Automatic translation in English

‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾

‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾

‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾

‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾


Grammophone in BildernGrammophongalerie


International Gramophone Board
Participate?

Foren

Foren > Grammophone > Koffergeräte und Spielzeuggrammophon
Electrola C101C Renovierung
Wechsle zur Seite       >>  
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, Der_Designer
Autor Eintrag
Gast
Mi Apr 03 2013, 15:57 Druck Ansicht
Gast
HERSTELLER: Electrola
MODELL: C101C
SERIENNUMMER:
JAHR: 1927
DAMALIGER PREIS:
GEHÄUSE: Schwarz
PLATTENTELLER:
TRICHTER:
MOTOR: No. 140
SCHALLDOSE: No. 4

INTERESSANTE DETAILS:





Inhalt, Bild oder Datei nur fuer angemeldete Mitglieder




Hallo,
das Grammophon ist heute angekommen. Es sieht noch ganz gut aus, der Bezug löst sich allerdings an einigen Stellen.
Es waren noch Nadeln in der Nadelecke und 3 Platten waren auch dabei, also habe ich einfach eine neue Nadel genommen, die Platte aufgelegt, den Motor aufgezogen und die Schalldose in der richtigen Richtung aufgelegt.
Es gab dabei immer mal wieder ein lautes Gerumpel beim Aufziehen, habe deswegen lieber aufgehört. Wenn die Schalldose auf die Platte kommt, kann man die Musik hören, es kratzt aber stark. Um die Platte nicht zu zerstören hab ich die Schalldose dann wieder angehoben. Es waren schon von den 2-3 Umdrehungen deutlich sichtbare Schellackflusen an der Nadel. Das ist doch nicht normal, oder? Vielleicht sollte ich es erst nochmal versuchen, wenn die England Nadeln da sind. Ansonsten sind die Mängel auf den Auktionsfotos recht gut zu sehen.
Ich würde am liebsten alles auseinanderbauen und sehen ob ich etwas verbessern kann. Gibt es Schrauben, die man lieber nicht anrührt?

Gruß,
Maik

[ Bearbeitet Sa Jan 13 2018, 09:11 ]
Nach oben
Gast
Mi Apr 03 2013, 16:21
Gast
Hallo Maik,

gehe nie davon aus, daß lose Nadeln in der Schiebe-Ecke noch neu sind ! Es können richtig abgenutzte Teile sein...
Das scheint so zu sein, denn so ein Plattenabrieb ist unnormal !
Und es kommt drauf an, wie die Platten aussehen - wenn sie schon sehr viel graue Rillen haben, sind sie praktisch verdorben.

Das Rumpeln kommt, weil die Aufzugsdose (innen) des Grammophons gefettet werden muß.

Die hölzerene Grundplatte des Grammos ist zweigeteilt.
Den vorderen Teil kannst Du abnehmen.
Dazu laß aber unbedingt erstmal die Feder ganz ablaufen ! Sicherheitshalber !

Soweit ich mich erinnere, sind es vier Schrauben, welche die vordere Grundplatte halten. Die abschrauben.
Schrauben, die unter dem Plattenteller sitzen, brauchst Du nicht zu lockern (erstmal).

Jedenfalls kann dann das ganze vordere Teil dann nach oben entnommen werden.

Bevor Du an die Renovierung des Motors gehst, unbedingt dazu hier im Forum die Hinweise lesen.

Link - Hier klicken

Nochmal: Feder muß ganz abgelaufen sein !

Gruß, Nils
Nach oben
Gast
Mi Apr 03 2013, 16:37
Gast
Na dann viel Spaß damit,

und ja, warte auf die neuen Nadeln, und schau mal ob der Tonarm wirklich ganz leichtgängig ist. Welche Dose war da drauf? Electrola No 4??
Evtl. muß die Dose auch repariert werden (Neue Gummis)
Aber wie Nils schon sagte lieber Maik, hier sind schon Beiträge zu diesen Themen, lese unbedingt vor dem Schrauben nach! Das könnte sehr hilfreich sein.

Wenn alles wieder richtig funktioniert, hast du ein sehr gut klingendes Gerät, glaub mir.

LG Gerhard
Nach oben
Gast
Mi Apr 03 2013, 18:28
Gast
Hallo,
habe den Motor jetzt auseinander gebaut, bis auf das Teil, in dem die Feder sitzt. Reinigen der teile hat mit Zahnbürste und kettenreiniger extrem gut geklappt. Korrosionsschutz ist da integriert. Leider habe ich kein Fett und kettenspray ist wohl nicht so haltbar.
Nach oben
Gast
Mi Apr 03 2013, 18:51
Gast
Das ist schon mal richtig.

Die Zahnräder - besser gesagt die Lager, in denen sie laufen- brauchen einen Tropfen Öl. Hier geht fast jedes Öl, also Fahrradöl, Nähmaschine usw.

Die Federdose ist bei Deinem Grammo oben mit einem Spannring verschlossen (ein rund gebogener Draht im Rand).
Den mußt Du erst abbekommen, dann kann man den Deckel der Dose abnehmen.

Du brauchst irgendwas, um die alte Schmiere aus der Dose/von der Feder zu bekommen.
Da geht Bremsenreiniger, Terpentin, Benzin, Lampenöl (Petroleum).

Falls Du Dir nicht traust, die Feder aus der Dose zu entnehmen ( Achtung ! Große Kräfte! ), könntest Du auch die geöffnete Dose in den Reiniger legen. Alkohol ist ungeeignet, weil es immer einen Wsseranteil hat, was Rost in den Windungen der Feder zur Folge haben kann.

Wenn Du die Dose mit Feder weitgehend von der alten Schmiere befreit hast, müsstest Du neues Fett einbringen. Richtig satt und soviel reinpasst. Noch ein paar Tropfen Öl auf den fest gewundenen Teil der Feder geben.

Alles wieder zusammenbauen, Grammo ein paar Mal aufziehen und ablaufen lassen.

Dann Brett wieder ausbauen und das überschüssige Fett, welches sich aus der Dose gequetscht hat abwischen.

So kann man versuchen, die Federdose ohne Ausbau der Feder wieder einigermaßen geschmiert zu bekommen.
Nach oben
Gast
Mi Apr 03 2013, 19:07
Gast
Ja Super, danke, das versuche ich mal aber ich hab an der Federdose 4 Schrauben gefunden, keinen spannring.

Bremsenreiniger hab ich hier. Soll ich das über Nacht einwirken lassen?

Der Motor ist ein No.140.
Schalldose ist eine No.4.


[ Bearbeitet Mi Apr 03 2013, 19:15 ]
Nach oben
Gast
Mi Apr 03 2013, 19:30
Gast
Ja, sorry, ich habe das Modell 102 und da ist das mit dem Spannring.
Nimm die chrauben ab und versuch den Deckel abzuheben.
Nochmal Vorsicht bitte, paß auf, daß die Feder nicht aus der Dose gezogen wird und dann mächtig umher schleudert !

Ja. leg die Dose ein, der alte Modder soll weitgehnd raus da! Leichtes rütteln und schütteln ist auch gut, auch Nachhilfe mit einem Pinsel kann nicht schaden.

Nach oben
Rundfunkonkel
Mi Apr 03 2013, 20:07
Dabei seit: So Jul 03 2011, 16:48
Wohnort: Umkreis Köln
Einträge: 1078
Gab es nicht mal in einem Reparaturthread den Hinweis das Fett in einem Topf zu erhitzen, und die Federdose darin nach ihrer Säuberung zu "baden", damit das fließfähige Fett sich möglichst gut in der noch eingebauten Feder in der Dose verteilt?
Nach oben
Gast
Mi Apr 03 2013, 20:16
Gast
Kein Problem mit dem spannring und den Schrauben, hatte nur Sorge, dass der Motor nicht original ist.
Kann man den Trichter nicht ausbauen?
Nach oben
Gast
Mi Apr 03 2013, 20:20
Gast
Das ist ein guter Ratschlag !

Fett in eine olle Büchse oder so, dann im Backofen auf 100 Grad erwärmen, dann Federdose eintauchen.

Federdose kann man ja dazu an einem Draht aufhängen o.ä.

Vielleicht Federdose dann einmal aufziehen/abspielen lassen und dann so fetten wie ich oben beschrieben habe.

Etwas Arbeit, aber für einen Anfänger eine gute Möglichkeit, den schwierigen Federausbau aus der Dose zu umgehen.
Nach oben
Gast
Mi Apr 03 2013, 20:24
Gast
Den Trichter kann man auch ausbauen.

Dazu muß der Tonarm abgeschraubt werden (sind drei Schrauben), dann alle Holzschrauben lösen. Holzbrett dann abnehmen.

Dann müßte der Trichter sich schon bewegen lassen.
Einfach der Logik nach, nur nix mit Gewalt, lieber nachfragen
Nach oben
Gast
Mi Apr 03 2013, 20:34
Gast
Tonarm und Holzbrett sind schon weg aber ich kann keine Schrauben dafür finden..
Der Trichter lässt sich an der Seite mit den Schrauben ein ganz bisschen bewegen, das andere Ende scheint irgendwie an dem Koffer zu kleben oder so..

[ Bearbeitet Mi Apr 03 2013, 20:37 ]
Nach oben
Hedensö
Mi Apr 03 2013, 20:38

Dabei seit: Fr Jan 06 2012, 11:09
Einträge: 903
Hallo Maik,

schön, dass das mit dem Electrola "Kofferapparat" (wie er im Original heißt) alles geklappt hat.

Nils und Gerhard haben dir ja schon sehr gute Hinweise gegeben. Noch zwei Dinge von mir:

- Für das fetten des Federgehäuses bzw. des kompletten Motor nehme ich LM47 von Liqui Moly. Das bekommst du z.B. bei ATU oder sonstigen Autoteile-Händlern.
- Dein Modell ist übrigens offensichtlich ein C101C, nicht C101B; da mit dem Kürzel "C" die Einführung der "PAKAWA Carrying handle" einher ging.

Beste Grüße
Jan
Nach oben
Gast
Mi Apr 03 2013, 23:21
Gast
Hi,
morgen kommt das erhitzte Fett in die Federdose, vielleicht bekomme ich sogar den Trichter raus und der Bezug wird gereinigt und mit Schuhcreme behandelt. Dann bleiben noch die rostigen Schrauben, der glanzlose Tonarm mit Schalldose und der ungleichmäßige Filzbezug des Plattentellers. Außerdem scheint eine madenschraube an der Schalldose rund zu sein.
Wie bekommt man die vernickelten Teile wieder hin?
Wie bekommt man den Filzbezug wieder hin oder wo gibt's welche in Originalfarbe?
Nach oben
Gast
Do Apr 04 2013, 09:22
Gast
Die betreffenden Teile Deines Koffers sind vernickelt.

Grundmetall ist Messing und das wurde vernickelt.
Dieses Nickel ist eigentlich mit jedem Metallputzmittel wieder zu Glanz zu bringen. (Chrom-Messing-Kupeferputzmittel usw).
Alle sind auf Basis von Schlemmkreide oder Wiener Kalk.
Auch Autolackputzmittel funktionieren.

Nur Eines ist zu beachten: die vernickelte Oberfläche ist nicht unendlich dick. Also kann sie auch bei intensivem Putzen etwas abgetragen werden.
Bitte nur soviel sanftes putzen und reiben, bis der Glanz wieder da ist. Dann ohne Putzmittel mit sauberen Lappen nochmal etwas nachwischen.

Zu der Madenschraube: ich weiß, welche Du meinst. Geht die Schalldose nicht auch ohne Lockerung der Schraube abzuziehen ?Tonkopf dazu etwas gegen Uhrzeigersinn drehen bis Ansschlag spürbar, dann nach vorn ziehen (Sichtweise auf die Membrane).

Der Filzbezug ist meistens etwas eingelaufen. Größer bekommt man ihn nicht wieder.
2,5 - 3mm dicken, braunen Filz besorgen. Bekommt man bei Ebay. Suchbegriffe Filz ,Wollfilz, oder auch Lodenfilz.

Dieser Filz ist schwer zu scheiden. Erst anzeichnen ( z.b. Schallplatte auf Filz, anzeichnen, dann etwa 5mm kleiner abschneiden als der aufgezeichte Strich)

Etwas mehr Filz bestellen, denn es ist etwas fummelig für ungeübte Hände. Kleine, etwas gerundete, scharfe Schere geht gut.

[ Bearbeitet Do Apr 04 2013, 09:25 ]
Nach oben
Hedensö
Do Apr 04 2013, 09:23

Dabei seit: Fr Jan 06 2012, 11:09
Einträge: 903
Hallo,

den Trichter musst du nicht zwangsläufig ausbauen. In den 101 Koffern ist in der Regel ein Holzkeil eingeschraubt, auf dem das Motorboard aufliegt und festgeschraubt wird. Dieser verhindert, dass man den Trichter herausheben kann. Dieser Keil lässt sich natürlich entfernen bzw. rausschrauben.
Man kann den Trichter zwar ausbauen, muss man aber nicht! Neu lackieren würde ich Ihn auf keinen Fall (Patina!).

Die rostigen Schrauben spanne ich immer in ein Bohrfutter einer Bohrmaschine ein. Dann halte ich eine feine Stahlwolle davor und lasse die Schrauben drehen. Durch die Reibung in der Stahlwolle erhalten Sie ein wenig mehr glanz. Das führt aus meiner Sicht in der Regel zu einem guten bis sehr guten Ergebnis.

Die vernickelten Teile, wie Geschwindigkeitsregler, Tonarm usw. reinige ich micht Stahlfix und poliere sie dann mit Watte auf. Hier allerdings sehr vorsichtig agieren, denn die Schicht ist sehr dünn, sodass man schnell zuviel poliert und das Messing zum Vorschein kommt.
Ein wenig Rost bzw. ein nicht ganz blitzend und blinkender Tonarm ist auch kein Problem. Immerhin ist das Teil gut 90 Jahre alt!

Am Pfilzbezug würde ich garnichts machen. Vielleicht bekommst du irgendwann mal einen Austausch von einem anderen Gerät... Ansonsten sind mir keine Quellen für eine exakte Nachbildung bekannt. Bis dato habe ich den Austausch immer vermieden, da es eben keinen adäquaden Ersatz gibt (höchtestens eben mal von einem anderen Koffer). Nur wenn der Pfilz total zerfressen und lückenhaft ist, würde ich ihn ggf. ersetzen.

Generell würde ich eher weniger machen als zuviel. ggf. ärgerst du dich hinterher. Motor Instand setzen ist klar. Säubern des kompletten Koffers und den losen Bezug ankleben, sollte genügen. Danach mit ein wenig Schucreme den Koffer farblich angleichen und mit einer leichten Schuhbürste zu mittlerem Glanz aufpolieren...


Nach oben
Gast
Do Apr 04 2013, 10:19
Gast
Hallo
Der Trichter soll raus weil es schimmelt darunter. Er will aber nicht. Die Schrauben sind jetzt aus dem Holzkeil aber er lässt sich immer noch nicht bewegen.
Vom LM47 gibt es nur noch Restbestände.
Nach oben
Gast
Do Apr 04 2013, 10:41
Gast
Der Tonarm und der hintere Teil des Grundbretts muß auf alle Fälle auch ab, daran erinnere ich mich recht genau (hatte ganz früher auch einen 101).

Schimmel läßt sich durch abreiben mit entsprechenden Mittel beseitigen, aber auch mehrmaliges Wischen mit Essig funktioniert.

PS: Wenn Du den Trichter draußen hast, auch so gut es geht innen auswischen und mal schütteln ! Oft liegen allerlei Kleinteile in den Tiefen des Trichters (Nadeln, Schrauben). Die stören nur und müssen raus !

[ Bearbeitet Do Apr 04 2013, 10:45 ]
Nach oben
Gast
Do Apr 04 2013, 20:43
Gast
Hallo, der Trichter ging jetzt doch raus und ist sauber.
Der Schimmel ist auch weg aber der Bezug ist stellenweise abgelöst und wellig. Der wird angeklebt. Kann man den auch Bügeln?
Die Federdose ist immer noch nicht sauber deswegen werde ich die Feder wohl rausholen.
Nach oben
Wechsle zur Seite       >>   

Forum:     Nach oben