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Dajos Bela
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Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, DGAG, Der_Designer
Autor Eintrag
Formiggini
So Feb 06 2011, 07:19 Druck Ansicht


Dabei seit: Di Dez 28 2010, 19:20
Einträge: 1758
Hier können wir alles Wissenswerte über das Dajos Bela Orchester sammeln.

Zum Einstieg ein Bela Witz (?).
In einer Parlophon Zeitschrift der 20´er Jahre fand ich folgende Anekdote.
Auch wenn der Orchesterleiter nicht namentlich erwähnt wird, es kann sich doch nur um Bela handeln.... was meint ihr?



Ansichtskarte Dajos Bela Orchester:




[ Bearbeitet Sa Jun 30 2018, 13:52 ]
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Webseite
berauscht
Do Feb 24 2011, 15:30
"Urgestein" Autor/Moderator

Dabei seit: Mi Jan 06 2010, 21:59
Einträge: 1529
Die Biografie Dajos Bélas hier ist möglicherweise nicht ganz richtig.
Leon Golzmann ist vielleicht auch nur ein pseudonym, und der Geburtsort vielleicht auch nicht Kiew. Möglicherweise war sein richtiger Name Alfred Ditters, und möglicherweise wurde er in einem Vorort von Chisinau in Bessarabien (heute Moldavien) am 17.12.1897 (jul.) =29.12.1897 geboren.

Mehr dazu in "Fox auf 78" Heft 26 Seite 68 ff.

[ Bearbeitet Di Sep 25 2012, 20:08 ]
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Formiggini
Do Feb 24 2011, 19:20


Dabei seit: Di Dez 28 2010, 19:20
Einträge: 1758
Leider habe ich dieses Fox Heft nicht. Welche Quelle wird den für "Alfred Ditters" gegeben?

Gehöt habe ich von diesem Namen im Zusammenhang mit Bela/Golzmann noch nie, es zeigt uns aber auch, wie wenig wir eigentlich über die Stars der Schellackzeit wissen.
Ein Gedanke ist mir gekommen, der gegen den Namen Golzmann als Pseudonym spricht.
Bereits in späten 1910´er, frühen 1920´er Jahren zeichnete sich der aufkommende Antisemitismus in Deutschland ab. Warum dann einen doch recht jüdisch klingenden Namen wählen?

Ich hab ein wenig im Netz rumgeschaut. Im Holocaust Museum Buenos Aires gibt es einen kurzen Artikel über Bela. Dort wird neben Sandor Joszi und Clive Williams der Name Alfred Ditters erwähnt - als Plattenpseudonym für Dajos Bela........
Dann gibt es noch eine CD "Vintage Tango Tonight", dort gibt es eine Aufnahme von (Zitat): Dajos Bela (Alfred Ditters) and the Palermo Tango Band.

Ist es möglich, das Bela in Südamerika unter diesem Pseudonym aufnahm?
über seine Plattenaktivität nach 1935 findet man leider nichts......

In Wiki wird der Name Dajos von Belas/Golzmanns Mutter Mädchenname hergeleitet. Allerdings ohne jegliche Quellenangabe.
Die Geschichte mit dem verstorbenen Kollegen "Bela Dajos" hörte sich für mich schon immer etwas nach "Marketing" des Lindströmkonzerns an.
Die Geschichte klingt einfach zu sehr nach dem verruchten Geigenprimas der ausgehenden k.u.k Zeit.....





[ Bearbeitet Di Sep 25 2012, 21:36 ]
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Webseite
schellackplatte
Fr Jul 01 2011, 22:03
Dabei seit: Do Jun 23 2011, 11:33
Einträge: 44
Dajos Bela war auch in Südamerika ein sehr bekannter Kapellmeister, der eine große Zahl an Schallplatten verkaufte. Die Werbekarte aus der unmittelbaren Nachkriegszeit (ca. 1948), die ich im www vor ca. 2 Jahren kaufen konnte, legt dies nahe. Die Bestellnummern der verzeichneten Platten fehlen übrigens in der Dajos Bela Discography von Herrn Lotz!









[ Bearbeitet Di Sep 25 2012, 21:37 ]
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Webseite
snookerbee
Do Jul 14 2011, 17:16
"Urgestein"

Dabei seit: Fr Apr 15 2011, 20:12
Einträge: 1796

Auf einer argentinischen Auktions-Seite fand ich folgende Platte und das Porträt von Dajos Bela. Die Matrizennummer wird laut dieser Liste mit 1944 datiert. Demnach scheint es eine argentinische Aufnahme des Meisters zu sein.


DISCO DE PASTA 78 RPM
MUY BUEN ESTADO
DAJOS BELA
LADO A: LAGARTERANAS
LADO B:MALAGUEÑA
ODEON 46001

Inhalt, Bild oder Datei nur fuer angemeldete Mitglieder


Das Porträt mit Autogramm könnte auch aus der argentinischen Zeit zu stammen.

Inhalt, Bild oder Datei nur fuer angemeldete Mitglieder




[ Bearbeitet Di Mai 21 2019, 16:08 ]
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Grammophonteam
Mo Sep 17 2012, 19:57
Seitenbetreiber

Dabei seit: So Sep 04 2011, 14:54
Wohnort: In den tiefen des Netzes ;)
Einträge: 2094
Aus einem Programmheft während Bela´s Schweden Tournee 1927




Sammlung Rainer Lotz - Vielen Dank!
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Grammophonteam
Di Sep 25 2012, 19:19
Seitenbetreiber

Dabei seit: So Sep 04 2011, 14:54
Wohnort: In den tiefen des Netzes ;)
Einträge: 2094
c. 1929

Zur Vollansicht Bild anklicken



Bildquelle: IASA-Ländergruppe Deutschland/Deutschschweiz e. V., Bericht Das Entstehen einer „historischen Schallplatte“–live! von Claus Peter Gallenmiller Link - Hier klicken


[ Bearbeitet Fr Mai 09 2014, 21:58 ]
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Gast
Di Sep 25 2012, 20:41
Gast
Das letzte Bild KÖNNTE aus der Singakademie sein.

Im Hintergrund die Holzbauten erinnern mich an ein Bild mit Adolf Steimel aus der Singakademie, das sind diese Aufbauten (Orgel?) auch zu sehen.

Wobei ich jetzt nicht Singakademie / Beethovensaal klären kann.

Gruß, Nils

PS. Am Flügel sitzt übrigens Franz Grothe, eindeutig zu erkennen

[ Bearbeitet Di Sep 25 2012, 20:44 ]
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Grammophonteam
Di Sep 25 2012, 21:10
Seitenbetreiber

Dabei seit: So Sep 04 2011, 14:54
Wohnort: In den tiefen des Netzes ;)
Einträge: 2094
Die Quelle für das Bild mit Vasile war Wikipedia Link - Hier klicken, wohl richtig - wenn das Bild in Wien aufgenommen wurde, kann es sich nicht um die Bela Kapelle handeln.

Siehe auch Link - Hier klicken
Viele Grüße



[ Bearbeitet So Jun 24 2018, 09:11 ]
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Aristodemo
Mi Sep 26 2012, 07:35
Dabei seit: Sa Jan 21 2012, 01:07
Einträge: 426
@Gast, das letzte Bild zeigt "Raum II" von ODEON.
Das ist der große Aufnahmesaal mit der Orgel, bekannt durch die Aufnahmen mit Marcel Palloti.
Grüße
Michael
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Gast
Mi Sep 26 2012, 11:12
Gast
Danke. Michael !

Erstaunlich, daß in dem realtiv engen Gebäude in der Schesischen Str so eine "Halle" mit Orgel vorhanden war.
Man lernt nie aus.

Gruß, Nils
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Aristodemo
Mi Sep 26 2012, 12:05
Dabei seit: Sa Jan 21 2012, 01:07
Einträge: 426
@Nils, ich finde hoffentlich noch wann der Saal gebaut wurde, ich meine es war ende der Zwanziger, damals war die LINDSTRÖM Fabrik in Berlin die größte Schallplattenfabrik des Kontinents und hatte mit ihrem fast 100m hohen Schornstein den höchsten in Deutschland.
Grüße Michael

P.S.: Ein Bild des Saals der Singakademie mit Orgel, aus der "Telefunken Schallplattenfibel" von 1939 ist ja im diesbezüglichen thread zu finden.
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snookerbee
Mo Okt 01 2012, 20:12
"Urgestein"

Dabei seit: Fr Apr 15 2011, 20:12
Einträge: 1796
Drei Fragen:

1. Verbirgt sich hinter der Kapelle Sándor Jószi immer Dajos Bela ?

2. Ist das große L im Kästchen links auf dem Etikett das Zeichen für eine Lindström-Verwertungsgesellschaft?

3. Wurden Ammre-Marken vom Verkäufer aufgeklebt? Bei diesem Exemplar befindet sie sich über der Visitenkarte des Geschäfts (für Bürobedarf!).

Aufnahme: 1925

Techniker: OB 63




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joha
Mo Okt 01 2012, 20:39
Dabei seit: Mo Mär 26 2012, 15:45
Wohnort: Dresden/Sachsen
Einträge: 1004
Die Platte war nicht für Deutschland bestimmt,die A Nummer zeigt das schon.Die Schutzmarke wurde vom Geschäft aufgeklebt,es waren Bögen die zugeteilt wurden je nach Lieferung und Anzahl der Verkaufsexemplare,Musterplatten wurden nicht mit der Marke versehen.Die Platte war sicherlich für die Schweiz oder Östereich vorgesehen.
Gruss joha
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Musikmeister
Mo Okt 01 2012, 20:54
Autor
Dabei seit: So Aug 21 2011, 21:23
Wohnort: Hamburg
Einträge: 973
@snookerbee:

Frage 1.) Carl Woitschach war laut Aufnahmebüchern auch manchmal Joszi, sogar manchmal auch Bela.

Frage 2.) Der Kasten um das L ist der Platzhalter und normalerweise sollte die Lizenzmarke genau diesen Bereich verdecken. Das L heißt in diesem Fall Lizenz und ist auch auf Etiketten ausserhalb des Lindström-Konzernes zu finden (z.B. Polyphon).

Frage 3) Siehe Joha`s Beitrag ist die Platte für den Verkauf wahrscheinlich im Ausland bestimmt, wurde dann aber doch in Deutschland verkauft.
Nachträglich aber noch vor Verkauf in Deutschland wurde dann die Odeon-Lizenzmarke angebracht, in diesem Fall mit dem Hinweis "Nur für Deutschland". Normalerweise müsste aber der Händleraufkleber auf der Lizenzmarke kleben.

BTW: die Aufnahme ist vom 19.05.1925.

Mehr Hintergrundinfos zum Thema Lizenzen auf Schellackplatten gibt es hier: Link - Hier klicken

[ Bearbeitet So Jun 24 2018, 09:12 ]
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snookerbee
Mo Okt 01 2012, 21:29
"Urgestein"

Dabei seit: Fr Apr 15 2011, 20:12
Einträge: 1796

@joha & Musikmeister:

Dank Eurer Hilfsbereitschaft sind meine Fragen nun erschöpfend beantwortet. *armen


[ Bearbeitet Di Jun 25 2013, 17:01 ]
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joha
Di Okt 02 2012, 01:16
Dabei seit: Mo Mär 26 2012, 15:45
Wohnort: Dresden/Sachsen
Einträge: 1004
Hier mal 2 Bela Platten aus dem Ausland
1.) Matrize von Odeon Deutschland gepresst in Austria
2.) Matrize Deutschland Tournier Kapelle Tango 1927








Gruss joha

[ Bearbeitet Mi Okt 03 2012, 13:10 ]
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SchellackFreak
Di Jun 25 2013, 14:24
"Seitengründer"

Dabei seit: Mi Sep 16 2009, 22:06
Einträge: 493
Werkphoto aus dem Lothar Stark-Tonfilm „Der ungetreue Eckehard (t)“ 1931.




Man sieht in der ersten Reihe Operateur Adolf Schlasy, Regisseur Carl Boese,
Orchesterleiter Dajos Bela und Produzent Anatol Potok


Das Orchester









[ Bearbeitet Di Jun 25 2013, 15:11 ]
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Webseite
Grammophonteam
Mi Jun 26 2013, 22:52
Seitenbetreiber

Dabei seit: So Sep 04 2011, 14:54
Wohnort: In den tiefen des Netzes ;)
Einträge: 2094
Der Lindström Konzern war nicht schlecht darin ihre exklusiven Künstler rundum zu vermarkten...

Werbung für ein Odeon Grammophon.

1929


[ Bearbeitet Mi Jun 26 2013, 22:52 ]
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