Automatic translation in English

‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾

‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾

‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾

‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾‾


Grammophone in BildernGrammophongalerie


International Gramophone Board
Participate?

Foren

Foren > Schellackplatten > Diskussionskreis Schellackplatten > Technik
Stroboskopscheibe für Schellackplatten & Grammophon
Wechsle zur Seite       >>  
Moderatoren: SchellackFreak, berauscht, Grammophonteam, Formiggini, krammofoon, Limania, DGAG, Der_Designer
Autor Eintrag
Formiggini
So Feb 20 2011, 14:05 Druck Ansicht


Dabei seit: Di Dez 28 2010, 19:20
Einträge: 1759
Mit den beigefügten Stroboskopscheiben lässt sich die Geschwindigkeit eines Grammophons oder Plattenspielers für Schellackplatten einstellen, bzw. überwachen.

1. Die Scheibe mit der gewünschten Geschwindigkeit wird auf den Plattenteller gelegt. (Dazu dass kleine Loch in der Mitte ausschneiden...)

2. Nun wird die Scheibe mit Kunstlicht angeleuchtet.
Es ist besser dies bei nicht zu starkem Tageslicht zu machen.
Bei Einfall von Sonnenlicht ist die Scheibe schwerer abzulesen.
Bei Energiesparlampen und Neonröhren funktioniert dies nicht! Ihr braucht eine echte Glühbirne!

Hoffentlich lässt uns die EU noch welche.... (sorry - Offtopic)
Mit Taschenlampen funktioniert dies auch nicht, ihr braucht eine Lichtquelle mit 50Hz Netzfrequenz.

3. Nun bringt ihr den Plattenteller in Drehung.

4. Solange am Geschwindigkeitsregler bz. am pitchcontrol einstellen, bis der Ring aus Strichen für unser Auge "steht".
"Wandern" die Striche vorwärts oder rückwärts, ist die Geschwindigkeit zu hoch oder zu niedrig.

Die beigefügten Bilder einfach runterladen (rechter Mausklick).
In einem Photoprogramm könnt ihr noch die Größe verändern - dies beeinflusst nicht die Funktion, wichtig ist die Anzahl der Striche!

78rpm


80rpm - für Vox Platten und Columbias bis Ende der 20´er


75rpm - für Victor (USA) und einige HMV Platten bis c. 1925


70rpm - für frühe Berliner, bzw. Gramophone & Typewriter





[ Bearbeitet Di Jul 24 2012, 09:11 ]
Nach oben
Webseite
Formiggini
So Apr 10 2011, 08:41


Dabei seit: Di Dez 28 2010, 19:20
Einträge: 1759
Dann gibt es ja noch die etwas skurrilen Patheplatten deren rpm je nach Herstellungsjahr irgendwo zwischen 80 - 100rpm liegen.... ;)

Vorallem akustische Victoraufnahmen aus den USA sind oft deutlich langsamer aufgenommen.

Bei Jazzsammlern gibt es bis heute teils heftige Diskussionen über die richtige Geschwindigkeit der ersten Jazzplatten gespielt von der Original Dixieland Jazz Band.

Einige meinen, deren richtige rpm läge zwischen 70 - 72 rpm und klingen deswegen so hektisch und frenetisch, weil sie mit 78rpm einiges zu schnell laufen.

Tatsächlich hat Victor bis in die 20´er Jahre eher mit 75/76 rpm aufgenommen.
Ich habe eine frühe elektrische Aufnahme (September 1925) der WARINGS PENNSYLVANIANS, erst bei 74rpm hört sich der Sänger nicht mehr nach Mickey Mouse an.



[ Bearbeitet Di Jul 24 2012, 09:12 ]
Nach oben
Webseite
Gast
So Apr 10 2011, 10:13
Gast
Theoretisch kommt man da auch rein musikalisch weiter. Instrumente haben ja eine bestimmte Stimmung. Der Kammerton "A" hatte in jenen Jahren eigentlich überall 435 HZ, der sogenannte Pariser Kammerton. Heute ist er 440 HZ.

Wenn man nun die Dur bennenen kann, in der die Aufnahme gemacht wurde, könnte man theoretisch durch Messung der Hertzzahl einzelner Töne sagen, ob er deutlich über dem Ton nach der Stimmung nach A 435Hz liegt. (Die Platte sich also sehr wahrscheinlich zu schnell dreht)

Leider habe ich dafür weder das richtige Gehör, noch Messinstrumente oder PC-Kenntnisse. Trotz mäßigen Klavier-und Geigespiels :-D

Prinzipiell hört man bei fremden Stimmen ein "zu schnell" wesentlich schwerer als ein "zu langsam".

Man kann das ausprobieren auf dem Grammophon oder anderer regelbarer Geschwindigkeit.

Den Gesang ganz langsam runterdrehen, bis er sich in der Geschwindigkeit einfach etwas zu langsam anhört..... also gerade so als ganz leicht unnatürlich klingt.
Die richtige Umdrehung liegt dann meist nur etwas höher.

Bei "zu schnell" ist es ganz wesentlich schwerer zu beurteilen.

Nach dem Motto "Mein Geschwindigkeitsregler macht Zarah Leander zu Erna Sack" :-D

[ Bearbeitet Di Jul 24 2012, 09:13 ]
Nach oben
Willi-H-411
Di Jul 24 2012, 15:39
Dabei seit: Mi Okt 12 2011, 11:42
Wohnort: Ruhrpott
Einträge: 1368
Ich muß zugeben, ich habe diese Scheibe selber noch nicht ausprobiert.

Die Scheibe habe ich mit 600 dpi abgescannt. Beim Ausdrucken sollte man es vielleicht zunächst einmal mit einer Auflösung von 500 dpi versuchen.



VG Willi
Nach oben
alang
Di Jul 24 2012, 15:54
Dabei seit: Di Jun 12 2012, 19:52
Wohnort: Delaware, USA
Einträge: 579
Da gibt's natuerlich auch noch die modernere Moeglichkeit eines Laser Umdrehungsmessers/Drehzahlmessers. Das funktioniert ohne Gluehbirne und zeigt digital die exakte Drehzahl an, auch z.B. bei Phonographen, wo die Stroboskopscheibe etwas schwieriger ist. Meinen hab ich in USA bei den Amazonen fuer $14 gekauft. In Deutschland scheint dasselbe Geraet allerdings doppelt soviel zu kosten.
Gruss
Andreas
Nach oben
Formiggini
Di Jul 24 2012, 22:25


Dabei seit: Di Dez 28 2010, 19:20
Einträge: 1759
Ich denke für den "einfachen Hausgebrauch" reicht eine grobe Justierung anhand obiger Scheiben tatsächlich komplett aus.

Vor allem bei z.B. Tanzmusikplatten wirken sich 2,3 abweichende Umdrehungen p/M auch nicht wirklich störend aus.
Bei E-Musik ist mir allerdings eine korrekte Abspielgeschwindigkeit schon recht wichtig.

Diese lässt sich (die Umdrehungszahl) egal ob auf Grammophon oder modernem Plattenspieler mit einem Laser Zähler um Längen komfortabler einstellen.

Bei Aufnahmen bei denen ich längere Zeit verbrachte die richtige Umdrehungszahl der Aufnahme zu ermitteln, habe ich diese dann auch zu der Platte archiviert.

Viele Grüße


[ Bearbeitet Mo Apr 08 2013, 21:14 ]
Nach oben
Webseite
Barnabás
So Jul 29 2012, 21:41
Dabei seit: Mi Jul 04 2012, 20:37
Einträge: 658
Hallo Leute,

hier noch eine schöne Ergänzung zum Thema. Eine Thorens Stroboskopscheibe.

Gruss



Nach oben
Barnabás
Fr Aug 03 2012, 16:44
Dabei seit: Mi Jul 04 2012, 20:37
Einträge: 658
Hallo,

hier noch eine Scheibe.
Nach oben
snookerbee
Fr Aug 03 2012, 17:05
"Urgestein"

Dabei seit: Fr Apr 15 2011, 20:12
Einträge: 1757

Hatten die PHONOTON-Platten nicht auch ein Stroboskop auf den Etiketten?


Nach oben
Rundfunkonkel
Fr Aug 03 2012, 17:12
Dabei seit: So Jul 03 2011, 16:48
Wohnort: Umkreis Köln
Einträge: 1080
Dieses Label hat vermutlich jeder:



Nach oben
Limania
Fr Aug 10 2012, 16:09
Dabei seit: Mo Mai 21 2012, 15:14
Einträge: 1161
Hallo,

diese Stroboskopscheibe war bei meinem Dual 1215 dabei...





LG Limania
Nach oben
krammofoon
Sa Aug 11 2012, 10:09
Schellack-Gnadenhof
Dabei seit: Mo Jun 27 2011, 20:47
Einträge: 1183
Servus :-)

auch im Ausland machte man sich Gedanken über die Drehzahl - hier auch am Rand:





Gruss
Georg
Nach oben
snookerbee
Sa Aug 11 2012, 11:27
"Urgestein"

Dabei seit: Fr Apr 15 2011, 20:12
Einträge: 1757
Zur letzten Platte (aus England mit französischer Orchesterbezeichnung und Musikern aus Wien) noch eine technische Frage:

Hatten die Europäer damals eine einheitliche Netztfrequenz? Das wäre ja die Vorraussetzung für ein länderübergreifendes Stroboskop. In USA wurde doch mit 60 Hz gearbeitet, oder irre ich?

Grüße
Claus

[ Bearbeitet Sa Aug 11 2012, 11:28 ]
Nach oben
Limania
Sa Aug 11 2012, 12:46
Dabei seit: Mo Mai 21 2012, 15:14
Einträge: 1161
Hallo,

auf der Stroboskopscheibe, die bei meinem Dual dabei war, ist auf der einen Seite die Einstellung für 50Hz und auf der Anderen für 60Hz.

LG Limania
Nach oben
Formiggini
Fr Dez 20 2013, 19:20


Dabei seit: Di Dez 28 2010, 19:20
Einträge: 1759
Hier noch eine Stroboskopscheibe fürs Grammophon.
19 Geschwindigkeiten von ~ 85 Umdrehungen bis ~70 Umdrehungen lassen sich ablesen. Ausgedruckt hat die Scheibe die Größe einer 25cm Platte.



Nach oben
Webseite
PH
Sa Mär 02 2019, 18:39
Dabei seit: So Jan 27 2019, 08:08
Einträge: 14
Barnabás schrieb ...

Hallo Leute,

hier noch eine schöne Ergänzung zum Thema. Eine Thorens Stroboskopscheibe.

Gruss






Moin Barnabás,

auf der Suche nach Methoden zur Messung der Umdrehungsgeschwindigkeit bin ich auf Deinen Beitrg gestoßen.
Da ich ein Thorens Koffergrammophon besitze, wäre ich Dir sehr dankbar, wenn Du die Thorens-Scheibe noch einmal vollständig einscannen und hier einstellen würdest.
Vielen Dank im Voraus !

Beste Grüße
PH
Nach oben
berauscht
Sa Mär 02 2019, 18:47
"Urgestein" Autor/Moderator

Dabei seit: Mi Jan 06 2010, 21:59
Einträge: 1479
PH schrieb ...

Barnabás schrieb ...

Hallo Leute,

hier noch eine schöne Ergänzung zum Thema. Eine Thorens Stroboskopscheibe.

Gruss






Moin Barnabás,

auf der Suche nach Methoden zur Messung der Umdrehungsgeschwindigkeit bin ich auf Deinen Beitrg gestoßen.
Da ich ein Thorens Koffergrammophon besitze, wäre ich Dir sehr dankbar, wenn Du die Thorens-Scheibe noch einmal vollständig einscannen und hier einstellen würdest.
Vielen Dank im Voraus !

Beste Grüße
PH


Der Stroboskopeffekt ist bei allen Scheiben gleich, ob Thorens drauf steht oder nicht
Nach oben
PH
Sa Mär 02 2019, 19:44
Dabei seit: So Jan 27 2019, 08:08
Einträge: 14
berauscht schrieb ...


Der Stroboskopeffekt ist bei allen Scheiben gleich, ob Thorens drauf steht oder nicht



Dessen bin ich mir schon bewusst !
Ich hätte jedoch gern eine passende Scheibe zu meinem Thorens Koffergrammophon.

PH
Nach oben
veritas
Mi Mär 06 2019, 15:42
Dabei seit: Do Jun 28 2012, 17:52
Wohnort: Allgäuer Provinzpampa
Einträge: 463
Bis auf den Deko-Wert habe ich keine Stroboskop-Scheiben mehr in Verwendung, sondern nehme dafür einen Laser-Tachometer. Da ist man bei den Geschwindigkeiten völlig frei und bei einem Preis nicht mal €10 mit Versand ist das wirklich ein No-Brainer:
Inhalt, Bild oder Datei nur fuer angemeldete Mitglieder


[ Bearbeitet Mi Mär 06 2019, 16:29 ]
Nach oben
Webseite
Wechsle zur Seite       >>   

Forum:     Nach oben