Ein Eintrag mit Carl Nebe "Kgl. Hofopernsänger" wäre schon mal ein viel versprechendes Indiz.




Musikmeister
(Jan 26 2013)
Starkton schrieb ...

@Musikmeister, der Gesuchte ist nicht Carl Nebe, der berühmte Bassist der Berliner Hofoper, welcher vermutlich gar keine Tonaufnahmen gemacht hat. Sondern der gleichnamige, aber 10 Jahre jüngere Bassist der hauptsächlich als Konzertsänger auftrat und von dem es Platten wie Sand am Meer gibt.


Habe bei YT Aufnahmen von – so glaube ich - beiden Carl Nebe`s gefunden. Die Aufnahmen sind fast gleich alt.
Für mich singt auf der Homokord der Hofopernsänger Carl Nebe und auf der Edison-Walze der „normale“ Konzertsänger Carl Nebe. Es gibt zwar auch schon Platten mit dem Nebe-Quartett auf den ganz alten Homo(c/k)ord-Etiketten, aber hier ist der Stimmunterschied meiner Meinung nach eindeutig und somit ein möglicher Nachweis auch für Plattenaufnahmen des Hofopernsängers Carl Nebe.

Hofopernsänger Carl Nebe (???) -> Link - Hier klicken



Konzertsänger und laut gesprochener Einleitung selbst ernannter "Opernsänger" Carl Nebe -> Link - Hier klicken



Was sagt ihr dazu?




Bitte beachtet dazu auch diesen Link - Hier klicken Eintrag.
Viele Grüße

[ Bearbeitet So Jan 27 2013, 11:39 ]
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Webseite
Starkton
So Jan 27 2013, 13:02
Dabei seit: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Einträge: 1927
Das ist die gleiche Stimme, bei "O Isis und Osiris" ist die Platte nur wesentlich langsamer abgespielt. Es fehlt als wichtiges Indiz auch der Titel des "Kgl. Hofopernsängers". Beim "Kgl. Hofopernchor" wurde dagegen sorgsam auf die (Ehren-) Titelnennung geachtet. Ich habe nach der Matrizennummer gefragt um die Aufnahme datieren zu können.

Von Carl Nebe gibt es auf Homokord sehr viele Aufnahmen die, genauso wie "Mimi heißt meine süße Blonde," der Hofopernsänger Nebe ganz sicher nicht aufgenommen hätte. Wenn beide Sänger auf diesem Label vorkommen würden, müssten sie erst recht durch die Titelnennung unterscheidbar sein.

Die Nebes, siehe die beiden Youtube Einträgen, werden wohl auf ewig verwechselt werden.

PS: Die Aufnahme von Carl Nebe auf Edison Walze stammt übrigens von September 1906, nicht von 1904.

[ Bearbeitet So Jan 27 2013, 13:27 ]
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joha
So Jan 27 2013, 13:28
Dabei seit: Mo Mär 26 2012, 15:45
Wohnort: Dresden/Sachsen
Einträge: 1004
Ich glaube eher,dass der Hofopersänger Carl Nebe nur wenig mit dem neuem Medium Schallplatte zutun hatte.Der Namensvetter die Chance nutzte mit seinem durch Zufall gleichem Namen die Popularität des Hofopernsängers ausnutzte und das neue Medium nutzte,dem Hörer war es schließlich egal,denn er konnte nicht unterscheiden, da nur wenige den Hofopernsänger Live gesehen und gehört haben.Ob die Homophon es selbst war,den Namen für sich zu entdecken wer weis das schon.
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Rundfunkonkel
So Jan 27 2013, 14:04
Dabei seit: So Jul 03 2011, 16:48
Wohnort: Umkreis Köln
Einträge: 1085
Die Aufnahme Isis und Osiris hier in etwas höherer Geschwindigkeit gespielt. Ist das dieselbe Stimme?

Link - Hier klicken

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Musikmeister
So Jan 27 2013, 14:24
Autor
Dabei seit: So Aug 21 2011, 21:23
Wohnort: Hamburg
Einträge: 961
@RFO:

Bestätigt mich in meiner Meinung.
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snookerbee
So Jan 27 2013, 14:24
"Urgestein"

Dabei seit: Fr Apr 15 2011, 20:12
Einträge: 1764

Ich höre zumindest nun in beiden Aufnahmen einen Unterschied in der Aussprache des R. In "Oh gebt mein Kind mir wieder" wird der Konsonant viel stärker als "rrrr" hervorgehoben als in der Mozart-Aufnahme.
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Starkton
So Jan 27 2013, 16:13
Dabei seit: Mi Okt 05 2011, 21:47
Wohnort: Berlin
Einträge: 1927
Das stimmt. Auf der ersten Aufnahme kann Nebe das "r" aber auch sehr schön rollen, z.B. in Sekunde 43, 55 und 57.

Einige Ergänzungen zur Biographie:
Laut einem Beitrag in der Phonographischen Zeitschrift von 1911 (12. Jg. No. 5, S. 71-73) kam der 1868 geborene Carl Nebe bereits im Jahr 1898 nach Berlin, obwohl ihn die Berliner Adressbücher erst in der Ausgabe von 1901 auflisten, und er demnach 1900 zugezogen wäre. Solche Differenzen sind mir schon von früheren Arbeiten mit den Adressbüchern aufgefallen, die man hier einsehen kann: Link - Hier klicken

Im Jahr 1908 gründetet er mit Bruwire, Hartmann und Schubert das Nebe-Quartett. Die Phonographische Zeitschrift listet eine Vielzahl von Firmen auf für die Carl Nebe Aufnahmen gemacht hat, darunter auch die Homophon Co.

Ich verdanke dem Diskographen Raoul Konezni die Bestätigung, dass die Homokord-Aufnahme aus der Zauberflöte "O Iris und Osiris" vom Konzertsänger Carl Nebe aufgenommen wurde. Er gibt zudem an, dass es sich hier um die Wiederholung (mit Orchester) einer früheren Aufnahme mit Klavierbegleitung handelt. Deshalb die niedrige Katalognummer.

Leider habe ich die Matrizennummer vom Youtube-Einsteller noch nicht erhalten. Unter der Voraussetzung, dass es die Matrize A16Q ist, gibt Herr Konezni das Aufnahmedatum mit 16.1.1910 an.

[ Bearbeitet Mo Jan 28 2013, 12:01 ]
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